Nägel lackieren – Tipps und Tricks

Ich wollte einfach mal einen Sammelpost machen für diverse Tipps und Tricks, wenn es um das Lackieren unserer viel beachteten Keratinplatten geht. Manches davon mag selbstverständlich erscheinen, aber da doch jeder etwas andere „Techniken“ hat, stelle ich einfach mal die mir Bekannten vor. (Entschuldigt die miserablen Bilder, insbesondere bei Punkt 2 habe ich alles Mögliche versucht, und was ihr hier seht, war traurigerweise das Beste, das ich hinbekommen habe.)

Zur Vorbereitung behandeln manche den nackten Nagel mit Nagellackentferner, um dafür zu sorgen, dass der Nagel auch hundertprozentig ölfrei ist. Denn ein fettiger Untergrund kann zur Bläschenbildung und zur schlechteren Haltbarkeit des Lacks führen.
Ich persönlich mache das eigentlich nie, kann mir aber vorstellen, dass es sinnvoll ist, wenn man sich kurz vor dem Lackieren noch die Hände eingecremt (oder mit fettigem Essen hantiert) hat.

„Wrapping the tips“
Also in etwa „die Nagelspitzen umhüllen“. Dazu wird, bevor der restliche Nagel lackiert wird, erst einmal quer die Nagelspitze angepinselt. Das soll bewirken, dass der Nagellack länger hält, da er sich ja zumeist an den Spitzen wegen höherer Beanspruchung zuerst verabschiedet.
Ob das allerdings in der Praxis wirklich funktioniert, da bin ich mir nicht sicher. Ich wende diese Methode nicht regelmäßig an, nur, wenn es mir noch rechtzeitig einfällt. Und ich kann keinen „Tragedauer“-Unterschied feststellen. (Allerdings sind meine Nägel wohl auch ein Sonderfall.) Was es auf jeden Fall bei kürzeren Nägeln bewirkt, sind angemalte Fingerspitzen.

„The Gap“
„Die Lücke“: Damit ist gemeint, dass man nicht den gesamten Nagel lackiert, sondern zur Nagelhaut hin etwas Platz lässt. Wozu genau das dienen soll, ist mir ehrlich gesagt nicht klar. Vielleicht, damit man sich nicht die Nagelhaut einsaut? Wenn man das tut, rate ich jedenfalls zur Vorsicht, denn eine übertrieben große Lücke zwischen Nagelhaut und -lack lässt den Nagel kürzer wirken und sorgt bei mir persönlich auch für die Assoziation von schon herausgewachsenem Lack.

Selber Nagel, einmal ganz bepinselt, einmal mit etwas
Platz zu den Seiten.

Wovon ich aber ein großer Fan bin (und bis vor kurzem auch gar nicht wusste, dass es Leute gibt, die das anders handhaben): ein bisschen Platz zu den Seiten hin zu lassen. Erstens saut man sich dann nicht so schnell die Haut ein, und vor allem lässt es den Nagel entschieden schmaler wirken.
Natürlich ist das Geschmackssache, ich kann mir auch vorstellen, dass es Menschen gibt, die diese Lücke ganz furchtbar finden. Und auch hier sollte man es natürlich nicht übertreiben – so wie ich früher zum Beispiel: Wenn ich mir mal die Nägel lackierte, was vielleicht einmal im Monat oder seltener vorkam, dann nur einen schmalen schwarzen Strich. Ich fand das total super und auch einige Freundinnen haben das gern nachgemacht. Mittlerweile würde ich das ohne farbigen Unterlack aber potthässlich nicht mehr schön finden.

Das ist Günther.

„Clean Up“
Meint das Entfernen von Patzern. Zu diesem Zweck kaufte ich mir irgendwann so einen Korrekturstift, mit dem ich aber viel eher ein noch größeres Chaos anrichtete und darum schnell wieder die Finger davon ließ. Irgendwann las ich aber davon, schlicht und ergreifend einen Pinsel + Nagellackentferner dafür zur Hand zu nehmen. Also pflügte ich meinen gesamten Hausstand um, bis ich irgendwann einen schmalen Borstenpinsel in der Hand hatte. Warum ich den dann schräg geschnitten habe, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Aber für mich funktioniert das sehr gut.
Egal, welche Form man bevorzugt, es sollte unbedingt ein Borstenpinsel sein, denn Haarpinsel sind viel zu nachgiebig. Insofern würde ich auch eher nicht zu einem Eyelinerpinsel raten.
Wichtig ist, den Lack nicht im nassen Zustand zu bearbeiten, da sich sonst zu viel verflüssigt und in Ränder läuft, wo man ihn nicht haben will. Also erst trocknen lassen – er muss nicht komplett durchgetrocknet sein, aber zehn Minuten sollte man mindestens warten, eher mehr. Auch sollte man aufpassen, nicht zu viel Entferner am Günther Pinsel hängen zu haben – wenn er klatschnass ist, richtet man auch eher eine Sauerei an als eine Verschönerung. Hier hilft es, den Pinsel kurz auf ein Wattepad zu tupfen. Beim Entfernen von Lack auf der Haut kann man sich das aber schenken, solange man darauf achtet, dass der Entferner nicht den Nagel unter Wasser Aceton setzt.

Was zumindest ich sonst noch praktiziere:
Vorher pinkeln gehen. Lackfreundliches Hose-runterziehen mag noch möglich sein, aber versucht den Kram mal mit frisch lackierten Nägeln wieder hochzubekommen, ohne die Maniküre zu ruinieren.
Vorher Zigaretten stopfen. Es macht wirklich keinen Spaß, sich zwischen Nikotin- und Nagellacksucht entscheiden zu müssen.
Als Rechtshänderin lackiere ich die rechte Hand zuerst. Dann habe ich schon das Schwierigste hinter mir und vor allem funktioniert die Feinmotorik der rechten Hand besser, das heißt, dass die Gefahr, beim Lackieren mit lackierten Fingern irgendwo anzustoßen, geringer ist, als wenn ich mit der linken Hand anfange.
Beim Lackieren der rechten Hand bewege ich weniger die linke Hand mit dem Pinsel, sondern setze den Pinsel auf den Nagel und ziehe die Hand darunter weg. Öhm, versteht jemand, was ich meine?
Die „Trockenzeit“ verbringe ich am liebsten am PC. Fernsehen und lesen tue ich meist im Bett, und schon die Bettdecke über meinen Körper zu befördern, stellt ein echtes Problem dar. Mittlerweile habe ich zwar diverse Techniken dazu entwickelt, bei denen die Ellbogen eine entscheidende Rolle spielen, aber es ist trotzdem mühsam. Die Maus bedienen hingegen ist relativ risikoarm. Man sollte nur erstmal die Finger von der Tastatur lassen oder ganz vorsichtig tippen.

Wie sieht eure „Lackier-Routine“ aus?

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

4 Gedanken zu „Nägel lackieren – Tipps und Tricks

    • Absolut. Nur Raucher können die Wichtigkeit dieses Schrittes, der bei mir alleroberste Priorität hat, nachvollziehen. (Und die Anderen beneide ich aus der Ferne ein kleines bisschen um ihre Suchtfreiheit. Mal ehrlich, rauchen ist doch eigentlich nur absurd.)

    • Vielen Dank für den Kommentar. Wenn es um die seitlichen Nagelränder geht, so habe ich genau das in meinem Artikel gemeint. Wenn es allerdings zur Nagelhaut hingeht, ist mein optischer Eindruck, dass eine größere Lücke (= in der Länge kürzer bemalter Nagel) den Nagel kürzer wirken lässt.

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