[Nagellack] Aqua Base – Muss das sein?

Kaum hätte ich es für möglich gehalten, aber ich bin doch tatsächlich fast so was wie konsequent in dem Bestreben, euch diese Plattform als informativen Blog zu verkaufen. Demzufolge informiere ich euch heuer über den Sinn oder Unsinn des Erwerbs der so genannten „Aqua Base“ von Nfu.Oh. Dieser leider ebenfalls ganz schön teure Unterlack (8,95€/17 ml – zumindest in der einzigen mir bekannten deutschen Bezugsquelle) soll die Haltbarkeit und den Effekt der holografischen Lacke derselben Marke verlängern/stärker zum Vorschein bringen. (Es gibt wohl noch mehr Holo-Lacke, die einen ähnlichen Unterlack erfordern (sollen) – die vielseits bekannten und beliebten China-Glaze-Holos beispielsweise kommen auch ohne solchen Schnickschnack aus, sind dafür aber nur schwer (zu halbwegs vertretbaren Preisen) zu bekommen.)

Ich bekam zu Weihnachten drei Exemplare der Nfu.Oh-Holos (namentlich 61, 62 & 66), aber nicht die Aqua Base. Dabei hatte ich oft gelesen, dass die Lacke ohne diese Grundierung quasi unbrauchbar wären. Das wollte ich so nicht glauben und versuchte mich erstmal „pur“ an meinen neuen Farben. Und kann sagen: Es ist möglich, aber „unkomfortabel“ – denn man muss arg aufpassen, bloß nicht zweimal mit dem Pinsel über eine Stelle zu gehen, weil die Partikel doch viel lieber mit dem Pinsel gehen möchten, als auf dem Nagel zu bleiben. Klumpen und kahle Stellen sind das Ergebnis. Außerdem ist mir der Lack trotz vermeintlich sorgfältiger Dosierung bis auf die Nagelhaut gekrochen. Und innerhalb weniger Minuten bis Stunden waren erste Splitter abgeplatzt. Unschön.

Also bestellte ich mir doch noch die Aqua Base hinterher (die meiner Meinung nach übrigens nicht nach Kleber, sondern exakt wie Wandfarbe riecht – diese Randbemerkung ist zwar unwichtig, aber es hat großen Seltenheitswert, dass ich mal einen Geruch identifizieren kann). Der Auftrag darauf war unendlich viel angenehmer, so ziemlich wie bei „ganz normalem“ Nagellack. Außerdem brauchte ich nur noch zwei statt vier Schichten. Erst später las ich, dass der holografische Effekt mit dem Unterlack auch stärker sein solle. Darum habe ich einen Vergleich angestellt und meine Nägel mit der Nr 62, wechselweise über oder ohne Aqua Base, lackiert. (Der Effekt ist übrigens auf allen Nägeln in natura wesentlich stärker, aber für den Vergleich ist das Bildmaterial ausreichend. Hoffe ich.)
Wie man (hoffentlich) sieht, ist der Effekt über der Aqua Base tatsächlich etwas stärker (aber auch ohne wirklich deutlich sichtbar, versprochen) – und der Lack trocknet nicht mehr ganz so matt. Zwar nicht hochglänzend, aber glänzender als ohne Base.

 

 

Nochmal zusammengefasst:

  • der Auftrag ist mit Base erheblich einfacher, der Lack bleibt da, wo ich ihn auftrage -> mit Aqua Base brauche ich zwei Schichten des Hololacks, ohne vier
  • die Haltbarkeit wird tatsächlich deutlich verlängert (von „katastrophal“ ohne Base hin zu normal)
  • die Trockenzeit ohne Base ist allerdings phänomenal (wenige Sekunden!), mit Base langsamer, aber noch völlig normal
  • der Lack trocknet mit Base glänzender, der Holoeffekt ist etwas stärker sichtbar

Fazit:
Notwendig? Nein.
Empfehlenswert? Ja. (Das einzig große Manko ist der Preis.)

 

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

6 Gedanken zu „[Nagellack] Aqua Base – Muss das sein?

  1. Der Artikel sagt mir v.a. dass diese professionellen Nagelstudios vielleicht doch einen Mehrwert haben. Als Hobby für Privatpersonen scheinen diese ganzen Effektdinger doch ganz schön.. eine Wissenschaft für sich zu sein 😉

    • Ich sag‘ auch absolut nichts gegen die Existenzberechtigung von Nagelstudios. Einzig die Preise halten mich vom Betreten derselben ab.
      Ja, ich find’s auch doof, dass das derart spezielle Maßnahmen erfordert. Es gibt zwar auch Hololacke, die ohne solches Gedöns auskommen, aber an die komme ich nicht oder nur für viel zu viel Geld. Ich kann zwar völlig verstehen, dass sowas „Otto-Normal-Lackierer“ abschreckt, aber wie gesagt: Ich bin ein Kleinkind und Spezialeffekte sind mein Lieblingsspielzeug.

  2. Also dat wär‘ mir ja zu kompliziert. Neee, echt mal. So schön kann der Lack gar nicht sein, dass ich mir dazu noch eine schweineteure Base kaufe (Hui, sind wir etwas geizig, Mrs. Fayet?).. also, neeee… ne. Und Wandfarbe? Uff. Ne. Ne, Du.

    [Häckchen] Sehr informativ!

    • Geizig find‘ ich das nicht. Ist nunmal schon ganz schön teuer, und das bloß für ’nen schnöden Unterlack? Da hab‘ ich auch lang überlegt, ob das echt sein muss. (Gut, müssen tut es definitiv nicht.)
      So ganz glücklich bin ich mit der ganzen Geschichte auch nicht – andererseits begeistern mich solche Effekte einfach so sehr. Ich mein‘, ’nen ganzen Regenbogen auf den Fingern spazieren zu tragen, wie geil ist das bitte? :mrgreen: (Aber ich glaub‘, fürs Erste bin ich auch geheilt von derart teuren Lackeinkäufen.)

    • Naja, wenn du mit dem Auftrag ansonsten klarkommst, brauchst du die auch nicht. Ich fand halt die Handhabung ohne Base so ätzend – andererseits hab‘ ich schon oft gelesen, dass Andere das nicht so schlimm finden. Und dann ist ja alles paletti, dann würd‘ ich sicher keine 9 Öcken für ’nen Unterlack hinblättern.

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