[Mach’s dir selbst – oder besser doch nicht?] Ganznagelsticker

Ich weiß ja nicht, ob ihr’s noch wisst, aber vor einiger Zeit hatte ich mal ein deprimierendes Erlebnis mit diesen hippen Ganznagelstickern, die’s mittlerweile überall gibt. Ich bin immer noch sauer auf die Rotzdinger und boykottiere sie nach wie vor. Leider finde ich die zugrunde liegende Idee, sich quasi eine fertige Maniküre auf die Nägel zu pappen und die miese Trocknungszeit und ähnliche Umstände schlicht zu umgehen, dennoch reizvoll.

Glücklicherweise haben viele Nagelblogger viele originelle Einfälle, und so stieß ich irgendwann mal über eine Anleitung zum Selberbasteln. Exakt diese Anleitung konnte ich leider nicht mehr finden, aber sie ist auch simpel und schnell wiedergegeben:
DIY GanznagelstickerMan nehme dickere Plastikfolie, wie z. B. einen Gefrierbeutel, und pinsele darauf in der gewünschten Grundfarbe ein größeres Rechteck (halt ungefähr so, dass man am Ende genug Fläche für zehn Nägel hat, logisch). Dieses lasse man dann trocknen und verziere es anschließend in gewünschter Weise. Sodann schneide man es – nach erneuter Trocknungszeit, versteht sich – in zehn Stücke und diese dann optional nochmal etwas in Form, bevor man sie sich auf die Fingernägel klebt (wie genau das vonstatten zu gehen hat, darüber gibt es verschiedene Meinungen: entweder mit Klarlack darunter oder darüber. Auf unlackierten Nägeln würde ich zu Variante eins raten.) Das mit der nichtvorhandenen Trocknungszeit ist dann natürlich nicht mehr gegeben, aber die ist immer noch erheblich kürzer, als wenn man das ganze Brimborium direkt auf dem Nagel veranstaltet hätte.

Ich habe mich dabei für den Klassiker Schwarz als Basis entschieden, und dann Schimmerrot und Silber per Strohhalm aufgepustet, weil das beim ersten Versuch so mies in die Hose gegangen ist. Und dann hab ich mich gefreut, weil ich ja jetzt viel weniger Rumgespritze von meinen Fingern entfernen muss. Hach, was war das mal wieder schlau von mir!DIY Ganznagelsticker

Nicht. Denn statt Rumgespritze musste ich natürlich endlos viel schwarzen Lack an den Rändern entfernen (trotz vorherigen ungefähren Zuschnittes). Und wenn irgendeine Lackfarbe sich beim Korrigieren wie ein Arschloch verhält, dann mein ansonsten so hochgeschätztes Schwarz! Dauernd kriecht einem die schwärzliche Suppe unter-über-um Nagelhaut und Nagelränder. Es ist ein wahres Schmutzfest. Und die Ränder fransen mir auch grundsätzlich aus. Immer.
DIY Ganznagelsticker

Irgendwann habe ich resigniert und mir mantra-artig vorgebetet, das fiele ja gar nicht so auf und ach guck mal, wie hübsch das Muster ist!

DIY GanznagelstickerAm Ende war ich aber doch nur mittelmäßig zufrieden, und vor allem hege ich immense Zweifel daran, dass diese Methode weniger aufwendig gewesen wäre als die „Klassische“. Insbesondere mit dem von mir so heißgeliebten elendigen Rumgeschmierekorrigiere.

Nichtsdestotrotz wird das nicht mein letzter Versuch gewesen sein, da ich bei meiner Anleitungssuche auf ein paar äußerst faszinierende Varianten gestoßen bin, die des Nachmachens harren.

Habt ihr schon mal solche „Sticker“ selbst gebastelt, und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Und wer kriegt beim Korrigieren von (insbesondere schwarzem) Lack noch regelmäßig mittelschwere Krisen?

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Über Ego

Jahrgang ’88, Mensch von Hund, Vegetarierin und Teilzeitveganerin, Piercingjunkie, Chemophobikerin (und Raucherin, wie paradox!), Mäuseköttelanspitzerin musikliebend; tierliebend; foto(gra)fierend; kompliziert simpel; realistisch, optimistisch, pragmatisch pessimistisch; hibbelig; (un)geduldig; links, rechts, geradeaus und rückwärts

9 Gedanken zu „[Mach’s dir selbst – oder besser doch nicht?] Ganznagelsticker

    • Hallo, du kannst ordentlich Nägel lackieren, ohne die ganze Fingerhaut einzusauen! Das find ich feinmotorisch anspruchsvoller als dieses Gedingse. 😉
      Wenn’s dir um die Ränder geht: Man kann natürlich auch Klarlack als Untergrund nehmen und dann da irgendwas Hübsches aufbringen.
      Aber muss ja auch nicht, ich will dich jetzt nicht sonstwie dazu belabern. 😉

    • Was kannst du dir nicht vorstellen, und wie es geworden ist, sieht man doch…? Oder meinst du was Anderes?

      Um den Halt geht’s dabei nicht, der dürfte denk ich ziemlich ähnlich sein wie bei ’ner „normalen“ Maniküre. Es geht halt um die Zeit- und für mich auch (aber das hat ja diesmal nicht geklappt^^) Reinigungs-Ersparnis. Außerdem kann man bei solchen Zufallsmustern wie meinem Rumgespritze gezielt die Stellen rauspicken, die einem am besten gefallen.

      Berichte mal, wenn du das ausprobiert hast. 🙂

      • Ach sind das die Nägel, die mit der Folie beklebt sind? Dachte das wären die Nägel „konventionell bespritzt“ 😉 …bin manchmal bissle langsam, sorry.
        ja, wenn ichs ausprobiere werde ich berichten 🙂

    • Das muss gar nicht besonders dünn ausfallen. Ist ja bei ’ner normalen Mani nicht anders: optional Unterlack, bei mir Minimum zwei Schichten Farblack, evtl. noch Stamperei oder Splatterei (was ja allerhöchstens ’ne halbe Schicht ist^^) und Überlack. Mit dem Schwarz hatte ich, weil’s davon nur eine Schicht brauchte, sogar noch eine weniger. Also bei weiiiitem noch ein Klumpnägelalarm.
      (Außerdem gehen dickere „Sticker“ vermutlich beim Abziehen weniger schnell kaputt als Dünne.)

  1. Hallo, ich hab dich grad mit diesem Artikel gefunden 🙂
    Das Folien /Aufkleber machen ist mein Lieblingsthema und da muss ich jetzt gleich mal senfen :o)

    Du kannst das Kleckermuster, so wie jedes andere auch, auf Klarlack machen und dann auf schwarz lackierte Nägel pappen 🙂 dann musst du nicht so rumsauen beim Versäubern.
    Dies nur als kleiner Tipp. Und je dünner die Folie, deato besser klebt sie ohne Faltenwurf. Dazu kann man das Muster so machen, dass es „links rum“ richtig ist und so aufkleben, dass die Folie oben ist, dann abziehen. Man muss aber auf den richtigen Trockenpunkt achten, sonst klappts nicht.

    Habe dazu auch Tutorials geplant.. mal sehen, wann ichs schaffe :o)
    Aber einiges kannst du schon auf meiner gallery entdecken, wenns dich interessiert.

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Moni

    • Danke für deinen Kommentar. 🙂

      Ja, die Idee mit dem Klarlack kam mir zwar auch, aber ich wollte mir ja die ganze Maniküre „sparen“ (bzw. deren Trockenzeiten). Auf Dauer werd ich das sicher aber auch mal ausprobieren, vor allem, seit ich mal irgendwo ausgemalte Stampingmotive gesehen hatte (die funktionieren auch nach diesem „auf links“-Prinzip, das du erwähntest).

      Wieso die Folie allerdings auf links dünner sein soll, erschließt sich mir nicht so richtig. O.ô Kannst du mir das nochmal erläutern?

      Ich werd mal bei dir reinschauen, klar interessiert mich das. 🙂

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