Eye like to mauve it, mauve it

Alverde Quattro Mauve Sensation AMUSeit langer, laaaanger* Zeit hege ich einen heimlichen Schwarm. Er (oder sie oder es) ist einfach zauberhaft. Wunderschön. Ja, ich gebe es zu. Es geht mir nur ums Aussehen.
Ich traf ihn (oder sie oder es) in Dem Märchenwald für Kosmetikliebhaber. Fortan warf ich nicht nur ein, sondern gleich beide Augen auf ihn (oder s… ihr wisst schon). Es war Liebe auf den ersten Blick. Bei jedem Besuch in Dem Märchenwald liebäugelte ich mit ihm, hin und wieder berührte ich ihn sogar. Ich war betört, bezaubert, von Sinnen. Doch die Stimme der Vernunft riet mir immer wieder ab. In einer Fernbeziehung geht die Leidenschaft nicht so schnell abhanden, wer wüsste schon, wie es denn ausginge, wenn ich den Alltag mit ihm verbringen müsste?

Doch eines mittelprächtigen Tages hielt ich es nicht mehr aus. Ich wollte doch so dringend mit ihm zusammen sein. Also entriss ich ihn seinem Kerker, warf der Wächterin des Märchenwaldes eine Ablösesumme hin und eilte von dannen. Mit ihm. Dem alverde QuattroMauve Sensation„.
*das es erst seit September gibt – ich hätte schwören können, meine Liaison dauerte JahreAlverde Quattro Mauve Sensation
Ein malvenfarbener Traum in malvenfarben. Oder „mauve“, wie das in schick heißt. Oder „irgendwas in Richtung lila“, wie das in meiner Welt heißt.
An dieser Stelle muss ich alverde loben, dass sie so nett an die Blogger gedacht haben, und extra zum Handrückenbeschmieren einen Lidschattenapplikator beigelegt haben. Also, davon gehe ich wenigstens aus, denn für Augenbemalungen taugen die Dinger ja bekanntlich nicht.
Alverde Quattro Mauve Sensation Swatch
Hier beschlichen mich dann auch erste Zweifel an meiner Partnerwahl. „Bissken schwach auf der Brust, der Gute.“ war mein erster Eindruck bei der Bemalung auf nackter Haut. Aber so schnell wollte ich ihn nicht aufgeben. Leichte Bindungsangst? Nichts, was ein bisschen Lidschattenbasis (in meinem Fall von ebenderselben Firma) nicht beheben könnte!

Aber jetzt zur Sache, Schätzchen! Ich hab beide Augen auf dich geworfen, also werf ich dich jetzt auf selbige. (Ausnahmsweise mit was drunter, wir wissen ja jetzt, dass du das so brauchst.)
Alverde Quattro Mauve Sensation
Augenbemalung #1: Heller Ton im Innenwinkel, zweiter Ton aufs restliche Lid, dritter Ton in/über Lidfalte & am Außenwinkel
(Beachtliche Zieltgenauigkeit, oder? Und da sag noch mal einer, ich kann nicht werfen!)
Alverde Quattro Mauve Sensation AMU

Und weil im Lieferumfang von Körper 1.0 praktischerweise gleich zwei Augen enthalten sind, gibt’s auf Spielwiese #2…
Alverde Quattro Mauve Sensation AMU
…Augenbemalung #2: Ton 1 im Innenwinkel, Ton 3 flächig auf dem Rest und Ton 4 (der nicht wirklich schwarz, sondern eher anthrazit ist) in und um die Lidfalte.
Siehe auch ganz oben.

Was man auf den Fotos leider nicht erkennt: Ton 3 (die dunklere Malve) schimmert. Allerdings kommt das auf schwarzem Kajal oder ähnlichen Scherzen doch erheblich besser zum Tragen, wie ich zugeben muss.

Alverde Dark AubergineEin Vergleich drängte sich mir übrigens auch noch auf, als mir mit Schrecken einfiel, dass ich möglicherweise eine solche Farbe schon besitze, nämlich in Form vom (längst ausgestorbenen) „Dark Aubergine„. (Hier kann man ihn – oder sie oder es – übrigens in Aktion begutachten.)
Also musste auch er sich dem Handrückentest stellen, und da wurde mir dreierlei klar: Vergleich Alverde Quattro Mauve Sensation & Dark Aubergine

  • 1. mein neuer Schwarm ist einzigartig
  • 2. ich weiß wieder, warum ich das alte Schätzchen quasi nie benutze
  • 3. Lidschattenbasis wirkt Wunder

Wie mögt ihr Malve am liebsten? Am Auge, als Tee, oder doch lieber naturbelassen im Garten? Und benutzt ihr auch immer brav eure Lidschattengrundierung oder haltet ihr’s da wie die meisten Menschen mit der Zahnseide?

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Eine gar königliche Vereinigung

Astor Copper KingAls ich letztens mal wieder einen Drogeriemarkt meines vorsichtigen Vertrauens auf der Suche nach interessanten neuen Nagellacken durchstöberte, und mehr durch Zufall auch dem Astor-Regal, das sonst nur wenig Beachtung meinerseits findet, durchsah, fand ich zu meiner völligen Überraschung eine Kollektion von duochromen Lacken vor. Duo-(bis multi-)chrom! Da musste was mit, keine Frage. Es wurde dann also nebenstehender Kandidat mit dem Namen „Copper King(auf dem Fläschchen steht zwar „Cooper King“, da aber in den Pressemitteilungen immer erste Variante genannt wurde und Kupferkönig auch etwas mehr Sinn macht als Böttcherkönig, tippe ich auf einen Tippfehler in der Produktion).

Astor Copper KingObwohl mir auf kurzen Nägeln, wie ich sie derzeit trage (ihr wisst schon, ich trage sie so losgelöst von meinen Finger hoch erhoben durch die Gegend), schimmernde Lacke nicht recht gefallen wollen, musste diese schillernde Schönheit einfach ausprobiert werden. Wie sich das für Duochromes gehört, auf einer Schicht schwarz. Da war dann auch eine Schicht des vermeintlichen Kupfers genug.Astor Copper King
Der Flascheneindruck hat nicht zu viel versprochen, die Partikel schillern eifrig von lila (hier nur ansatzweise zu erkennen, aus nicht so abgewinkelten Perspektiven aber die dominante, quasi die Grundfarbe) über kupfer zu goldgrün. Es ist ein Fest! Zwar von Herbstfarben, wie ich bei näherer Betrachtung zugeben muss (und ich werd doch immer so trotzig bei Jahreszeiten“notwendigkeiten“), aber schöööön. Auf längeren Nägeln sicherlich noch viel mehr als auf meinen Stümmelchen.

Nfu.Oh 51Doch damit nicht genug, das Ego’sche Chaotenhirn ersann eine potenzielle Ver(schlimm?)- besserungs-möglichkeit: Vor geraumer Zeit fand ich irgendwo in den Untiefen des WWW (wenn ich wüsste, wo, würd ich’s natürlich verlinken) Bilder, auf denen Ihre Majestät, die Königin (oder auch Nfu.Oh 51), dazu gebracht wurde, auch auf den Nägeln das volle Farbspektrum aus der Flasche zu offenbaren. Der Trick bestand darin, Sie auf einen duochromen Untergrund aufzubringen. Und da ja nun der obige Lack – wie auch Ihre Majestät – als Grundfarbe lila aufweisen, erschien mir diese Vereinigung durchaus wagenswert.

Erstmal ein mieses Blitzfoto zum Beweis meiner Lila-Ausführungen…
Astor Copper King + Nfu.Oh 51

Und nun die königliche Partnerschaft in voller Schönheit:Astor Copper King + Nfu.Oh 51
Welch schönes Paar!Astor Copper King + Nfu.Oh 51

Doch halt, es ging ja um die Nachstellung des Nfu’schen Flaschenregenbogens. Werfen wir nochmal einen Blick auf ihn…
Nfu.Oh 51
…und vergleichen:

  • Lila – check!
  • Rot – check!
  • Kupfer/Gold/Orange – check!
  • Grün – check!
  • Blau – ähm… sprechen wir nicht davon.

Auch wenn ich meine Mission nicht ganz erfüllen konnte, hab ich doch ein schönes Paar zusammengebracht.
Findet ihr nicht auch? Was haltet ihr von der Astorkollektion? Gelungen oder interessieren auch solche Spielereien gar nicht? Und wer kennt den Schlüssel zum Geheimnis der Königin?

Ein Haustier namens „Mischmasch“

Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretJa, was haben wir denn hier in der Konserve (aka „der überquellende Ordner voller unveröffentlichter Fotos, der mich in meinen schlaflosen Nächten verfolgt und endlich ans Licht will“) gefunden? Genau, ein Ombre. Das Ombretier streift schon seit einiger Zeit durch die Nagellackwälder und ernährt sich von unschuldigen Bloggern und anderen Lebewesen, die sich mehr oder minder ausgiebig mit der Dekoration ihrer Keratinplatten beschäftigen. Im Gegensatz zu seinen weitaus größeren Artgenossen wie dem Holo, dem Stamping oder dem gerade hordenweise grassierenden Sand gibt sich das Ombretier weitaus subtiler. Man munkelt, es wäre möglicherweise verwandt mit dem Blutegel oder der Zecke: Ganz unbemerkt heftet es sich an dich, und ehe du dich’s versiehst, hast du eines Tages einen Farbverlauf auf den Nägeln.

Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretOffenbar wurde ich dabei dann auch gleich noch mit einem gewissen Purismus infiziert, der mich dazu drängte, meinen Verlauf aus nur zwei Lacken zu gestalten und die Zwischentöne selbst zu mischen. Diese Lacke sind Catrice‘ „Pool Party at Night und essence‘ „Got a Secret (soweit ich weiß, sind beide nicht mehr erhältlich, Korrekturen nehme ich gerne entgegen). Oder auch „Mittelblau“ und „Hellgrau“ für die einfacheren Gemüter.
Catrice auf den Daumen, essence auf den kleinen Finger… und für den Rest: Fröhliches Gepansche! (Für den Mittelfinger je ein Tropfen, für die anderen beiden eine Mischung von 2:1.)Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Für die, die aus der frühkindlichen Phase des „Wir mischen mal alles, was wir mögen (Schokolade, Kartoffelbrei, Apfelsaft, Kinderzwerge) zusammen und sind sicher, dass das Ergebnis auch lecker ist“ noch nicht ganz raus sind, ein Heidenspaß. Umrühren nicht vergessen, und dann ab auf die Nägel.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Im Gegensatz zu jenen kulinarischen Experimenten von damals befiel mich hier nicht jene niederschmetternde Ernüchterung. Stattdessen darf das Ombretier gerne bei mir wohnen bleiben. Da es genügsam ist, konnten wir uns problemlos darauf einigen, dass ich derlei im Rhythmus „ab und zu“ vollführen werde.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretSeid ihr dem Ombretier schon persönlich begegnet, und welches Verhältnis pflegt ihr zu ihm? Reizt euch das Selbermischen oder findet ihr es völlig ausreichend, verschiedene ähnliche Lacke zu benutzen?

Die Leiden der jungen Möchtegernfotografin und eine Entjungferung

alverde Gel Eyeliner "Extreme Black" Heute ist so ein Tag, da kann ich mich nicht recht entscheiden, ob ich in die Tischkante beißen oder doch lieber meine beiden Kameras mit voller Wucht an die nächste Wand schmeißen möchte. Miserable Bilder, wohin mein wundes Auge blickt. Da ich allerdings vermute, dass die Kameras nur partiell und die Tischkante überhaupt nichts für meine Frustration können, lass ich es lieber.

Und zeige euch stattdessen die besten der miserablen Bilder, die ich rund um den alverde Gel Eyeliner „Extreme Black“ fabriziert habe. Mein erster Geleyeliner übrigens, ich bin also blutige Anfängerin auf diesem Gebiet. Was an der Packung (oder ist es ein Topf? Nein, da mach ich Reis drin) schonmal auffällt, ist…
alverde Gel Eyeliner "Extreme Black"…eine gewisse Überraschung beim Öffnen. Ziemlich viel Packung für nicht ganz so viel Inhalt. (Was man hier nicht erkennt: der Boden könnte locker fast einen halben Zentimeter dünner ausfallen, denn erst da beginnt die Befüllung.) Eine kleine Mogelpackung also.

alverde Gel Eyeliner "Extreme Black" SwatchNichtsdestotrotz ist sicher genug drin für einige Augenbemalungen. Aber wie sich das für den ordentlichen Beautyblogger® gehört, wird der Neuerwerb erstmal auf den Handrücken geschmiert: einmal mit viel „Produkt“ (ein korrektes, aber gefühlt überstrapaziertes Wörtchen), dann mit wenig, und dann großflächig. (Der kleine Kringel rührt vom Versuch her, eine Wellenlinie zu zeichnen – das gestaltet sich aber mit abgeschrägtem Eyelinerpinsel doch eher schwierig.) Wie wir sehen, sollte man nicht zu sparsam mit dem Pigmentgel umgehen – dann aber kann man einen recht ordentlichen Lidstrich damit produzieren.

Der Beweis in seiner natürlichen Umgebung, aka in Wimpernnähe:
alverde Gel Eyeliner "Extreme Black" AMU(Hier erkennt man denke ich auch gut, warum ich mir so selten die unteren Wimpern masciere – oder bin ich etwa die Einzige, die eine Assoziation zu Spinnenbeinen dazu  hat?)

Und noch eins, weil’s obwohl’s so unschön ist.
alverde Gel Eyeliner "Extreme Black" AMUFazit: Auch für Geleyelinerjungfrauen gut geeignet. Das Einzige, was mir nicht so ganz gefällt, ist der leichte Glanz (der trocknet auch nicht weg, wie ich anfangs noch hoffte). Vielleicht muss das so, aber ich mag’s dennoch nicht besonders.
Was das bei früheren alverde-Linern gefürchtete Austrocknen angeht, kann ich natürlich noch nicht viel sagen (außer: Wehe!). Sollte es eintreten, wird ein gepfefferter Schmähartikel folgen. Versprochen.

Was haltet ihr von Geleyelinern und dem von alverde im Speziellen? Mögt ihr’s lieber matt oder glänzend am Wimpernkranz?
Und noch eine kleine Umfrage, zu meiner potenziellen Beruhigung:
1. Wie oft versetzt euch misslungenes Fotografieren in Rage? ([ ]täglich | [ ]einmal die Woche, mindestens | [ ]einmal im Monat | [ ]selten bis nie (hinfort, ihr Profis, mein Neid ist euch sicher!)
2. Mussten bereits Gegenstände (Tischkanten, Kameras, Zähne etc.) darunter leiden?

Doppelt getüpfelt hält besser

KIKO 636 + 628 + P2 Crackle "Black"
Nach meiner Augenschminkeritis mal wieder etwas Handfestes: Nagel Art. Meine Art, die Nägel zu dekorieren, bestand aus der in Nagelbloggerkreisen mittlerweile wohlbekannten Frischhaltefolientechnik (oder auf englisch: Saran Wrap – ich gebe zu, hier gefällt mir die englische Variante ausnahmsweise besser), die auch schonmal hier zum Einsatz kam.
Als Basis diente mir der wunderschöne KIKO-Sandlack „636(hübsche Nummer, aber „Mint“ hätte man schon noch auf die Flasche schreiben können – nein, ich hör so bald nicht auf damit)hier kann man ihn übrigens solo bestaunen. Unverhoffterweise gefällt mir dieser Lack von allen KIKO-Sandlacken (mit Ausnahme des Glitzergrünen) am allerbesten. Ich wusste zuvor nicht, dass ich Mint so mögen könnte.

KIKO 636 + 628Im Gegensatz zu damals (lang, lang ist’s her…) habe ich diesmal allerdings nicht den zweiten Lack (KIKOs „628“ aus der Mirror-Kollektion) auf die Frischhaltefolie (im Folgenden abgekürzt zu FHF, vielen Dank für Ihr Verständnis) aufgetragen, sondern flächig über den Basislack, und dann mit zerknüllter FHF quasi partiell abgetupft. Und hier seht ihr dann das Ergebnis aus Mint + Gold.

KIKO 636 + 628

Gefiel mir zwar schon recht gut, aber irgendwie fehlte mir Kontrast. Zudem wuchs in meinem Kopf gerade die wirklich weltbewegende Frage „Kann man auch mit Cracklelack diese Methode vollziehen?“ heran. Und so konnte ich also nicht umhin, genau das (übrigens mit dem Krakelierschwarz von P2) auszuprobieren. (Natürlich nach einer gewissen Trocknungszeit – die allerdings nicht so lang ausfallen musste, da das Gold ja nun sehr dünn aufgetragen wurde.) Und siehe da, es klappt. Man muss sich allerdings etwas mehr beeilen als mit normalem Lack, da das Krakeliere recht schnell antrocknet und dann logischerweise nicht mehr großartig durch FHF zu beeindrucken ist.

KIKO 636 + 628 + P2 Crackle "Black"

Außerdem passt das matte Cracklefinish (ich hab das jetzt echt geschrieben, ich weiß) hervorragend zu dem des Sandlacks. Und heraus blitzt ein bisschen halbglänzendes Gold. Also ich fand’s ausgesprochen hübsch.

Was haltet ihr vom Doppel-Saran-Wrap? Könnt ihr euch für die Sandoptik im Allgemeinen – und dann noch ohne Glitzer – im Besonderen begeistern? Und, ganz wichtig, fällt euch ein „normaler“, möglichst leicht erhältlicher Lack ein, der die gleiche Farbe hat wie der mintene KIKO?

Atompilze und das Wattenmeer, eine Studie in lila und gold

KIKO Pigment Loose Eyeshadow "05 Violet" + alverde Eyeliner "Wattenmeer"Wie an anderer Stelle bereits angedrohtkündigt, gibt’s nach einer Viertel Ewigkeit heute den (limitierten und nicht mehr erhältlichen) alverde Eyeliner „Wattenmeer“ auf farbigem Lidschatten. Und dazu so eine Art Mini-Wiedersehen (aka „Review“), obwohl noch nicht gepostet, zum verwendeten Lidschatten, nämlich dem KIKO Pigment Loose Eyeshadow "05 Violet" + alverde Eyeliner "Wattenmeer"KIKO Pigment Loose Eyeshadow in „Violet(und wieder: liebe KIKO-Leute, gewöhnt euch doch bitte mal an, die Farbnamen mit auf die Produkte zu drucken – insbesondere in diesem Fall ist da nun wirklich Platz genug auf der Verpackung). Das Pigmentdöschen enthält nämlich sagenhafte 6g und ist im Gegensatz zum Eyeliner immer noch käuflich erwerbbar. Gut, die Mengenangabe ist jetzt vielleicht ein bisschen abstrakt, zum Vergleich: die essence-Pigmente bekommt man standardmäßig à 1,7g. Und bei denen weiß ich schon nicht, wie ich die jemals leerbekommen soll. (Sowieso KIKO Pigment Loose Eyeshadow "05 Violet"schwierig, wenn man fast nie Lidschatten verwendet. Belämmertes Kaufverhalten for president!) Hiermit könnte ich also vermutlich in mehreren Kindergärten zu Karneval Schlümpfe-mit-Couperose-Gesichtsbemalungen anbieten und hätte dann immer noch genug Pigment für 40 Jahre Lidbepinselung.

Jetzt aber mal Action, bitte! KIKO Pigment Loose Eyeshadow "05 Violet" + alverde Eyeliner "Wattenmeer"Also am Auge. Lässt sich gut auftragen, erzeugt allerdings logischerweise Fallout (keine Sorge, Atomkrieg ist noch nicht, ich meine herabfallendes Pulver, das dann an augenferneren Stellen des Gesichts landet), wenn man zuviel davon am Pinsel hat. Und vor allem: ist recht farbintensiv. Auch wenn’s auf meinen Bildern KIKO Pigment Loose Eyeshadow "05 Violet" + alverde Eyeliner "Wattenmeer"nicht so aussieht, weil ich versammelte Gurkentruppe in Personalunion ja immer abends rumpinseln und dann mit Blitz fotografieren muss.
Und wie schon im Wattenmeerbeitrag erwähnt: Der scheinbar durchscheinende Eyeliner ist auch auf farbigem Untergrund recht deutlich auszumachen. (Und auf schwarzgemalten Wimpern auch…)

*Für diese Atomkriegsbemalung kam übrigens meine idiotenfreundliche Lidfaltenverdunklungstechnik (Patent beantragt) zum Einsatz.

Besitzt ihr entweder den Eyeliner und/oder ein KIKO-Pigment? Was habt ihr für Pläne für diese verschwenderische Menge an Produkt? Und wie steht ihr zu Beiträgen über längst vergangene (schreib jetzt nicht wieder „Produkt“, schreib jetzt nicht wieder…) Sachen?

[Tag] Selbstdarstellung anhand eines kleinen Fragebogens

Sehr spät, aber doch noch, nehme ich an Miss Booleanas 10-Fragen-Tag teil. Ich glaub, die kann man noch nehmen.

1. Welchen Ort auf der Welt möchtest du unbedingt mal besuchen?

Urheber: Happolati

Ich bin von Natur aus nicht übermäßig reiselustig, was nicht heißt, dass ich nicht gern reise, wenn es sich ergibt. Aber ich habe wenig konkrete Hummeln im Hintern. Ein Ort, an den es mich allein schon aus nostalgischen Gründen („Standard“-Urlaubsort meiner Kindheit) zieht, ist Le-Grau-du-Roi in Südfrankreich. Und dann unbedingt bei Sonnenaufgang am Strand entlangreiten… Wundervoll.

2. Womit kann man dich extrem auf die Palme bringen?
Indem man mir physisch zu nahe kommt. Gut, dass die Gedanken frei sind, sonst säße ich schon längst mehrfach lebenslänglich hinter Gittern für zahllose Totschläge an Supermarktkassen oder im Zug.
Auch ganz übel: Mich nicht ernst nehmen, wenn ich eh schon sauer bin.

3. Bist du ein Apple-Fan, Windows-Jünger oder Unix-Anbeter?
Weder noch. Apple ist mir völlig suspekt wegen dieser „Wir verkaufen keine (überteuerten) Produkte, sondern ein Lebensgefühl„-Geschichte, über Unix weiß ich quasi nichts. Bleibt also nur Windows. Als Jünger würde ich mich aber keinesfalls sehen. Ich nutze auch andauernd Taschentücher, einen Fanclub würde dafür deswegen aber noch längst nicht gründen.

4. Hast du schon Mal einen Manga gelesen oder einen Anime gesehen?
Mir ist einmal so ein eigentümlicher Comic untergekommen, der von hinten nach vorne gelesen werden musste. Wird wohl ein Manga gewesen sein, ist mir aber nicht besonders im Gedächtnis geblieben. Ich bin da schon eher der „Lustige-Taschenbücher“-Freund. (Schon gut, liebe Mangafans, packt die „Wie kann die das vergleichen?!?!?!?!“-Transparente wieder ein, jedem das Seine.)

5. Was ist deine Nr. 1 – Beauty-Abhängigkeit? (Alternativ Food)

Mimi

„Ich bin nicht dick, die Natur hat mir nur etwas zu viel Körper zu meinem Kopf spendiert.“

Abhängig bin ich eigentlich eher von anderen Dingen (Internet, Nikotin, Mimi, sowas halt). Ansonsten muss ich wohl den Nagellack aufgrund meiner ausgeprägten Sammelleidenschaft (ich kaufe selbst in Zeiten, in denen ich mir die Nägel quasi nie lackiere, trotzdem weiter Nagellack… -.-) nennen. Und würde mir mein Abdeckstift abhanden kommen, wäre ich auch etwas unfroh.
Essenstechnisch habe ich so meine Phasen, in denen ich tage-, z.T. sogar wochenlang dasselbe immer wieder esse. Momentan ist das nach einer 99%-Vegan-Episode Spiegelei auf Toast. Zwei Stück, beidseitig leicht kross gebraten mit noch wachsweichem Eigelb, leeecker…
Ich muss mal kurz in die Küche…

6. Ohne was gehst du nie aus dem Haus?
Ganz wichtig, gerade bei den aktuellen Temperaturen: Kleidung. Immer gut: Schlüssel. Leider nötig, weil’s nicht allein sein kann: Hund. Und Taschentücher, weil meine Nase permanent für irgendwelche Marathons (klingt doof, heißt aber so, s. Duden) übt.

7. Was ist dein Lieblingsfilm?
Pan’s Labyrinth. In der Kurzfassung würde ich den Film als ziemlich düsteres Märchen beschreiben. Melancholische Grundstimmung und Ästhetik, zwischendurch brutal, aber eben doch märchenhaft. Es geht um ein Mädchen, das in Zeiten des spanischen Bürgerkriegs mit ihrer schwangeren Mutter zu einem kaltherzigen und -blütigen Stiefvater, einem Hauptmann, zieht. Neben dem Kampfesgeschehen und der schwierigen Schwangerschaft wird das Mädchen von einem nicht unbedingt vertrauenerweckenden Pan/Faun angeleitet, diverse Prüfungen zu bestehen, um zu beweisen, dass sie eine Prinzessin aus einem unterirdischen Reich sei, das sie einst aus Neugier verlassen habe.
Und wenn’s etwas fröhlicher sein soll: Big Fish. Auch so eine Art Märchen, aber heiterer. Allerdings nicht auf die Friede-Freude-Eierkuchen-Wir-haben-uns-alle-lieb-Schiene zu setzen. Ist schließlich ein Tim Burton®. Die Rahmenhandlung liefert der Konflikt eines Vaters, der ein notorischer Geschichtenerzähler ist und durch selbige alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, mit seinem Sohn, der davon über die Jahre völlig entnervt ist und seinen Vater kaum mehr ernst nimmt. Die vielen Geschichten und Abenteuer tragen zur Fröhlichkeit des Films bei, und auch der Konflikt wird noch gelöst.

8. Welche Fremdsprachen sprichst du?
Sprechen eigentlich nur englisch. Ich hatte zwar recht lange Französischunterricht, da ich aber sehr lernfaul war und es nun schon einige Jahre her ist, reicht’s zum Sprechen leider nicht wirklich.

9. Welche (Landes)Küche magst du am liebsten?
Ohweia. Egoisch. :mrgreen: Am ehesten wohl mediterran – bis auf das Fischgedöns.

10. Warum bloggst du?
Weil ich nichts Besse Weil ich gerne Blogs lese (irgendwann wurde dann so ein „Och, das könnt ich doch auch mal machen“ in mir laut) und gern meine Meinung zu Unwichtigkeiten öffentlich ausbreite. Und dann noch gern die Meinungen Anderer zu diesen Unwichtigkeiten oder aber zu meiner Meinung zu jenen Unwichtigkeiten in Erfahrung bringen will. Alle Klarheiten erfolgreich beseitigt? 😉

Meine 10 Fragen lauten:
1. Hast du Haustiere, und wenn ja, warum?
2. Warst du wählen? (Ihr wisst ja noch, diese große Volksabstimmung da letztens.)
3. Was ist deine Lieblingsmusikrichtung? (Mehrfachnennungen möglich)
4. Wie ist dein Verhältnis zu Wärmflaschen?
5. Was war dein schönstes/witzigstes/seltsamstes/sonstwie außergewöhnliches Festivalerlebnis? (Alternativ, falls du noch auf keinem warst: Warum nicht?)
6. Magst du Käse und Marmelade zusammen?
7. Wie stehst du zu Tattoos und Piercings?
8. Wie lange brauchst du zum Einschlafen?
9. Welche moderne Errungenschaft würdest du nicht vermissen, wenn sie nicht erfunden worden wäre?
10. Bist du eher der Großstadt-, Kleinstadt- oder Dorftyp?

Beantwortet hätte ich die gerne von
Tüdellütti
Nebo
Girl Anachronism
Marina (Lacquediction)
und, weil’s schon so lange her ist, darf auch Miss Booleana nochmal ran, wenn sie will.
Natürlich darf sich auch jeder andere, der sich berufen fühlt, die Fragen (wahlweise auf dem eigenen Blog oder hier in den Kommentaren) beantworten. Also haut in die Tasten. 🙂

Neues aus der Anstalt

Hallo Welt,

es gibt mich noch. Aus mehreren Gründen scheint das verwunderlich, exemplarisch soll dafür die Schilderung einer nächtlichen Begebenheit in der 3er-WG, in die ich vor wenigen Wochen gezogen bin, dienen:
Zum besseren Verständnis sei vielleicht kurz ausgeführt, dass sich diese WG aus einem Urzeitmieter zusammensetzt. Danach kommt lange nichts. Dann wir, das heißt, die 23jährige australische Sprachschülerin Trudy (neuerdings aufgrund ihrer ausgeprägten Germanophilie umbenannt in Trüdi), mein Hund und ich.
Jener Urzeitmieter ist 50 Jahre alt und Künstler, genauer gesagt Musiker, kann aber auch sehr passabel malen und zeichnen. Sonst kann er nichts, wenigstens sozial betrachtet. Das allerdings weiß er meistens hervorragend zu kaschieren, bis dann zwischendurch immer heftigere Ausfälle auftreten, in denen er eher einem tyrannischen Despoten mit extremem Hang zu Doppelbindungskommunikation und Kontrollsucht ähnelt. Um es mal freundlich zu formulieren. Diese Ausfälle sind höchstwahrscheinlich seiner chronischen und durchaus bemitleidenswerten Überforderung mit der Gesamtsituation (aka „Leben“) geschuldet. Was mein geschundenes Herzkreislaufsystem nicht daran hinderte, mehrmals kurzzeitig aus Gründen der Angst den Dienst zu quittieren.

Dieser Mitbewohner, der für die lange Zeit, die er schon Deutschland als seinen Wohnort benennen kann, bemerkenswert schlecht verständlich diese unsere Sprache hervorwürgt, lässt uns (wir erinnern uns: Trüdi, Mimi und mich) nur aus finanziellen Gründen in SEINEM Territorium überleben, was womöglich auch erklärt, warum er meinem Besuch aus Gründen des zu hohen Wasserverbrauchs durch die extra anfallenden Toilettenspülungen Hausverbot erteilen zu können gedachte und die Waschmaschinenbenutzung auf einmal im Monat reduzieren wollte. Begründet wurden diese seine Ansinnen nicht spezifisch, sondern lediglich mit dem mindestens zweimal am Tag hervorgebrachten Universalargument „Ich habe finanzielle Probleme, große Probleme, du weißt das, du bist damit einverstanden, sonst wärst du nicht hier, ich will keinen Stress, ich will nur meine Ruhe, ich will nur meine Ruhe, ich will keinen Stress“ (im Übrigen sei dies wohl auch der Trennungsgrund von der Mutter seines Kindes gewesen).
Selbstverständlich wurden diese von mir freundlicherweise als Vorschläge aufgefassten Wunschäußerungen nicht befolgt, was zu einem mehrtägigen kriegsähnlichen Zustand führte. Seither bemühe ich mich um meines Überlebens willen zumindest, den Wasserkocher nur einmal täglich und 90% der Badbeleuchtungsinstallationen nie („Wir sind jung, wir brauchen solchen Luxus nicht“) zu benutzen.

Wenn ich also aus dem nahezu stockdusteren Badezimmer
trete, bleibt mir nur ein Lichtblick: Trüdi. Niedlichkeit bis in die Zehenspitzen und eine schier unbändige Begeisterung für Deutschland samt deutscher Sprache. Von ihr durfte ich erfahren, dass ALLE Deutschen 1. rauchen, 2. Architekten sind oder werden und 3. vor allem unglaublich klug sind. Der nur Marihuana rauchende Musiker ist von Hause aus Chilene und darum nicht in der Lage, an diesem Bild zu rütteln.
Diese ihre Naivität erlaubt es mir auch, darüber hinwegzusehen, dass sie neben Deutschland viel Liebe für die Kaffeehauskette Starbucks® (sie ist seit wenigen Tagen vor Stolz beinahe platzende Besitzern der Starbucks®-Card) und ihr im Vergleich zu einem ordinären Laptop als schier göttlich anzusehendes MacBook (Air!) empfindet. Nur für sie habe ich einen TkMaxx (grauenvoll) betreten und mich dort sogar noch in ein Dirndl (mir fehlten Luft, Brüste und Worte) gezwängt.

Diese Mitbewohnerin also war gestern widerwillig feiern, hat mindestens ein Bier zuviel erwischt und nebenbei einen entfernten Vertreter männlichen Geschlechts mit in die Wohnung des Chilenen gebracht. All das wurde mir schlagartig um sieben Uhr morgens klar, als sich neben mir im Bett nicht mein Hund, sondern ein Mensch mit Kurzhaarfrisur befand, der friedlich unter meiner Bettdecke schlummerte. Vollkommen überzeugt, es müsse sich entweder um eine Halluzination handeln (obwohl sich seine Körperwärme wirklich frappierend real anfühlte) oder sonstwie alles mit rechten Dingen zugehen, bat ich meinen besten Freund, der legitimerweise auch bei mir, nicht aber in meinem Bett nächtigte, um Erklärung:
„Freund? Freuuuund?“ –
„Hm?“ –
(ich hatte einen Arm in die Luft gestreckt, wie damals in der Schule, und knickte nun im Handgelenk ein, um auf die unerwartete Persona non grata zu zeigen) „Wer IST das?“ –
„Hm?“ (er hatte natürlich noch die Augen geschlossen und war nicht gänzlich in der Lage, mir mental zu folgen) –
„Hier, der hier, in meinem Bett! Da liegt doch wer außer mir, oder? Guck mal bitte.“

Nun rieben sich beide, der Junge und der Mann, verschlafen die Augen, der Mann versuchte, sich einen Reim auf den Anblick des Extrapaars Beine in meinem Bett zu machen, der Junge schaute mich verschlafen an. Mein Hund, der sich schon wiederholt in vollkommen ungünstigen Augenblicken als Wachhund hervorzutun versucht hatte, blieb seinem Motto treu, wirklich nur dann wachhündisch tätig zu werden, wenn nicht das geringste Quäntchen an Erfordernis bestünde, und schnarchte friedlich und selig zu Freunds Füßen.
Ich, mittlerweile bei dem Gedanken angekommen, es müsse sich hier um einen Fehler in der Matrix handeln und ich sollte mich möglichst schnell wieder um Schlaf bemühen, um das Auftauchen der Agenten Smith nicht zu bemerken, war des Sprechens noch nicht wieder fähig geworden, weshalb Freund die weitere Korrespondenz mit der menschgewordenen Eigentümlichkeit zu führen hatte:

„Was machst du denn hier?“, fragte er in verwirrt-freundlichem Ton, „Und wie bist du hier reingekommen?“
„Durch die Tür“, antwortete der Jüngling mit einer Selbstverständlichkeit, die zu implizieren schien, dass damit alles gesagt sei und er sich wieder dem Schlaf zuwenden könne. Ich hatte ihm mittlerweile meine Bettdecke entrissen, allein schon, weil es meine war, und dadurch offenbart, dass seine gesamte Kleidung nur aus einer blau-türkis-karierten Boxershorts bestand.
„Du bist sicher durch die Tür gekommen, nicht etwa durchs Fenster reingeklettert?“ (Ein sinniger Gedanke, wie ich anerkennen musste, da sich mein Zimmer im Erdgeschoss und das Fenster im maximal geöffneten Zustand befand. Kurz war ich versucht, den Eindringling als Einbrecher zu betrachten und unter animalischem Gebrüll aus meinem Bett zu treten. Allein Freunds immer noch sehr freundlicher Tonfall hielt mich davon ab. Der macht das schon, dachte ich mir und wartete ab.)
„Nein, nein, ich bin durch die Tür gekommen…“ Der Jüngling blickte sich langsam verwirrt um, „War wohl die falsche Tür, was?“
„Bist du sicher, dass du überhaupt in der richtigen Wohnung bist?“
„Ja schon… Ich war doch nur kurz auf der Toilette… und dann bin ich wieder ins Bett gegangen. Welche Tür hätte ich denn nehmen müssen, die daneben?“
„Genau, nimm mal die daneben“, schlug Freund vor. An dieser Stelle intervenierte ich mit einem „Oh, das ist glaub ich keine gute Idee“ und machte damit Freunds diabolischen Plan zunichte, den Jungen in das Zimmer des selbsternannten Hauptmieters zu lotsen. Im Nachhinein ärgere ich mich sehr über mich, aber ich verfügte nunmal schon immer über eine recht lange Leitung. Sich darüber erneut aufzuregen, wäre so sinnvoll wie der Sonne vorzuwerfen, dass sie die Erde bestrahlt.
Freundlich und hilsbereit brachte ich also endlich Trudy ins Spiel, was mit einer milden Erleuchtung seitens des männlichen Nachwuchses beantwortet wurde und erläuterte ihm den Weg in sein Bestimmungszimmer, was dieser mit einem „Ach so… Tschüss dann“ quittierte und endlich verschwand. Durch die Tür.

Der, dessen Name nicht genannt werden darf, schalt kurz mich, dass ich seine Absichten so nachhaltig durchkreuzt hatte, dann den immer noch friedlich schlummernden Hund für sein klägliches Versagen als selbsterwählter Wachhund. Ich wunderte mich noch kurz darüber, dass der Eindringling nicht spätestens über den im Vergleich zu Trudys Räumlichkeiten wesentlichen komplizierteren und sehr verschlungenen Weg von der Tür ins Bett erwacht war. Freund schlug vor, dass dies wohl einer gehörigen Ethanolintoxikation geschuldet sei. Als ich mich kurz danach ins wie immer schlecht beleuchtete Bad aufmachte, versicherte mir der beißende Geruch von Erbrochenem den 1000promilligen Wahrheitsgehalt dieser Theorie.

Wer bis hierher durchgehalten hat, den möchte ich herzlich bemitleiden. Die obigen Ausführungen sollten eine milde Andeutung enthalten, warum ich in der letzten Zeit (neben Problemen mit dem Internetanschluss) so wenig zum Publizieren gekommen bin und außerdem andere Prioritäten hatte als das Lackieren meiner Fingernägel, wenn dies nicht durch einen nervös bedingten Tremor schon physiologisch eine Unmöglichkeit darstellte.
Eine frische Maniküre ist nämlich beim Putzen der Toilette doch eher hinderlich.

Zum Schluss nur drei Fragen:
0. Bist du deutsche/r Staatsbürger/in?
1. Bist oder warst du nikotinsüchtig?
2. Bist du Architekt/in und/oder gedenkst es zu werden?
3. Wie hoch ist dein IQ? (Profitipp zur absolut zuverlässigen Ermittlung: Blutdruckmessgerät anschließen, auf Auswertung warten und per Zufallsprinzip eine der beiden Zahlen wählen.)

Let’s get matschig!

alverde Lust auf Meer Eyeliner "Wattenmeer"
alverde Lust auf Meer Eyeliner "Wattenmeer" Hier seht ihr, es mag euch fast so sehr erstaunen wie mich, mal keinen Nagellack. Tatsache. Es handelt sich hierbei nämlich vielmehr um ein Utensil zur Augenbemalung, genauer, einen Eyeliner. Namentlich „Wattenmeer“ aus der „Lust auf Meer„-LE von alverde. alverde Lust auf Meer Eyeliner "Wattenmeer"(Der Name ist wohl nicht der attraktivste, den man sich für ein Schminkprodukt ausdenken kann, ich möchte aber an dieser Stelle lobend hervorheben, dass sich alverde nicht dem sonst so üblichen Englischzwang unterworfen hat.) Farblich wohl so eine Art Goldbronze, diese Angabe ist aber wie immer ohne Gewähr. Der Applikator ist ein handelsübliches Pinselchen, mit dem – Achtung, Floskel – man gut „arbeiten“ kann. alverde Lust auf Meer Eyeliner "Wattenmeer"Oder rumschmieren, was in meinem Fall wohl stimmiger ist.

Zur Einstimmung erstmal ein klassischer Swotsch auf dem ansonsten ungeschminkten (ja, ich fühle mich so ganz nackt) Handrücken…

 

…bevor es dann am Auge wirklich ernst wird.alverde Lust auf Meer Eyeliner "Wattenmeer"
Obwohl er hier so einen leicht durchscheinenden Eindruck macht, funktioniert er auch über farbigem Lidschatten gut. Dazu aber ein andermal meer, haha.

Ich bin jedenfalls zufrieden mit meinem Kauf (und massiv stolz auf das noch annähernd rechtzeitige Posten eines LE-Produkts, hossa!).

Wer lässt mit mir die Korken knallen über diese unsagbare Aktualität meines Beitrags? Und seid ihr Besitzer dieses Farbspiels oder eines andere Produkts aus besagter LE? Arbeitet ihr ernsthaft mit euren Schminkutensilien oder geht’s da mehr um Spieltrieb? Oder gar Kunst? Lasst es mich wissen.

Nackt, nackter, kaum zu sehen

So gern ich auch von Lacken berichte, die schön sind und mir einfach nur Freude bereiten, so gibt es doch auch immer wieder Exemplare, die mich ärgern und von denen ich mir wünschte, sie nie gekauft zu haben. Immerhin gibt es diese Plattform, und so kann ich euch vor ähnlicher Schmach vielleicht bewahren.
Catrice "Cotton Candy at Eiffel Tower" Um meinem selbsterwählten Bildungsauftrag genüge zu tun, stelle ich euch heute also einen Arschlochlack vor: „Cotton Candy at Eiffel Tower(Denkt denn bei der Namensgebung niemand an die armen Blogger, die das ausschreiben müssen?) von Catrice. Ich meine mal aufgeschnappt zu haben, dass man solche Farben als „Off-White“ bezeichnen könnte. Wenn man denn Schminksprech als Muttersprache zur Verfügung hat. Ich als Fremdsprachler würde das als „fast-weiß mit Gelb- oder Ockerstich“ bezeichnen. Wie wir sehen, kann ich das mit der Farbbezeichnerei immer noch nicht und sollte es lieber weiterhin bleiben lassen.

So, wenn nicht die Farbe und deren Bezeichnung, was ist denn nun das Problem? Ganz einfach: das Mistding deckt nicht. Gar nicht. Unten seht ihr drei(!) – in Zahlen: 3, in Brüchen: 9/3, auf französisch: trois – Schichten. Und immernoch eingefressene Vorlackreste und Abbruchkanten. Und Bläschen gab’s auch noch gratis dazu. Wenn das so soll, dann… find ich’s immer noch doof.
Catrice "Cotton Candy at Eiffel Tower"
Fazit in zwei Worten: Rausgeschmissenes Geld.

Was meint ihr, ist das Konzept oder einfach ein mieses Produkt? Habt ihr diesen Lack und vielleicht bessere Erfahrungen gemacht? Wo liegt eure Schmerzgrenze in Sachen Deckkraft?