[Nagellack] Arbeiterglamour und Schubladisierungsschwierigkeiten

Nachdem ich mich vor wenigen Tagen fragte, ob man sich zum Zwecke des Nageldesigns nicht eigentlich auch mal Stoff auf die Finger kleben könnte (was ich aufgrund von Faulheit und akutem Grobmotor erstmal auf „irgendwann“ verschob), schien mir beim heutigen DM-Besuch, als würde P2 mir diese Last abnehmen wollen, indem er/sie/es mir Jeans-Lacke präsentierte. (Derart lange Sätze sind als Einleitung eher suboptimal, kann das sein?) Genauer gesagt eine ganze Limitied Edition zur Hosenthematik, mich interessierten aber nur die Lacke. Mitgenommen und sofort getestet wurde dann „Navy Washed Denim„, ein hellblaues Etwas mit silbrigen Partikeln.
Diese Partikel sorgen zwar für die Existenzberechtigung in meiner Sammlung, bereiten mir bei der Beschreibung aber Probleme: Um sie „Schimmer“ zu nennen, sind sie zu groß – bei „Glitzer“ denke ich aber sofort an noch größere Partikel. Also bleibe ich wohl bei der Bezeichnung „Partikel“. Auch farblich weiß ich sie nicht so recht einzuordnen: Besagte Partikel sind nämlich irgendwie nicht nur silbern, sondern erscheinen manchmal auch leicht golden. Also quasi eine silberne Basis mit goldenem Touch? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall interessant, das ganze Gemisch.

Beim Auftragen erwarteten mich dann zweierlei Überraschungen: Erstens die gute Deckkraft (vorsichtshalber rechne ich grundsätzlich mit schlechter Deckkraft) – ihr seht hier nur eine (zugegeben etwas dickere) Schicht!

Und zweitens das „Finish“ (deutsche Alternativvorschläge bitte!): Weder glänzend noch matt (auf den Fotos wirkt der Lack glänzender, als er ist, weil er noch nicht gänzlich trocken war). Wobei… Beim näheren Beglubschen meiner Nägel würde ich ihn sogar mehr in der matten Ecke ansiedeln.


Ob mir das Finish (Ende? Abschluss? Appretierung? Alles Käse!) so recht gefällt, weiß ich noch nicht, finde es aber zum Thema passend, weil mich der Lack so noch mehr an Jeans erinnert. (Glitzernde Exemplare dieser Gattung haben sich – zu Recht, wie ich finde – nicht durchgesetzt.)

Habt ihr euch schonmal Stoff auf die Nägel geklebt? Und was haltet ihr von schwieriger Schubladisierung einzelner Produkte im Rahmen von Beschreibungszwängen?

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

5 Gedanken zu „[Nagellack] Arbeiterglamour und Schubladisierungsschwierigkeiten

  1. OK, sich Stoff auf die Nägel zu kleben ist mir bisher noch nie in den Sinn gekommen aber ich bin immer ganz versucht mir dieses holografische Geschenkpapier auf die Nägel zu montieren. Vielleicht mache ich es irgendwann mal… irgendwann.

    Den Lack habe ich auch (habe alle 3 Jeans-Lacke gekauft) und finde ihn super. Das Blau ist wirklich sehr hübsch und durch dieses halbmatte Ergebnis (Alternative für finish[?]) + den extremen… Schimmer/Glitzer/Partikelkram sieht es echt nach Jeans aus. Verrückt.

    Liebe Grüße,
    Tüdel ~ 🙂

    • Geschenkpapier ist natürlich auch ’ne Idee. Wie gedenkst du das denn anzustellen? Einfach auf Klarlack patschen oder mit Nagelkleber? Falls es mal je dazu kommen sollte, natürlich. 😉

      Ich hab‘ nur zwei der Jeanslacke, hellblau und den dunkleren. Aber ich überlege ernsthaft, mir noch den Dritten zu holen. (Ich glaub‘, da gab’s auch noch ’nen Roten, oder? Aber irgendwie zählt der für mich nicht.)
      „Ergebnis“ wäre ’ne Möglichkeit, stimmt mich aber auch noch nicht ganz zufrieden. Ach, blödes Englisch mit seinen schwer ersetzbaren Wörtern, hrmpf!

    • Argh. ich. fühle. mich. herausgefordert. Ganz schwer herausgefordert. Aber… nein, die Vernunft, die realistischerweise verlauten lässt, dass das höchstwahrscheinlich in einem Desaster endet, ist stärker. Noch.

  2. Pingback: [Nagellack] Noch mehr Arbeiterglamour | ego.konsum.kosmos

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