[Küchenkosmetik] Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss… gepresst?

Da ich regelmäßig ganz wuschig werde, wenn ich irgendetwas Kokosartiges erblicke und mich selbst bei KK-Cremes arg zusammenreißen muss, sie nicht zu kaufen (da ich sie niemalsnimmernicht benutzen würde aufgrund von ausgeprägtem KK-Ekel), schien es mir naheliegend, pures Kokosöl in meinen Besitz zu bringen.
Dieses Gläschen hier habe ich aus dem heimischen Edeka, den genauen Preis konnte ich mir auch durch intensive Selbsthypnose leider nicht mehr in Erinnerung rufen, ich wage aber zu behaupten, dass er bei ungefähr 4€ lag. Enthalten sind 130 ml.
Eigentlich zur Haarpflege erworben, ertappe ich mich aber oft dabei, es hauptsächlich zur „Aromatherapie“ (mindestens jedes zweite Mal, wenn ich es im Bad erblicke, wird es erstmal ausgiebig beschnuppert) zu nutzen. Es riecht halt einfach zum Sabbern geil. Zumindest für meinen Riechkolben.
Gut, wer kein Kokosfetischist ist wie ich, für den wird das eher mäßig interessant sein, darum mal zu den anderen Anwendungsmöglichkeiten neben „exhibitionistin beglücken“:

  • Wie schon erwähnt, eignet sich dieses Stöffchen sehr gut zur Haarpflege. In welcher Form, ist jedem natürlich selbst überlassen. Ich jedenfalls nutze es hauptsächlich als Leave-In – ob im feuchten oder trockenen Haar ist eine Frage der Willkür.
  • Desweiteren ist Kokosöl selbstverständlich auch ein probates Mittel zur Hautpflege. In meinem Fall werden damit häufig trockene Knie und Ellbogen (vorwiegend meine eigenen) behandelt, aber auch die Hände schmiere ich mir (direkt vor dem Schlafengehen, denn ein leichter Fettfilm bleibt bei mir immer zurück und dann mag ich keine Gegenstände mehr berühren) gerne damit ein.
  • Zur Resteentfernung von Augenmakeup findet es bei mir ein weiteres Einsatzgebiet. Ich hatte erst befürchtet, dass es brennen könnte (Fette in Augenregion sind ja immer so ene Sache), aber da ich mit dem öligen Wattepad nicht rumschubber wie blöd, sondern nur leicht streiche, hatte ich dahingehend bislang keine Probleme. Und der zurückbleibende Film ist bestimmt ganz toll für die Wimpern. Von wegen Haarpflege. Denk‘ ich mir so.
  • Mir kam außerdem zu Ohren (oder eher zu Augen, weil gelesen), dass man mit Kokosöl sogar Schweiß im Zaum halten können soll. O.ô Bei mir funktioniert das definitiv nicht, aber ich schwitze auch recht stark. „Normal-Schwitzern“ wird es zumindest nicht schaden, es mal an einem Gammeltag ohne Besuch (zumindest würde ich das für Deotests empfehlen) auszuprobieren.
  • Und in der von mir erworbenen (also lebensmittelreinen und zusatzfreien) Form ließen sich sicher auch allerlei Speisen damit verfeinern. Das habe ich bislang nicht getestet, dafür ist es mir irgendwie zu schade. Für Kokosaroma im Essen nehme ich lieber Kokosmilch. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass man damit beispielsweise beim Braten ein ganz feines Geschmäcklein hinzufügen kann. Außerdem habe ich jetzt schon des Öfteren gelesen, dass dieser gar feine Fruchtextrakt sich hervorragend als Brotaufstrich eignete.

Sieht das nicht lecker aus? Ja, ich finde auch. Nicht.

Womit wir eine großartige Überleitung finden zu dem, was ich noch zum Kokosöl loswerden wollte: Möglicherweise ist das eh schon aller Welt bekannt, aber ich wusste bis dato nicht, dass Kokosöl bei Zimmertemperatur nicht flüssig, sondern fest ist. Ich weiß nicht genau, wo der Schmelzpunkt liegt, aber auf der Haut verflüssigt es sich dann fast sofort. Es aber aus dem Gläschen herauszubekommen, ist – bei niedriger Raumtemperatur – durchaus auch mal eine Aufgabe für die Fingernägel. Ich kleines Spielkind habe jedenfalls regelmäßig meine Späßchen mit dieser (für Öl) für mich neuen Konsistenz.

Und weil's so schön war, gleich noch eins.

Seit gestern Abend nutze ich es für ein kleines „Experiment“: Ich habe eigentlich eher fettige Haut und daher an Cremes & Co. immer nur das Leichteste vom Leichten verwendet. Gestern hatte ich aber – warum auch immer – das Bedürfnis, mein Gesicht mit Kokosöl zu behandeln (von wegen Aromatherapie und so). Da fiel mir ein, dass das eventuell gar nicht so die döfste Idee ist, weil nach der homöopathischen Philosophie gleiches mit gleichem behandelt werden sollte. Ergo auch: Fettiger Haut Fett zuführen, damit die merkt „Ach, ist ja genug da, brauch‘ ich selber nicht mehr so viel davon produzieren“. So in etwa.
Das werd‘ ich jetzt mal weiter testen. Wenn ich tagsüber creme, dann weiterhin mit meinen „leichten“ Sachen, denn ausgeprägter Fettglanz entspricht nur sehr bedingt meinem Empfinden von Ästhetik. Aber über Nacht hat das, zumindest dieses eine Mal, wirklich gut geklappt. Am Morgen war alles weggezogen und auch nicht durch übermäßige Mengen an Talg ersetzt, die Poren waren auch nicht (wie erst befürchtet) verstopft – sieht erstmal alles ganz gut aus. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

Nutzt ihr Kokosöl? Wenn ja, wofür?
Und an diejenigen mit fettiger Haut: Habt ihr das schon einmal getestet, erst recht Fett zuzuführen?

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