[Mach’s dir selbst – oder besser doch nicht?] Ganznagelsticker

Ich weiß ja nicht, ob ihr’s noch wisst, aber vor einiger Zeit hatte ich mal ein deprimierendes Erlebnis mit diesen hippen Ganznagelstickern, die’s mittlerweile überall gibt. Ich bin immer noch sauer auf die Rotzdinger und boykottiere sie nach wie vor. Leider finde ich die zugrunde liegende Idee, sich quasi eine fertige Maniküre auf die Nägel zu pappen und die miese Trocknungszeit und ähnliche Umstände schlicht zu umgehen, dennoch reizvoll.

Glücklicherweise haben viele Nagelblogger viele originelle Einfälle, und so stieß ich irgendwann mal über eine Anleitung zum Selberbasteln. Exakt diese Anleitung konnte ich leider nicht mehr finden, aber sie ist auch simpel und schnell wiedergegeben:
DIY GanznagelstickerMan nehme dickere Plastikfolie, wie z. B. einen Gefrierbeutel, und pinsele darauf in der gewünschten Grundfarbe ein größeres Rechteck (halt ungefähr so, dass man am Ende genug Fläche für zehn Nägel hat, logisch). Dieses lasse man dann trocknen und verziere es anschließend in gewünschter Weise. Sodann schneide man es – nach erneuter Trocknungszeit, versteht sich – in zehn Stücke und diese dann optional nochmal etwas in Form, bevor man sie sich auf die Fingernägel klebt (wie genau das vonstatten zu gehen hat, darüber gibt es verschiedene Meinungen: entweder mit Klarlack darunter oder darüber. Auf unlackierten Nägeln würde ich zu Variante eins raten.) Das mit der nichtvorhandenen Trocknungszeit ist dann natürlich nicht mehr gegeben, aber die ist immer noch erheblich kürzer, als wenn man das ganze Brimborium direkt auf dem Nagel veranstaltet hätte.

Ich habe mich dabei für den Klassiker Schwarz als Basis entschieden, und dann Schimmerrot und Silber per Strohhalm aufgepustet, weil das beim ersten Versuch so mies in die Hose gegangen ist. Und dann hab ich mich gefreut, weil ich ja jetzt viel weniger Rumgespritze von meinen Fingern entfernen muss. Hach, was war das mal wieder schlau von mir!DIY Ganznagelsticker

Nicht. Denn statt Rumgespritze musste ich natürlich endlos viel schwarzen Lack an den Rändern entfernen (trotz vorherigen ungefähren Zuschnittes). Und wenn irgendeine Lackfarbe sich beim Korrigieren wie ein Arschloch verhält, dann mein ansonsten so hochgeschätztes Schwarz! Dauernd kriecht einem die schwärzliche Suppe unter-über-um Nagelhaut und Nagelränder. Es ist ein wahres Schmutzfest. Und die Ränder fransen mir auch grundsätzlich aus. Immer.
DIY Ganznagelsticker

Irgendwann habe ich resigniert und mir mantra-artig vorgebetet, das fiele ja gar nicht so auf und ach guck mal, wie hübsch das Muster ist!

DIY GanznagelstickerAm Ende war ich aber doch nur mittelmäßig zufrieden, und vor allem hege ich immense Zweifel daran, dass diese Methode weniger aufwendig gewesen wäre als die „Klassische“. Insbesondere mit dem von mir so heißgeliebten elendigen Rumgeschmierekorrigiere.

Nichtsdestotrotz wird das nicht mein letzter Versuch gewesen sein, da ich bei meiner Anleitungssuche auf ein paar äußerst faszinierende Varianten gestoßen bin, die des Nachmachens harren.

Habt ihr schon mal solche „Sticker“ selbst gebastelt, und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Und wer kriegt beim Korrigieren von (insbesondere schwarzem) Lack noch regelmäßig mittelschwere Krisen?

Ein Blumenfeuerwerk

Kinder, wie die Zeit vergeht. Also mal schnell noch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch nachträglich, sowie ein frohes neues Jahr (für meine imaginären chinesischen Leser kommt das gar nicht mal verspätet) gewünscht und flux weiter im Text…

KIKO 333 + Silk TaupeUnd zwar mit einem Neuerwerb einer Schablone (ihr wisst schon, Nägel bestempeln, die Grobmotoriker-/Bastelfreudenmethode zur Nagelverschönerung), auf die ich schon lange ein Auge hatte: Die Konad m64 mit den hübschen Blumen. KIKO 333 + Silk Taupe 2
[Nerdmodus*]Wobei ich mir die natürlich vor allem deshalb gekauft hab, weil’s so ’ne schöne Quadratzahl ist, deren Wurzel dann auch noch 2³ ist. Ein wahrer Mathematikertraum. Dass mir die Motive dann auch noch gefallen, konnte ja keiner ahnen.[/Nerdmodus]
(*man ist ja schließlich keine Tussi, um Himmels Willen!)

Als Testkombination musste ein Klassiker herhalten: Lila – ich krieg einfach zur Zeit nicht genug von dieser Farbe – und natürlich… Holo. Oder wieder in Zahlen: KIKOs „333“ (also nur halb böse, ist doch toll) +  „Silk Taupe aka 399“ [was 732 ergibt, was leider nicht durch 64 teilbar ist, dafür aber immer noch durch 2²].
KIKO 333 + Silk Taupe.pg
Und schon hat man ein Blumengefunkel sondergleichen. (Das war anscheinend meinem „neuen“ Computer zu viel, anders kann ich mir nicht erklären, dass er die Bilder so dunkel gemacht hat. Und ja, das war der Computer, meine Bearbeitung war perfekt und überhaupt nicht zu dunkel, ist ja wohl klar!)

KIKO 333 + Silk Taupe 3

Vermiest euch ein fieser Troll im Computerinneren auch manchmal eure Bilder aus lauter Neid?
Und was haltet ihr von den Funkelblumen? Und lila? Und allen anderen Fragen, die man aus meinem Beitrag nur so ableiten kann?

Rosen auf Weißgold

Schwarzweißgüldene NägelMal wieder so ’ne Art Nail Art. Von irgendwoher inspiriert (ich hab leider keinen blassen Dunst mehr, woher). Weiß geschwämmchent mit Gold (ich glaube, es war einer von Catrice, aber der Name steht ja auf der Flasche, und die Flasche befindet sich derzeit in meiner Wühlkiste – versucht ihr mal, aus 300 kleinen Fläschchen eine bestimmte rauszuwühlen, ein Krampf!). Und dann eine schwarze Schnörkelrose draufgestempelt.
Schwarzweißgüldene Nägel 2Die Vorlage war betitelt mit „orientalisch“. Ob ich das hier jetzt so orientalisch finde, weiß ich nicht. Und irgendwie fand ich’s etwas befremdlich, weil nicht unbedingt mein Stil. Aber schön, nichtsdestotrotz.
Schwarzweißgüldene Nägel 3(Ich bin übrigens gerade schwer neidisch auf meine damalige Nagellänge. Neidisch auf sich selbst sein hat doch auch mal was für sich. Dann kann man den ganzen schönen Konflikt „Möööh, warum hast du so lange Nägel, und ich nicht? *mimimi*“ – „Aber ähm… ich bin doch du.“ – „Das ist doch völlig egal, ich hab jetzt kurze Nägel! Also kann ich dir nichtmal vernünftig die Augen auskratzen, verdammte Hacke! Das Leben ist so gemein.“ ganz mit sich allein ausfechten.)

Hier noch ein kleines „Hinter den Kulissen“. Oder „Wie das praktische Ergebnis nach dem Gedankengang ‚Also Stampinglack ist doch hochdeckend, das müsste doch prima deckendes Weiß abgeben‘ aussieht“:
Stampinglackweiße NägelAuch wenn es einen anderen Eindruck macht: Ich habe kein Tipp-Ex dafür benutzt, ich schwöre!
(„Ausbügeln“ ließ sich das übrigens recht gut mit einer Schicht von mies deckendem Arschlochlack-Weiß.)

Wie gefällt euch das? (Sowohl der TippEx-Look als auch der (vermeintlich) Orientalische?) Habt ihr auch gern so hochgradig geniale Ideen, die sich in der Realität dann als… nicht so toll erweisen? Und stören euch die fehlenden Lacknamenangaben?

Das pigmentierte Fiasko

essence pigment "18 little mermaid"Àpropos Pigmente: Essence behauptet ja, dass man die Pigmente der Marke neben Augenbemalungen auch für die Lippen und die Nägel verwenden kann. An Zweiterem hatte ich eher weniger Interesse (wobei türkisfarbene oder grüne Lippen sicher auch einen ganz speziellen Reiz hätten), aber diese Nagelsache wollte doch ausprobiert werden.
Essence Pigment Little Mermaid als NagellackSo begab es sich, dass ich mir „Little Mermaid“ zur Brust nahm und in Reste von irgendeinem klaren Lack schüttete. Dann kräftig und ausgiebig mit ’nem Zahnstocher drinrumgerührt, und am Ende hatte ich schimmernd türkisfarbenen Nagellack. Schön. In der Flasche.

Auf den Nägeln hingegen…
Essence Pigment Little Mermaid als Nagellack 3
…klumpig und ungleichmäßig.Essence Pigment Little Mermaid als Nagellack 2
Essence Pigment Little Mermaid als Nagellack 4Besonders deutlich wird die Ungleichmäßigkeit am Daumen.

No me gusta.
Oder auch: Bläh.
Mag sein, dass es  besser funktioniert hätte, wenn ich Metallkugeln in die Flasche gegeben hätte (dafür sind mir meine Piercingkugeln aber zu kostbar), oder weniger Pigment, oder oder oder.
Wie auch immer, ich glaube, ich bleibe fürs erste bei fertiggemischten Lacken. Und hau mir das Pigment lieber aufs Auge. Da macht es sich bedeutend besser für meinen Geschmack.

Habt ihr schonmal mit Pigmenten Lack fabriziert (so im Hausgebrauch meine ich, liebe Giftmischerin ;))? Ist es euch gelungen? Oder euch die Lippen buntgefärbt?

Eine gar königliche Vereinigung

Astor Copper KingAls ich letztens mal wieder einen Drogeriemarkt meines vorsichtigen Vertrauens auf der Suche nach interessanten neuen Nagellacken durchstöberte, und mehr durch Zufall auch dem Astor-Regal, das sonst nur wenig Beachtung meinerseits findet, durchsah, fand ich zu meiner völligen Überraschung eine Kollektion von duochromen Lacken vor. Duo-(bis multi-)chrom! Da musste was mit, keine Frage. Es wurde dann also nebenstehender Kandidat mit dem Namen „Copper King(auf dem Fläschchen steht zwar „Cooper King“, da aber in den Pressemitteilungen immer erste Variante genannt wurde und Kupferkönig auch etwas mehr Sinn macht als Böttcherkönig, tippe ich auf einen Tippfehler in der Produktion).

Astor Copper KingObwohl mir auf kurzen Nägeln, wie ich sie derzeit trage (ihr wisst schon, ich trage sie so losgelöst von meinen Finger hoch erhoben durch die Gegend), schimmernde Lacke nicht recht gefallen wollen, musste diese schillernde Schönheit einfach ausprobiert werden. Wie sich das für Duochromes gehört, auf einer Schicht schwarz. Da war dann auch eine Schicht des vermeintlichen Kupfers genug.Astor Copper King
Der Flascheneindruck hat nicht zu viel versprochen, die Partikel schillern eifrig von lila (hier nur ansatzweise zu erkennen, aus nicht so abgewinkelten Perspektiven aber die dominante, quasi die Grundfarbe) über kupfer zu goldgrün. Es ist ein Fest! Zwar von Herbstfarben, wie ich bei näherer Betrachtung zugeben muss (und ich werd doch immer so trotzig bei Jahreszeiten“notwendigkeiten“), aber schöööön. Auf längeren Nägeln sicherlich noch viel mehr als auf meinen Stümmelchen.

Nfu.Oh 51Doch damit nicht genug, das Ego’sche Chaotenhirn ersann eine potenzielle Ver(schlimm?)- besserungs-möglichkeit: Vor geraumer Zeit fand ich irgendwo in den Untiefen des WWW (wenn ich wüsste, wo, würd ich’s natürlich verlinken) Bilder, auf denen Ihre Majestät, die Königin (oder auch Nfu.Oh 51), dazu gebracht wurde, auch auf den Nägeln das volle Farbspektrum aus der Flasche zu offenbaren. Der Trick bestand darin, Sie auf einen duochromen Untergrund aufzubringen. Und da ja nun der obige Lack – wie auch Ihre Majestät – als Grundfarbe lila aufweisen, erschien mir diese Vereinigung durchaus wagenswert.

Erstmal ein mieses Blitzfoto zum Beweis meiner Lila-Ausführungen…
Astor Copper King + Nfu.Oh 51

Und nun die königliche Partnerschaft in voller Schönheit:Astor Copper King + Nfu.Oh 51
Welch schönes Paar!Astor Copper King + Nfu.Oh 51

Doch halt, es ging ja um die Nachstellung des Nfu’schen Flaschenregenbogens. Werfen wir nochmal einen Blick auf ihn…
Nfu.Oh 51
…und vergleichen:

  • Lila – check!
  • Rot – check!
  • Kupfer/Gold/Orange – check!
  • Grün – check!
  • Blau – ähm… sprechen wir nicht davon.

Auch wenn ich meine Mission nicht ganz erfüllen konnte, hab ich doch ein schönes Paar zusammengebracht.
Findet ihr nicht auch? Was haltet ihr von der Astorkollektion? Gelungen oder interessieren auch solche Spielereien gar nicht? Und wer kennt den Schlüssel zum Geheimnis der Königin?

Ein Haustier namens „Mischmasch“

Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretJa, was haben wir denn hier in der Konserve (aka „der überquellende Ordner voller unveröffentlichter Fotos, der mich in meinen schlaflosen Nächten verfolgt und endlich ans Licht will“) gefunden? Genau, ein Ombre. Das Ombretier streift schon seit einiger Zeit durch die Nagellackwälder und ernährt sich von unschuldigen Bloggern und anderen Lebewesen, die sich mehr oder minder ausgiebig mit der Dekoration ihrer Keratinplatten beschäftigen. Im Gegensatz zu seinen weitaus größeren Artgenossen wie dem Holo, dem Stamping oder dem gerade hordenweise grassierenden Sand gibt sich das Ombretier weitaus subtiler. Man munkelt, es wäre möglicherweise verwandt mit dem Blutegel oder der Zecke: Ganz unbemerkt heftet es sich an dich, und ehe du dich’s versiehst, hast du eines Tages einen Farbverlauf auf den Nägeln.

Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretOffenbar wurde ich dabei dann auch gleich noch mit einem gewissen Purismus infiziert, der mich dazu drängte, meinen Verlauf aus nur zwei Lacken zu gestalten und die Zwischentöne selbst zu mischen. Diese Lacke sind Catrice‘ „Pool Party at Night und essence‘ „Got a Secret (soweit ich weiß, sind beide nicht mehr erhältlich, Korrekturen nehme ich gerne entgegen). Oder auch „Mittelblau“ und „Hellgrau“ für die einfacheren Gemüter.
Catrice auf den Daumen, essence auf den kleinen Finger… und für den Rest: Fröhliches Gepansche! (Für den Mittelfinger je ein Tropfen, für die anderen beiden eine Mischung von 2:1.)Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Für die, die aus der frühkindlichen Phase des „Wir mischen mal alles, was wir mögen (Schokolade, Kartoffelbrei, Apfelsaft, Kinderzwerge) zusammen und sind sicher, dass das Ergebnis auch lecker ist“ noch nicht ganz raus sind, ein Heidenspaß. Umrühren nicht vergessen, und dann ab auf die Nägel.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Im Gegensatz zu jenen kulinarischen Experimenten von damals befiel mich hier nicht jene niederschmetternde Ernüchterung. Stattdessen darf das Ombretier gerne bei mir wohnen bleiben. Da es genügsam ist, konnten wir uns problemlos darauf einigen, dass ich derlei im Rhythmus „ab und zu“ vollführen werde.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretSeid ihr dem Ombretier schon persönlich begegnet, und welches Verhältnis pflegt ihr zu ihm? Reizt euch das Selbermischen oder findet ihr es völlig ausreichend, verschiedene ähnliche Lacke zu benutzen?

Doppelt getüpfelt hält besser

KIKO 636 + 628 + P2 Crackle "Black"
Nach meiner Augenschminkeritis mal wieder etwas Handfestes: Nagel Art. Meine Art, die Nägel zu dekorieren, bestand aus der in Nagelbloggerkreisen mittlerweile wohlbekannten Frischhaltefolientechnik (oder auf englisch: Saran Wrap – ich gebe zu, hier gefällt mir die englische Variante ausnahmsweise besser), die auch schonmal hier zum Einsatz kam.
Als Basis diente mir der wunderschöne KIKO-Sandlack „636(hübsche Nummer, aber „Mint“ hätte man schon noch auf die Flasche schreiben können – nein, ich hör so bald nicht auf damit)hier kann man ihn übrigens solo bestaunen. Unverhoffterweise gefällt mir dieser Lack von allen KIKO-Sandlacken (mit Ausnahme des Glitzergrünen) am allerbesten. Ich wusste zuvor nicht, dass ich Mint so mögen könnte.

KIKO 636 + 628Im Gegensatz zu damals (lang, lang ist’s her…) habe ich diesmal allerdings nicht den zweiten Lack (KIKOs „628“ aus der Mirror-Kollektion) auf die Frischhaltefolie (im Folgenden abgekürzt zu FHF, vielen Dank für Ihr Verständnis) aufgetragen, sondern flächig über den Basislack, und dann mit zerknüllter FHF quasi partiell abgetupft. Und hier seht ihr dann das Ergebnis aus Mint + Gold.

KIKO 636 + 628

Gefiel mir zwar schon recht gut, aber irgendwie fehlte mir Kontrast. Zudem wuchs in meinem Kopf gerade die wirklich weltbewegende Frage „Kann man auch mit Cracklelack diese Methode vollziehen?“ heran. Und so konnte ich also nicht umhin, genau das (übrigens mit dem Krakelierschwarz von P2) auszuprobieren. (Natürlich nach einer gewissen Trocknungszeit – die allerdings nicht so lang ausfallen musste, da das Gold ja nun sehr dünn aufgetragen wurde.) Und siehe da, es klappt. Man muss sich allerdings etwas mehr beeilen als mit normalem Lack, da das Krakeliere recht schnell antrocknet und dann logischerweise nicht mehr großartig durch FHF zu beeindrucken ist.

KIKO 636 + 628 + P2 Crackle "Black"

Außerdem passt das matte Cracklefinish (ich hab das jetzt echt geschrieben, ich weiß) hervorragend zu dem des Sandlacks. Und heraus blitzt ein bisschen halbglänzendes Gold. Also ich fand’s ausgesprochen hübsch.

Was haltet ihr vom Doppel-Saran-Wrap? Könnt ihr euch für die Sandoptik im Allgemeinen – und dann noch ohne Glitzer – im Besonderen begeistern? Und, ganz wichtig, fällt euch ein „normaler“, möglichst leicht erhältlicher Lack ein, der die gleiche Farbe hat wie der mintene KIKO?

Nackt, nackter, kaum zu sehen

So gern ich auch von Lacken berichte, die schön sind und mir einfach nur Freude bereiten, so gibt es doch auch immer wieder Exemplare, die mich ärgern und von denen ich mir wünschte, sie nie gekauft zu haben. Immerhin gibt es diese Plattform, und so kann ich euch vor ähnlicher Schmach vielleicht bewahren.
Catrice "Cotton Candy at Eiffel Tower" Um meinem selbsterwählten Bildungsauftrag genüge zu tun, stelle ich euch heute also einen Arschlochlack vor: „Cotton Candy at Eiffel Tower(Denkt denn bei der Namensgebung niemand an die armen Blogger, die das ausschreiben müssen?) von Catrice. Ich meine mal aufgeschnappt zu haben, dass man solche Farben als „Off-White“ bezeichnen könnte. Wenn man denn Schminksprech als Muttersprache zur Verfügung hat. Ich als Fremdsprachler würde das als „fast-weiß mit Gelb- oder Ockerstich“ bezeichnen. Wie wir sehen, kann ich das mit der Farbbezeichnerei immer noch nicht und sollte es lieber weiterhin bleiben lassen.

So, wenn nicht die Farbe und deren Bezeichnung, was ist denn nun das Problem? Ganz einfach: das Mistding deckt nicht. Gar nicht. Unten seht ihr drei(!) – in Zahlen: 3, in Brüchen: 9/3, auf französisch: trois – Schichten. Und immernoch eingefressene Vorlackreste und Abbruchkanten. Und Bläschen gab’s auch noch gratis dazu. Wenn das so soll, dann… find ich’s immer noch doof.
Catrice "Cotton Candy at Eiffel Tower"
Fazit in zwei Worten: Rausgeschmissenes Geld.

Was meint ihr, ist das Konzept oder einfach ein mieses Produkt? Habt ihr diesen Lack und vielleicht bessere Erfahrungen gemacht? Wo liegt eure Schmerzgrenze in Sachen Deckkraft?

Wozu brauch ich ’nen Balkon? Ich hab Nägel!

essence nail effect powder "I'm the moss"Gärtnern und hübsche Fingernägel vertragen sich nicht? Von wegen. Dank Zoya kann man jetzt auch die Nägel bepflanzen:

Das Züchten der ganzen Chose geht erstaunlich schnell und sieht am Ende so aus wie oben gezeigt.
essence nail effect powder "I'm the moss"
essence nail effect powder "I'm the moss"Da es sich bei der Nagelbepflanzerei nur um einen Aprilscherz handelte, ist prompt essence eingesprungen und hat, in etwas simpler, Kunstrasen für die Nägel auf den Markt gebracht. In Form des schon seit längerer Zeit (Achtung, Schenkelklopfer:) grassierenden Samtpudertrends. Die Fusseln gibt’s in der „Guerilla Gardening„-LE neben dem hier gezeigten „I’m the Moss“ auch noch in pink. Aber ihr wisst, ja, ich und pink…
Also musste die grüne Variante herhalten, auch wenn ich die farblich auch nicht so toll finde. Kunstrasig halt.

Das Verfahren ist simpel: Ähnlich farbigen Lack auftragen (in meinem Fall war das der KIKO296), dann auf den noch nassen Lack das Puder streuen, antrocknen lassen und Restflusen wegpusten (oder pinseln, aber pusten hat gereicht).
Und schon hat man Flauschnägel. Sieht komisch aus und fühlt sich auch so an. Überlebt erstaunlicherweise auch Händewaschen. Hält aber trotzdem nicht besonders lang, nach ca. einem Tag war der Spaß schon erheblich ausgedünnt und nur noch Reste zu sehen.
Trotzdem ’ne lustige Geschichte, die ziemlich flott und einfach gemacht ist.

Was haltet ihr von plüschigen Nägeln? Habt ihr das auch schonmal versucht?

Wedeln wir uns doch mal einen von der Palme

P2 Summer Attack LE "Green Palm Tree"Es grünt so grün, die Rosen blüh’n, ich krieg ’nen Fön, doch grün ist schön.

Passend dazu also, und um den Sommer anzulocken, gibt’s hier und heute den einzigen Lack, der mich aus der P2-Sommer-LE wirklich angesprochen hat. Na was heißt angesprochen, er hat eher laut nach mir gerufen, durch den ganzen Laden hat er gebrüllt: „EEEEY, HIER, EEEEEGO! GUCK MAL, WIE SCHÖN ICH BIN!“. Und tja, ich konnte ihm nicht widersprechen.
Green Palm Tree„, so sein Name, erstrahlt in schönstem… na ratet mal, genau – grün. Dazu glitzert er auch noch goldig. Es ist eine Pracht.

Die hübschen Lackkleckser am Deckel sind übrigens so nicht mitgeliefert worden, sondern selbstgemacht per Runterschmeißen der Flasche. P2 Summer Attack LE "Green Palm Tree"(Es ist erstaunlich, wie stabil die Dinger sind, mir ist noch keine Einzige zu Bruch gegangen, dabei werden sie desöfteren von mir zu Sturzübungen animiert *ähem*.)

Wer sich wundert: Nein, der Lack hat keine zwei unterschiedlichen Oberflächen, ich habe nur spaßeshalber Daumen und Ringfinger mattiert. Was ich auch ganz hübsch finde, allerdings nicht direkt neben der hochglänzenden Version, dagegen stinkt matt irgendwie doch ziemlich ab. In Zukunft gibt’s da für mich wohl nur noch entweder oder.

Und jetzt nochmal in groß, weil’s so schön ist.
P2 Summer Attack LE "Green Palm Tree"
So glitzrig er auch aussieht, beim Ablackieren benimmt er sich glücklicherweise nicht wesentlich zickiger als „normale“ Lacke. Noch ein Pluspunkt. Aber in erster Linie begeistert mich natürlich diese Faaaaaaaarbe. Ja, ich bin verliebt.

Wie gefällt euch der grüne Palmenbaum? Habt ihr auch was aus der LE mitgehen lassen?
Und wer ist noch der Meinung, dass ich mir meinen Platz unter den ganz großen Köpfen der Dichtkunst redlich verdient habe?