Free your konsumsüchtiges mind

Ich weiß ja nicht, ob Sie’s schon wussten, aber…

…es gab da letztens so eine Aktion bei diversen Blogs, die sich darauf konzentrierte, ein wenig von der beautyblogtypischen Produkt- und Markenfixiertheit wegzukommen. Bei Godfrina könnt ihr mehr dazu lesen.

Abgesehen von dem Geheimnis, das darum gemacht wurde, fand ich diese Aktion sehr gelungen. Und sie hat mich zum Nachdenken angeregt. Denn zumindest für mich soll das Bloggen nicht bloß dem reinen Vorstellen von Produkten dienen. Darum habe ich mich in letzter Zeit bemüht, und werde das auch in Zukunft häufiger tun, öfter mal einen markenfreien Beitrag zu posten.

Denn es geht definitiv auch ohne.

Allerdings, bevor hier Missverständnisse aufkommen: Ich werde nicht krampfhaft bloß keine Produkte mehr beim Namen nennen. Insbesondere im Nagellacksektor geht es für mich gar nicht ohne (ich jedenfalls würde keinen Blog lesen wollen, der mir zwar Maniküren zeigt, aber niemalsnimmernicht die verwendeten Lacke benennt und zeigt). Und auch abseits dessen werde ich nach wie vor Pflege- und sonstige Produkte vorstellen. Aber ich werde auch immer wieder mal bewusst markenfrei bloggen, weniger konsumorientiert. Diese Beiträge (auch Ältere passen in diesen Bereich) findet ihr in Zukunft unter dem Label „markenfrei„. Super auch für Leute, die sich leicht zum Kauf von wasauchimmer animieren lassen und gerade nicht das Geld dafür haben. 😉 Soll’s ja geben, sowas, hab ich gehört…

Was haltet ihr davon? Mögt ihr’s lieber „werbefrei“ oder lest ihr Blogs hauptsächlich wegen Produktrezensionen u.Ä.?

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

8 Gedanken zu „Free your konsumsüchtiges mind

  1. Ich bin zwar keine Labelwhore, aber ich finde nix dabei, Marken zu nennen und ich finde auch nicht unbedingt, dass man das Markenfixierheit nennen kann. Und wenn ich markenfixiert bin, dann will ich auch nicht davon weg 😀 Diese markenfreie Woche hat mir ehrlich gesagt nix gegeben und den Sinn dahinter hab ich auch nicht so richtig verstanden, muss ich zugeben.

    • Ja, jedem das Seine, jeder soll so bloggen, wie es ihm gefällt. Muss auch nicht jeder was mit anfangen können. Und ich werd ja auch weiterhin die Dinge beim Namen nennen. Ich selbst find’s ja auch zu interessant, zu wissen, was verwendet wird, um dauernd darauf verzichten zu wollen. Das wird also kein Dogma, kein Krampf. Ich glaub nur, dass man, wenn man’s mal ohne versucht, vielleicht auch mal wieder andere Ideen hat als immer auf den gewohnten Trampelpfaden zu wandern.

  2. Ich finde das gar nicht schlecht. So schaut man eher in seine Bestände, ob man sowas ähnliches nicht schon hat. Aber das mache ich (mittlerweile, das war nicht immer so) eigentlich in den meisten Fällen unabhängig davon, also auch wenn da das genaue Produkt steht. Deswegen finde ich es für mich als Leser jetzt nicht so sinnvoll. Verstehe aber den Sinn dahinter. Man löst sich als Blogger etwas aus der Hypewelle um irgendwelche Produkte (man denke z.B. an den Hype um die Urban Decay Naked Paletten, die ja auch nicht ganz billig sind und die auf einmal jeder haben MUSSTE. Auf jedem Blog ist einem eine Zeit lang die Naked Palette, erst die erste, dann die zweite entgegengesprungen, bis ich mir sogar fast mal überlegt habe sie mir irgendwie zu wünschen oder zuzulegen, weil ich mit „neutralen“ Farben ja nicht sooo ausgestattet bin blabla und die ist ja so praktisch, was eigentlich kompletter Blödsinn ist! Manchmal finde ich gehypte Produkte auch gut und bin froh darauf aufmerksam geworden zu sein, wie z.B. Sugarpill oder Sleek Paletten. Aber die passen auch besser zu mir, als die nackige Palette.
    Langes Gefasel, ich finde es gut dadurch mal ein bisschen zum Innehalten anzuregen und Gedanken anzustoßen „Habe ich sowas in der Art nicht schon? Wenn nicht, hat es vielleicht einen guten Grund und ich trage sowas eigentlich gar nicht?“. Den Leser vor sich selbst zu schützen ist m.E. nicht die Aufgabe eines Bloggers und würde zu weit gehen. Kommt also immer darauf an.

    Grüße von der in letzter Zeit etwas Schweigsamen 😉

    • Poah, du warst jetzt aber fleißig. Vielen Dank dafür und willkommen zurück. 🙂

      Das stimmt schon, eigentlich ist es nicht Aufgabe des Bloggers, die Kauflust seiner Leser zu bremsen. Allerdings bin ich mit dem umgekehrten Fall auch nicht ganz einverstanden… Okay, ich informiere mich auch gerne durch Blogs über bestimmte Produkte, aber ich merke auch, dass da in mir teilweise Begehrlichkeiten geweckt werden, die es ohne Blogs gar nicht gegeben hätte. Natürlich muss da jeder für sich selbst entscheiden, wie er es hält, klarer Fall. Ich beobachte nur eben mich auch als Leser und ziehe daraus Schlüsse für meinen eigenen Blog. Und ich für meinen Teil lese gern auch mal was Anderes als immer nur Produktvorstellung xy. Wichtig ist mir eben das „mal“ – ich werd jetzt nicht meinen ganzen Blog umkrempeln und höchstens einmal im Monat ein Produkt benennen, so ist das nicht gedacht. Einfach nur hin und wieder.

      • Ja, so find ich das ja auch eigentlich gut. Mich hat nur dieses Geheimnis darum auf anderen Blogs etwas genervt. Aber wenn ich das richtig gelesen habe, dich auch ^^

  3. Einerseits hat es mich gefreut, interessante Artikel zu lesen, auf die Blogger auf der Suche nach „markenfreien“ Themen gekommen sind.
    Andererseits halte ich nichts davon, zwanghaft da Marken wegzulassen, wo Produkte in der Anwendung gezeigt werden. Nicht jeder, der Beautyblogs liest, besitzt eine riesige Kosmetiksammlung, in der er zig Alternativen, manche Leser bauen vielleicht gerade erst einen Grundstock auf und suchen dort gezielt Kaufanregungen. Und wenn ich eine tolle Farbe sehe, kann ich, wenn sie benannt ist, auch leichter Swatches vergleichen, ob aus meiner Schminksammlung oder zu Alternativprodukten (günstigeren oder Naturkosmetik o.ä.)
    Ich habe und verwende bisher z.B. keine blauen Lidschatten, möchte mich aber gern rantrauen – da gehe ich aber eher so vor, dass ich mir bunte AMUs anschaue und dann drunter schaue, welche Produkte verwendet wurden, als dass ich mir nur Swatches anschaue – würden AMUs ohne Produktangaben gezeigt, ist das zwar hübsch anzuschauen, für mich aber nicht hilfreich.

    • Klar, zwanghaft soll es schonmal gar nicht werden, deswegen werd ich auch keinen bewusst markenfreien Wochentag oder sowas machen. Und auch anders als bei der Aktion werd ich auf Nachfrage sowieso sagen, was da zur Anwendung kam – wenn ich es denn noch weiß.^^
      Ich will das ja auch gar nicht so halten, dass mein Fokus jetzt total darauf liegt und ich möglichst selten Produkte benenne, das ist nicht der Plan. Ich werde im Großen und Ganzen bloggen wie bisher, aber ich merke einfach, dass es auch ein Stück weit befreiend ist, sich nicht dauernd darum zu scheren, ob das Produkt jetzt möglichst realistisch abgelichtet ist und dass ich ja etwaige Nachteile dazuschreiben müsste usw.
      Darum geht’s mir hauptsächlich: Mal eine etwas andere Perspektive einzunehmen. Aber eben nur hin und wieder, nicht zwanghaft und andauernd. Denn klar, ein Nutzen, den ich aus anderen Blogs ziehe, ist die Information über Produkte. Das werd ich auch bei mir keinesfalls ausklammern.

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