Ein Haustier namens „Mischmasch“

Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretJa, was haben wir denn hier in der Konserve (aka „der überquellende Ordner voller unveröffentlichter Fotos, der mich in meinen schlaflosen Nächten verfolgt und endlich ans Licht will“) gefunden? Genau, ein Ombre. Das Ombretier streift schon seit einiger Zeit durch die Nagellackwälder und ernährt sich von unschuldigen Bloggern und anderen Lebewesen, die sich mehr oder minder ausgiebig mit der Dekoration ihrer Keratinplatten beschäftigen. Im Gegensatz zu seinen weitaus größeren Artgenossen wie dem Holo, dem Stamping oder dem gerade hordenweise grassierenden Sand gibt sich das Ombretier weitaus subtiler. Man munkelt, es wäre möglicherweise verwandt mit dem Blutegel oder der Zecke: Ganz unbemerkt heftet es sich an dich, und ehe du dich’s versiehst, hast du eines Tages einen Farbverlauf auf den Nägeln.

Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretOffenbar wurde ich dabei dann auch gleich noch mit einem gewissen Purismus infiziert, der mich dazu drängte, meinen Verlauf aus nur zwei Lacken zu gestalten und die Zwischentöne selbst zu mischen. Diese Lacke sind Catrice‘ „Pool Party at Night und essence‘ „Got a Secret (soweit ich weiß, sind beide nicht mehr erhältlich, Korrekturen nehme ich gerne entgegen). Oder auch „Mittelblau“ und „Hellgrau“ für die einfacheren Gemüter.
Catrice auf den Daumen, essence auf den kleinen Finger… und für den Rest: Fröhliches Gepansche! (Für den Mittelfinger je ein Tropfen, für die anderen beiden eine Mischung von 2:1.)Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Für die, die aus der frühkindlichen Phase des „Wir mischen mal alles, was wir mögen (Schokolade, Kartoffelbrei, Apfelsaft, Kinderzwerge) zusammen und sind sicher, dass das Ergebnis auch lecker ist“ noch nicht ganz raus sind, ein Heidenspaß. Umrühren nicht vergessen, und dann ab auf die Nägel.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Im Gegensatz zu jenen kulinarischen Experimenten von damals befiel mich hier nicht jene niederschmetternde Ernüchterung. Stattdessen darf das Ombretier gerne bei mir wohnen bleiben. Da es genügsam ist, konnten wir uns problemlos darauf einigen, dass ich derlei im Rhythmus „ab und zu“ vollführen werde.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretSeid ihr dem Ombretier schon persönlich begegnet, und welches Verhältnis pflegt ihr zu ihm? Reizt euch das Selbermischen oder findet ihr es völlig ausreichend, verschiedene ähnliche Lacke zu benutzen?

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Nagellack und verschlagwortet mit , , , von Ego. Permanentlink.

Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

12 Gedanken zu „Ein Haustier namens „Mischmasch“

  1. Sehr cool! 😀 Hab ehrlich gesagt noch nie Lacke selbst gemischt, hab einfach nicht so weit gedacht. Eigentlich ist es aber wahrscheinlich der sinnvollere Weg, weil man dann offensichtlich schönere Übergänge zwischen den Farben bekommt. Muss ja nicht sein, dass das so stimmig wird, wenn man einfach ähnliche Lacke nimmt.
    Ombre hab ich meistens gemacht, in dem ich eine Schicht lackiere und die andere Farbe dann auf jeden Nagel mit einem Schwamm auftupfe. ich weiß immer nicht, ob es eine ‚offizielle‘ Version gibt wie man Ombre-Nails machen muss. (Gibt es ein Nageldesign-Komitee und haben die dazu eine Meinung?) Habe schon beides gesehen und finde beides toll. 🙂

    • Danke. 🙂
      Und schön, dass jemand meinen Purismus versteht – ich seh nämlich fast ausschließlich die Version, wo einfach ähnliche Lacke aufgetragen werden. Was auch gut aussieht, keine Frage. Aber irgendwie find ich die Selbstmischvariante „richtiger“. Weil irgendwie… originärer. Oder so.

      Die Schwämmchentupferei ist auch immer cool, mag ich auch gern (z.B. hier zu sehen). Für mich heißt das allerdings Gradient (wobei ich das auch hin und wieder als Ombre bezeichnet finde). Und Ombre ist halt das hier. So in meiner Definition (bei Google findet man aber unter Ombre beides, Gradient und „mein“ Ombre). Dann kann man’s auseinanderhalten.

      ‚Ne offizielle Form gibt’s nicht, ich mach’s genau so wie du. Es gibt aber noch die Perfektionistenvariante, ich schau mal, ob ich sie finde… Ahja, hier. Das sieht mir aber nach zu viel Aufwand aus, um ehrlich zu sein. Und die Lidschattenapplikatoren, die ich dafür nehm, sind auch zu klein dafür. Und zumindest bei Schimmerlacken reicht meine Variante völlig. Für Cremelacke ist aber vielleicht die aufwändigere Version doch besser, wenn ich mir mal diese älteren Bilder so ansehe…

      • Hm … Gradient, schon mal gehört, macht auch Sinn – vielleicht sollte ich mich an die Namenskonvention mal gewöhnen 😉

        Mir wäre aber die „Perfektionsvariante“ auch zuviel Aufwand … nehme zwar auch solche Schwämmchen aber ganz so viel Wirbel betreibe ich glaube ich nicht. Und deine Blau-Grün-Gelb-Variante ist doch auch schön, war vielleicht nur schwieriger, weil die helle Farbe auf die dunklere kommt. Deine Variante mit dem Schimmerlack gefällt mir auch sehr gut!

      • Naja, es ist ja keine allgemeine Konvention (geht das, 1-Mann-Konvention? :mrgreen:), sondern nur meine selbstgewählte Definition. Aber praktischer find ich’s schon.

        Danke schön. 🙂 Ja, auf jeden Fall war das „heikler“, gerade weil auch das Gelb schon solo alles andere als deckend auftrifft. Aber vielleicht mach ich das wirklich nochmal mit der anderen Variante für schönere Übergänge. Wenn ich mal so viel Verve aufbringen kann.^^

  2. Das finde ich aber schön, dass du den kleinen Ombretieren bei dir so ein liebevolles zu Hause gegeben hast!
    Und Selbermischen…echt jetzt?! Einfach wie genial, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, ich pinsel stundenlang am Nagelrad und lasse es dann doch sein, weil es nicht passt 😀

  3. Pingback: Fortgeschrittener frisurieller Vandalismus | ego.konsum.kosmos

  4. Ich hab das auch mal probiert, aber bei mir sah’s nicht so schön aus wie bei dir! 🙂 Bei mir haben sich die Farben letztendlich nicht genug voneinander unterschieden.
    Auf jeden Fall hübsch anzusehen!

  5. Pingback: Die Goldene Himbeere 2014 | ego.konsum.kosmos

Gib deinen Senf dazu. Ich freu' mich über jeden Senf.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s