[Küchenkosmetik] Kleber fürs Gesicht

Wie der ein oder andere findige Kopf bemerkt haben könnte, lebe ich noch. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich über den sprichwörtlichen und in meinem Fall sehr hohen Berg wäre. Da sich meine werte Leserschaft aber darauf beschränkt, sich über mein schweres Leiden zu amüsieren (schämt euch, ihr Sadisten) anstatt in angemessener tiefer Besorgnis eine Spendensammelaktion zur Finanzierung irgendeiner schweineteuren Spezialtherapie (auuuus den USA, versteht sich) inklusive extra aus dem Busch eingeflogener Medizinmänner ins Leben zu rufen, werde ich euch keinen weiteren Stoff zu eurer perversen Befriedigung liefern. Da ich aber im Angesicht des Todes Gott gefunden habe (es gibt Ihn/Sie/Es, huldigt dem Huftier!) und nebenbei auch noch Güte und Gnade in mir zu Tage gefördert habe, vergebe ich euch diesen Frevel und bespaße euch stattdessen mit einer weiteren Episode von „was man nicht alles zusammenrühren kann, um es sich lustvoll ins Gesicht zu schmieren“:

Die Idee ist so simpel wie genial: Man nehme ein paar Teelöffel Honig und etwas Zitronensaft. Da ich mich selbst mit einfachsten Rezepten wie diesem schwer tue, sie in der Originalversion beizubehalten, habe ich den Zitronensaft durch jahrelang in meiner Küche vor sich hin reifenden Apfelessig ersetzt. Ätsch!
Man verrühre diese beiden Zutaten also. Das Ergebnis sieht aus wie Honig, drum kann man beistehendem Foto gerne jeglichen Informationsgehalt absprechen, allein mir behagte der Gedanke nicht, euch gänzlich blind in euer Verderben Gesichtspflegeheil laufen zu lassen.
Sodann pansche man sich dies‘ gar klebrige Gemisch ins Gesicht und erfreue sich des kleisterartigen Hautgefühls, so lang man es lustig findet. Ich habe im aufopferungsvollen Selbstversuch diese Grenze, die sich nach zehn Sekunden auftat, weit überschritten und die Bienenkotze eine halbe Stunde mit meiner Epidermis interagieren lassen.
Das Abwaschen stellte sich unter Zuhilfenahme eines feuchten Waschlappens als wesentlich problemloser als erwartet dar und zum Vorschein kam eine babypopoweiche Gesichtshaut. Eine Wonne!
Achso, was das Ganze bewirken soll? Na, eine Sonntagnachmittagsbespaßung, was denn sonst? Wobei mir auch schon das Gerücht zu Ohren kam, es handele sich bei dieser Facialbehandlung um eine wirksame Therapie unreiner Haut. Dies kann ich weder bestätigen noch verneinen, da nach einmaliger Anwendung erstmal nur der Effekt babypopoweicher Haut (hach, sooooo weich *streichel*) zutage trat.

Plündert ihr auch manchmal die Küche und rührt euch im Sandkastenkuchengemischprinzip lustige Sachen für Haut (oder gar Haar) zusammen?

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

2 Gedanken zu „[Küchenkosmetik] Kleber fürs Gesicht

    • Hach, meine Haut wird grad neidisch auf deine. Was die schon alles durchmachen musste im Versuch, Unreinheiten wegzuätzen… Mittlerweile bin ich da auch ein kleines bisschen fürsorglicher. Aber eben nur ein kleines bisschen.

      Yeah, mögen Ihre Hufe niemals beschlagen werden.

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