[Nagellack] MNY „155A“ (und ein Aufruf zu mehr Verständnis für Nagellacknamensgeber)

Die Menschen, die sich Nagellacknamen ausdenken müssen, können einem schon leid tun. Immer wieder wird gemeckert, gelästert und schlechtgemacht (und das nicht selten zu recht). Da kann man schon mal entmutigt werden. Aber mal ehrlich, Nummern statt Namen sind ja wohl der Gipfel der Resignation (nungut, basic treibt es noch weiter und verpasst den Minis anscheinend nicht mal ’ne Nummer – das sieht verdächtig nach Lieblosigkeit aus und ist für den Kunden zudem noch äußerst unpraktisch, wenn er beispielsweise per Google etwas über einen Lack herausfinden möchte – Setzen, sechs!).
Wenn wir uns alle ein bisschen zusammenreißen und nicht mehr so viel maulen (ausgenommen falsche Farbbezeichnungen, da kann ich die Klappe nicht halten), vielleicht trauen sich die armen verschüchterten Lacknamensgeber von MNY dann auch wieder an Worte statt Nummern heran?

Hier haben wir also den Lack mit dem klangvollen und einprägsamen Namen „155A„. Farblich würd‘ ich das mal als Omaschlüpper hautfarben bezeichnen – kommt freilich auf die Hautfarbe an. Es handelt sich also um ein sehr helles Beige (ich meine sogar, einen leichten Hauch von Flieder wahrzunehmen, aber meine Farbzuordnungsfähigkeiten sind ähnlich wie meine Geruchsbeschreibungskompetenzen beschissen etwas unterentwickelt).
Ich hatte mich lange nicht mehr so recht an MNY herangetraut, nachdem ich von denen bisher nur ein zwar wunderschönes, aber miserabel deckendes und schwer trocknendes Grün besaß. Die Deckkraft ist auch bei meinem neuen Freund hier nicht überragend, aber nach drei Schichten völlig in Ordnung und die Trockenzeit hielt auch keine bösen Überraschungen bereit.

Es ist erstaunlich, dass dieser Lack den Weg zu mir gefunden hat, da ich eigentlich mehr der Knallbunt-Typ bin. Allerdings hüpfen mir in letzter Zeit immer mehr für mich untypische Lackfarben ins Körbchen. Manchmal bin ich dann beim Tragen enttäuscht und frage mich, was mich bitte geritten hat, so eine Scheußlichkeit zu kaufen – es kommt aber auch vor, dass ich ganz begeistert bin über diese Erweiterung meines Horizonts. So auch hier. 155A sieht für mich auf den Nägeln irgendwie edel aus, schlicht, aber ergreifend. Zwar völlig ungewohnt, aber sehr schön.

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

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