[Nagellack] Eine unerwartete Wendung

Es war einmal ein Lack aus dem Hause Chanel. Der hieß „Péridot“ und kostete ein kleines Vermögen, weil große Namen von Marken abartig viel Geld dafür verlangen, dass ihr Logo irgendwo drauf prangt. Nun fanden viele viele Menschen diesen Lack schön, hatten aber keinen Dukatenscheißer daheim. Das merkten viele viele Kosmetikfirmen und brachten viele viele (mehr oder weniger identische) „Péridot“-Klons auf den Markt.
Der halbwegs informierte Nagellackinteressent sah und sieht sich also mit einer schier unbändigen Schwemme quasi gleicher Lacke konfrontiert, und manch einer, so wie ich, reagierte genervt und trotzig und ignorierte das gesamte Angebot.
So zumindest ich. Nun gibt es aber das kleine Problem, dass auch Catrice eine „Péridot“-Kopie im Standardsortiment führt, welches sich nun ja auch im von mir recht häufig besuchten DM bestaunen lässt. Und, tja, was soll ich sagen? Nachdem ich den sogenannten „Genius in the Bottle“ um die fünfzigmal gekonnt ignoriert habe, bin ich nun doch dem so hübsch schillernden Fläschcheninhalt erlegen. Ich muss gestehen, dass ich schon die Flasche den halben Tag lang bewundernd anstarren könnte, zumal die Flaschenform den duochromen Effekt wirklich gut zur Geltung bringt.

Erfahrungsgemäß ist davon auf dem Nagel nicht mehr ganz so viel zu sehen. Weil ich nicht zu schwarz als „Unterlack“ greifen wollte, nahm ich schimmerndes Dunkelblau und trug darauf eine Schicht des angeblichen Genies auf.
Zugegebenermaßen sieht man vom Blau darunter nicht mehr viel. Ich startete zwar mit einer dünnen Schicht des goldgrünen Gefunkels, durch die man noch recht viel des Blaus darunter wahrnahm, aber der Effekt war mir zu ungleichmäßig, sodass ich doch noch mehr Klonlack auftrug.

Da mir jetzt aber das Blau doch zu wenig präsent war, nahm ich endlich mal wieder – täTÄtäTÄtäTÄÄÄ – meine Stampingutensilien zur Hand und stempelte ein dunkelblaues Fischnetz (mit der Konadschablone m57 und dem Konadlack „Royal Purple„) darüber.
Gold mit grünem Schimmer plus Blau gefällt mir wirklich gut, yes.

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp zum etwas angenehmerem Lackieren bei geringem Flaschenfüllstand: Wenn die Flasche zugeschraubt ist, ist ja meist noch alles schön und man bekommt noch einen Tropfen Lack auf den Pinsel – spätestens bei Nagel zwei wird’s allerdings anstrengend. Die Lösung ist erschreckend simpel, mir aber trotzdem lange nicht eingefallen: Man schmeiße das Fläschchen einfach um – und schon kommt man viel besser an die Reste.
Yeah! Wenn das nicht mal ultra hilfreich und informativ war! (We love… halbe Sätze.)

Seid ihr im Besitz irgendeiner der Kopien? Oder hängen sie euch allesamt zum Hals raus?

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4 Gedanken zu „[Nagellack] Eine unerwartete Wendung

  1. Ik muss ja janz ehrlich sagen, das Muster gefällt mir, die Farbe find ich irgendwie komisch. Also schlecht finde ich es nicht aber ungewohnt. Äußerst interessant, sollte ich ähnlich mal mit Dunkelgrün oder braun ausprobieren.

    Von den „Klonlacken“ habe ich tatsächlich sogar 2, einmal „Firework“ von Douglas und den Flaschengeist von Catrice. Mir war ziemlich egal dass etliche Marken auf den Peridot-Zug aufgesprungen sind, ja mei ich habs mir ja schon gedacht wie Peridot immer bekannter wurde. War schon so mit Black Pearl und Paradoxal und wird auch mit den nächsten Chanel-Lacken so sein. 22€ für nen Lack seh ich so oder so nicht ein, selbst wenn ich Geld kacken könnte wäre mir das zu teuer und da kommt es mir ganz gelegen wenn mir die Chanel-Farbe gefällt.

    Liebe Grüße,
    Tüdel ~ 🙂

    • Echt? Ich nehme an, du redest von der Stampingfarbe? Also ich fand die Kombination jetzt alles andere als „gewagt“, sondern sehr stimmig, fast schon zwingend. Aber so sind die Geschmäcker halt verschieden. Braun wäre wiederum wohl nicht mein Fall.

      Stimmt ja, um den Firework habe ich dich heimlich beneidet. Wobei ich mir den wegen meiner Goldabneigung nicht geholt habe, hätte ich nämlich bestellen müssen. Und irgendwie wirken Lacke ja doch nochmal ganz anders, wenn man sie direkt vor sich hat. Und vom Catrice-Dshini bin ich immer noch ziemlich begeistert (spät, aber doch^^) – ich mag die Flasche gar nicht von meinem Tisch räumen, weil sie so toll schillert.
      Naja, wenn ich Geld kacken könnte, würd‘ ich wohl auch 22€ ausgeben – aber dann nicht für sowas wie Peridot, sondern für Holos. Das ist echt meine Achillesverse, so Regebogengefunkel macht mich zum sabbernden Kleinstkind, das nur noch „WILL HABEN WILL HABEN“ plärrt. Aber ein Minirest Vernunft schleicht sich auch da ein und lässt mich beispielsweise die China-Glaze-OMGs (das LILA! Wahnsinn!) bewundern, aber nicht für 30-60€ kaufen.

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