[Küchenkosmetik] Ich hab’s getan!

Jawohl, ich habe mich getraut. Oft schon habe ich mich mit schlechtem Gewissen entschuldigt und den Tränen nahe um Verzeihung gebeten, wenn ich abgestandenes Bier weggekippt habe. Gestern dann fiel mir wieder ein, dass ich irgendwann einmal gelesen hatte, dass sich mein liebstes Hopfengebräu auch hervorragend im Haar macht. Ein wenig skeptisch habe ich erst einmal den Großen Guru Google befragt, welcher des Häufigeren Beiträge lieferte, in denen empfohlen wurde, in Vorbeugung von Kneipengestank den goldgelben Trank mit Wasser zu verdünnen. Da ich mir eh gerade wieder eine Flasche Mineralwasser zur Haarspülung (macht die Haare so schön leicht und meiner Kopfhaut tut’s auch gut) gekauft hatte, mischte ich die beiden Getränke ungefähr im vorsichtigen Verhältnis 1:1,5 (Bier:Wasser) zusammen und goss mir das Ganze nach der Haarwäsche über den Schopf. Ein paar Stoßgebete und ein paar Minuten Föhnen später war für meinen (allerdings eher unempfindlichen) Riechkolben tatsächlich kein Bierdunst mehr wahrnehmbar.
Ich befand mich später auch noch in Gesellschaft – zwar traute ich mich nicht zu fragen, ob ich nach Bier rieche, aber ich erntete keine seltsamen Blicke und auch mein nicht eben feinfühliger Vater („Also der Ring in deiner Nase ist irgendwie nicht so von Vorteil, da muss man erst recht auf deinen Zinken starren.“) machte keine Bemerkung. Insofern maße ich mir an zu behaupten, dass tatsächlich keine olfaktorischen Nebenwirkungen zu erwarten sind.
Jetzt aber zur Wirkung im Haar: Meine Haare waren etwas schlechter kämmbar, dafür aber auch sehr griffig, was sicherlich besonders vorteilhaft für Steckfrisuren und Ähnliches ist. Außerdem waren sie schön voluminös und fetteten viel langsamer nach (meine Haare fühlen sich noch heute ziemlich „frisch“ an, dabei war die Wäsche und Bierbehandlung schon gestern). Was den Glanz angeht, bin ich unschlüssig: Meine Haare haben zwar schön geglänzt, aber das kann auch am zuvor verwendeten Sante-Glanzshampoo gelegen haben.

(Entschuldigt die fehlende Bebilderung dieses Beitrags, aber die Ergebnisse lassen sich schwierig auf einem Foto darstellen, und das Gemisch zu fotografieren, erschien mir wenig aussagekräftig – es sieht halt aus wie dünnes Bier.)

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

2 Gedanken zu „[Küchenkosmetik] Ich hab’s getan!

    • Oh, danke, dass du hier antwortest, ansonsten hätt‘ ich’s eventuell übersehen.
      Das war auch gar keine böse gemeinte Kritik von mir, im Gegenteil, ich wollte dich ermutigen, zu machen, was du möchtest.
      Das mit den „vollendeten Tatsachen“ versteh‘ ich allerdings nicht so richtig. Meinst du damit, dass du’s eh machen wolltest und nur „pro forma“ deine Leserschaft noch dazu befragt hast? Anders kann ich mir nicht so richtig einen Reim drauf machen, denn du hast ja Fragen gestellt und keine Fakten geschildert.
      Wie gesagt: Alles gar nicht böse gemeint. Ich finde nur, dass du auf deinem Blog über alles schreiben „darfst“, was dich interessiert und niemanden um „Erlaubnis“ bitten musst. Auch wenn’s natürlich nicht verkehrt ist, die Leser mit einzubeziehen. Nur letztendlich bestimmst du, worüber du schreiben möchtest. Und das ist auch gut so.

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