Das pigmentierte Fiasko

essence pigment "18 little mermaid"Àpropos Pigmente: Essence behauptet ja, dass man die Pigmente der Marke neben Augenbemalungen auch für die Lippen und die Nägel verwenden kann. An Zweiterem hatte ich eher weniger Interesse (wobei türkisfarbene oder grüne Lippen sicher auch einen ganz speziellen Reiz hätten), aber diese Nagelsache wollte doch ausprobiert werden.
Essence Pigment Little Mermaid als NagellackSo begab es sich, dass ich mir „Little Mermaid“ zur Brust nahm und in Reste von irgendeinem klaren Lack schüttete. Dann kräftig und ausgiebig mit ’nem Zahnstocher drinrumgerührt, und am Ende hatte ich schimmernd türkisfarbenen Nagellack. Schön. In der Flasche.

Auf den Nägeln hingegen…
Essence Pigment Little Mermaid als Nagellack 3
…klumpig und ungleichmäßig.Essence Pigment Little Mermaid als Nagellack 2
Essence Pigment Little Mermaid als Nagellack 4Besonders deutlich wird die Ungleichmäßigkeit am Daumen.

No me gusta.
Oder auch: Bläh.
Mag sein, dass es  besser funktioniert hätte, wenn ich Metallkugeln in die Flasche gegeben hätte (dafür sind mir meine Piercingkugeln aber zu kostbar), oder weniger Pigment, oder oder oder.
Wie auch immer, ich glaube, ich bleibe fürs erste bei fertiggemischten Lacken. Und hau mir das Pigment lieber aufs Auge. Da macht es sich bedeutend besser für meinen Geschmack.

Habt ihr schonmal mit Pigmenten Lack fabriziert (so im Hausgebrauch meine ich, liebe Giftmischerin ;))? Ist es euch gelungen? Oder euch die Lippen buntgefärbt?

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Die pigmentierte Unvernunft

ChriMaLuxe Pigmente 89, 79, 95, 77, 86, 97, 05, 72
Ich glaube, ich muss nochmal was zum Thema Irrationales Kaufverhalten loswerden. Oder auch „Ego und Lidschatten, eine komplizierte Beziehung“. So seht ihr ja hier immer wieder Augenbemalungen (von denen es in nächster Zeit vermutlich mehr geben wird als Nagelbepinselungen, man lese und staune!). Man könnte also meinen, ich würde regelmäßig Lidschatten tragen. Im Gesicht und nach draußen. Ersteres stimmt, letzteres… gar nicht. In Wirklichkeit trägt es sich folgendermaßen zu: Ego sitzt zu Hause rum, und kriegt, aus welchen Gründen auch immer, Lust, irgendwelche Farben zu kombinieren. Möglichst in Augennähe. Und das grundsätzlich abends (weil das Licht ja dann so toll ist -.-). Also wird da fleißig rumgepanscht geübt, anstatt ins Bett zu gehen, mit den Ergebnissen, die ihr hier ja regelmäßig bewundern begutachten dürft.

Und in meinem unbändigen Hunger nach Farben schaffe ich mir immer wieder neues Material an. Zum Beispiel wunderschöne Pigmente von ChriMaLuxe Minerals, deren es einige gibt. (Irrationalität Nr. 2: Eigentlich wollte ich mir da nur Foundation bestellt haben. Öhöm.) In Anbetracht der großen Auswahl ist mein Bestand von acht Probegrößen ja dann doch eigentlich gar nicht mehr so übertrieben üppig (Ausredenalarm!). Und damit sich diese Investitionen so richtig gelohnt haben, werd ich jetzt mal ganz informativ und stelle euch die schillernden Schönheiten vor.
ChriMaLuxe Pigmente 79, 89, 95, 77
Hier haben wir von links nach rechts die Nummer 79 (früher bekannt als „Dark Russet„), die 89 („Deep Blue„), 95 („Green Velvet„) und 77 („Copper Shimmer„).
Im Handrückenkontext (oben mit Base, unten ohne) stellen sie sich wie folgt dar:
ChriMaLuxe Pigmente 79, 89, 95, 77 Swatches
(Hier habe ich, wie man wohl unschwer erkennen kann, Dark Russet und Deep Blue „verwechselt“ in Bezug aufs Döschenfoto.)

Ich verweigere mich übrigens der unschönen Idee, die Namen durch Nummern zu ersetzen. Mir ist schleierhaft, wie man darauf gekommen ist. Von mir aus ja noch Nummer und Name, wie allgemein üblich, aber kein Name mehr? Ich möchte fast wetten, dass das auch werbepsychologisch nicht klug ist.

ChriMaLuxe Pigmente 86, 97, 05, 72
Und das hier sind 86 („Purple to Gold„), 97 („Emerald Fire„), 05 („Easter„) und 72 („Raspberry„).
Und wieder handrückengeuhrt, wieder oben mit Base, unten ohne:ChriMaLuxe Pigmente 86, 97, 05, 72 Swatches

Was nahezu allen Pigmenten gut tut, ist eine Lidschattenbasis darunter. Ohne halten die meisten kaum bzw. sind sehr blass. Einzig Dark Russet und Copper Shimmer kommen, zumindest auf dem Handrücken, auch genauso gut ohne klar.

Das einzig matte Exemplar ist Easter, was auch mein kleines Problemkind ist, da ich noch nicht wirklich raushabe, wie man dieses schöne Milkalila satt und ohne Flecken ans Auge bekommt. Dazu aber ein andermal mehr.
Dark Russet besitze ich schon länger und hab ihn schon am häufigsten probegepinselt, weswegen das Döschen so leer erscheint. Obwohl es ja zu meinem Austragungsverhalten so gar nicht passt, steh ich voll auf rote Augen. Also, so lidschattentechnisch. (Notfalls auch von ’nem Heulkrampf oder ’ner Allergie, wenn man nichts anderes zur Hand hat.)
Grün musste natürlich sein, wobei Emerald Fire mich irgendwie an den After-Eight-Lack erinnert (den ich nicht leiden konnte, das potenziell ähnliche Pigment hingegen finde ich hübsch). Green Velvet ist (auf entsprechender Grundierung, wir erinnern uns) übrigens nicht so durchscheinend, wie das Foto vermutet lässt, das liegt nur am Blitz .
Ganz besonders fasziniert bin ich aber vom im Döschen recht unscheinbaren Purple to Gold: blasslila Basis mit güldenem Schimmer. Ich möchte das schon fast als duochrom bezeichnen (und da bin ich ja immer dabei).  Das musste also direkt zu einer Augenbemalung verwurstet* werden.
*)Darf man das eigentlich als Vegetarier?
Purple to Gold to Copper - und Alice 3
Purple to Gold to Copper - und Alice 2
Offenbar hab ich beim Bilder-zurecht-friemeln irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen. Oder so. Jedenfalls kamen die mir vorhin nicht annähernd so duster vor. O.ô
Purple to Gold to Copper - und Alice
InSchrägstrichÜber die Lidfalte kam übrigens Dark Russet. Und dann, weil mir das doch etwas zu kontrastarm war, noch Alice had a Vision – Again (von essence) in die Lidfalte höchstselbst. Das war mir dann unglücklicherweise zu kontrastreich, weswegen ich das Dilemma wieder mit Purple to Gold überstrich. Damit hatte ich zwar viele Umstände, aber dann am Ende doch genau die richtige Abdunklung.
Als Lidstrich kam (über schwarzem Kajal) wieder die visionäre Alice zum Einsatz. Wovon man – erneut ein Hoch auf die Fotografin! – praktisch nichts sieht. Also von der Alice. Vom Kajal schon eher.

Die Protagonisten nochmal alleine…
Purple to Gold to Copper - und Alice Zutaten
…und dann gehen wir endlich schlafen. (Oder doch nochmal irgendwas bemalen?)

Kennt ihr ChriMaLuxe (die ich übrigens für den „Unübersichtlichstes Shoppingerlebnis“-Preis nominieren möchte)? Wenn ja, besitzt ihr Pigmente oder MF? Könnt ihr generell mit Pigmenten was anfangen oder ist euch das dann doch zu staubig?

Ein Haustier namens „Mischmasch“

Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretJa, was haben wir denn hier in der Konserve (aka „der überquellende Ordner voller unveröffentlichter Fotos, der mich in meinen schlaflosen Nächten verfolgt und endlich ans Licht will“) gefunden? Genau, ein Ombre. Das Ombretier streift schon seit einiger Zeit durch die Nagellackwälder und ernährt sich von unschuldigen Bloggern und anderen Lebewesen, die sich mehr oder minder ausgiebig mit der Dekoration ihrer Keratinplatten beschäftigen. Im Gegensatz zu seinen weitaus größeren Artgenossen wie dem Holo, dem Stamping oder dem gerade hordenweise grassierenden Sand gibt sich das Ombretier weitaus subtiler. Man munkelt, es wäre möglicherweise verwandt mit dem Blutegel oder der Zecke: Ganz unbemerkt heftet es sich an dich, und ehe du dich’s versiehst, hast du eines Tages einen Farbverlauf auf den Nägeln.

Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretOffenbar wurde ich dabei dann auch gleich noch mit einem gewissen Purismus infiziert, der mich dazu drängte, meinen Verlauf aus nur zwei Lacken zu gestalten und die Zwischentöne selbst zu mischen. Diese Lacke sind Catrice‘ „Pool Party at Night und essence‘ „Got a Secret (soweit ich weiß, sind beide nicht mehr erhältlich, Korrekturen nehme ich gerne entgegen). Oder auch „Mittelblau“ und „Hellgrau“ für die einfacheren Gemüter.
Catrice auf den Daumen, essence auf den kleinen Finger… und für den Rest: Fröhliches Gepansche! (Für den Mittelfinger je ein Tropfen, für die anderen beiden eine Mischung von 2:1.)Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Für die, die aus der frühkindlichen Phase des „Wir mischen mal alles, was wir mögen (Schokolade, Kartoffelbrei, Apfelsaft, Kinderzwerge) zusammen und sind sicher, dass das Ergebnis auch lecker ist“ noch nicht ganz raus sind, ein Heidenspaß. Umrühren nicht vergessen, und dann ab auf die Nägel.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a Secret
Im Gegensatz zu jenen kulinarischen Experimenten von damals befiel mich hier nicht jene niederschmetternde Ernüchterung. Stattdessen darf das Ombretier gerne bei mir wohnen bleiben. Da es genügsam ist, konnten wir uns problemlos darauf einigen, dass ich derlei im Rhythmus „ab und zu“ vollführen werde.
Ombre mit Catrice Pool Party At Night + essence Got a SecretSeid ihr dem Ombretier schon persönlich begegnet, und welches Verhältnis pflegt ihr zu ihm? Reizt euch das Selbermischen oder findet ihr es völlig ausreichend, verschiedene ähnliche Lacke zu benutzen?

Wozu brauch ich ’nen Balkon? Ich hab Nägel!

essence nail effect powder "I'm the moss"Gärtnern und hübsche Fingernägel vertragen sich nicht? Von wegen. Dank Zoya kann man jetzt auch die Nägel bepflanzen:

Das Züchten der ganzen Chose geht erstaunlich schnell und sieht am Ende so aus wie oben gezeigt.
essence nail effect powder "I'm the moss"
essence nail effect powder "I'm the moss"Da es sich bei der Nagelbepflanzerei nur um einen Aprilscherz handelte, ist prompt essence eingesprungen und hat, in etwas simpler, Kunstrasen für die Nägel auf den Markt gebracht. In Form des schon seit längerer Zeit (Achtung, Schenkelklopfer:) grassierenden Samtpudertrends. Die Fusseln gibt’s in der „Guerilla Gardening„-LE neben dem hier gezeigten „I’m the Moss“ auch noch in pink. Aber ihr wisst, ja, ich und pink…
Also musste die grüne Variante herhalten, auch wenn ich die farblich auch nicht so toll finde. Kunstrasig halt.

Das Verfahren ist simpel: Ähnlich farbigen Lack auftragen (in meinem Fall war das der KIKO296), dann auf den noch nassen Lack das Puder streuen, antrocknen lassen und Restflusen wegpusten (oder pinseln, aber pusten hat gereicht).
Und schon hat man Flauschnägel. Sieht komisch aus und fühlt sich auch so an. Überlebt erstaunlicherweise auch Händewaschen. Hält aber trotzdem nicht besonders lang, nach ca. einem Tag war der Spaß schon erheblich ausgedünnt und nur noch Reste zu sehen.
Trotzdem ’ne lustige Geschichte, die ziemlich flott und einfach gemacht ist.

Was haltet ihr von plüschigen Nägeln? Habt ihr das auch schonmal versucht?

Ruinierte Holografie

Meine sehr verehrten Damen und Herren (letztere bitte melden, ich hege Zweifel an Ihrer Existenz),
heute begrüße ich Sie zu einer neuen Ausgabe von „Schlechte Bilder ganz groß„.
KIKO-Holo mit Glitzertopper
Das hier gezeigte Exemplar besticht durch leichte Unschärfe und Kontrastarmut. Das allein reicht aber für unsere schöne Kategorie nicht aus, nein, auch motivseits weiß es durch gekonnte Mangelhaftigkeit zu überzeugen: Da wären neben dem kunstvoll abgebrochenen Zeigefingernagel und der ungleichen Form aller Nägel auch noch der Flusen am Daumen als Highlight zu nennen. Wunderschön scheußlich, nicht wahr?

essence nail art special effect topper "Glorious Aquarius"Was die Fotografin hier zu portraitieren versuchte, war eine Maniküre bestehend aus einem sandfarbenen Hololack als Untergrund, getoppt von einem Glitzerpartikelüberlack. Die Inspiration hierfür solle wohl von Frau Tüdellütti stammen.
Namentlich handele es sich hier um die Lacke „Silk Taupe“ aus dem Hause KIKO und „Glorious Aquarius“ der Firma essence (hier links im Bild). Die Urheberin merkte noch an, sie sei etwas überrascht, dass der Überlack den holografischen Effekt so gänzlich zunichte machte, was ihr bei „normalem“ Überlack so noch nie passiert sei. Sie betont, dass die Nichtsichtbarkeit besagten Effektes nicht lediglich auf ihre fotografischen Unzulänglichkeiten zurückzuführen sei, sondern schlichtweg nicht mehr vorhanden gewesen sei. (Wer’s glaubt…)

KIKO-Holo mit GlitzertopperIm zweiten Anlauf stellte sich unsere MöchtegernHobbyfotografin minimal besser an, weswegen wir das Foto an dieser Stelle – im Sinne unseres Rubriktitels, s.o. – nicht ganz groß zeigen können. Hier fallen lediglich die deutlich sichtbaren Nagelhäute (ein No-Go und immer wieder gern genommener Grund zu ausgiebiger Selbstkritik in Nagelbloggerkreisen) negativ auf. Und der Zeigefingernagel ist natürlich immer noch deformiert.
Dennoch halten wir die Einsenderin der Fotos für durchaus lernfähig. Bis ihre Bilder allerdings ein annehmbares Niveau erreichen können, wird es an dieser Stelle sicher noch einiges zu belächeln präsentieren geben.

Nun, werte Leserschaft, was halten Sie persönlich im Allgemeinen und ganz Speziellen vom hier gezeigten? Missen Sie den holografischen Effekt? Und fühlen Sie sich durch die Fotos visuell belästigt?

Pinke Felsen

KIKO Crackle Rock-Top "603"Ihr wisst ja, ich kann das Krakelieren einfach nicht lassen. Und ihr erinnert euch sicher, dass ich vor einiger Zeit mal den Großteil der limitierten KIKO-Crackle-Lacke kaufte. Weil ich ein lahmes und faules Stück bin Damit euch nicht zu langweilig wird, stelle ich sie nur nach und nach vor. Jetzt also pink mit der Nummer „603„. Wie so oft bin ich zu bequem, den aus Buchstaben bestehenden Namen zu recherchieren, wenn der aber nicht [irgendwas mit „pink“] lautet, ist er sowieso ein Schuss in den Ofen und damit nicht erwähnenswert. (Super gerettet, oder?)

„Unten drunter“ trage ich glaub ich „Luxury Secret“ – diese Angabe ist aber sowohl ohne Gewähr als auch ohne Gewehr zu verstehen. Stattdessen mit Pistole (ihr wisst schon, „Gunmetal Silver“ und so…). Falls es sich also um eben erwähnten Lack gehandelt haben sollte, dürft ihr übrigens an meiner Glaubwürdigkeit zweifeln, habe ich doch über ihn gesagt, dass ich ihn so bald nicht mehr würde tragen wollen. Dann allerdings müsstet ihr auch an der Glaubwürdigkeit der Lackangabe zweifeln und schon haben wir ein Paradoxon.

KIKO Crackle Rock-Top "603"

Extremitäten gleich zweier Spezies auf einem Bild!

Zurück also zum Thema, dem pinken Crackle-Lack: Ich muss gestehen, er gefällt mir richtig gut. Für mich bislang die einzig akzeptable Form, pink zu tragen. In der Kombination mit dem dunklen Etwas und dem matten Finish ist das für mich erstaunlich nicht barbietussiverdächtig. (Gut gemacht, Ego, gleich mal alle Pinkträger durch die Bank weg beleidigt. Den wütenden Mob hast du dir redlich verdient.)

Wiederholungsfrage (ich frag das so lange, bis alle Leser darauf geantwortet haben :mrgreen:): Wie steht ihr zu Crackle im Allgemeinen und im Besonderen zu buntem Crackle?
Und für die, die das schon beantwortet haben: Was haltet ihr von der aktuellen meteorologischen Situation UND – Tabuthema, ich weiß, aber lasst uns das Schweigen brechen! – dem Wiederverwenden von Papiertaschentüchern?

Alle meine Schweinchen

essence pigments "Be my Brightsmaid", "Paparedzzi", "Blueberry Muffin", "Alice had a vision - again", "Dory in Love", "Little Mermaid", "Kiss the Frog"Das sind alle meine essence-Pigmente bis jetzt. Ein hübscher kleiner Regenbogen, wie ich finde. Namentlich handelt es sich um „Be my Brightsmaid“ (gold), „Paparedzzi“ (rot), „Blueberry Muffin“ (lila/flieder), „Alice had a Vision – again“ aus der Breaking-Dawn-LE (dunkellila), „Dory in Love“ (blau), „Little Mermaid“ (türkis) und „Kiss the Frog“ (grün).
Bis auf das Dunkellila in der Mitte sind alle im Standardsortiment – aber leider nur bei Müller, da es nur dort das komplette essence-Sortiment gibt. Was auch erklärt, warum meine Sammlung so schnell gewachsen ist: Bin ich einmal in einem Müller, setzt sofort ein fast schon hysterischer Bunkerreflex ein, weil „man weiß ja nie, wann man mal wieder die Gelegenheit bekommt“. (Und jetzt nicken bitte alle zustimmend mit dem Kopf, weil sie das ja so gut verstehen können.) Ähmja.
Zwei Exemplare habe ich euch ja bereits in Aktion gezeigt, trotzdem gibt’s jetzt einfach mal von allen Handrückenaufschmierungen Swatches, übrigens pur, also ohne Base.
Swatches der essence pigments "Be my Brightsmaid", "Paparedzzi" & "Blueberry Muffin"Die ersten drei. Asche auf mein Haupt, aber ich bin jetzt wirklich wirklich zu faul, die Namen zum drölfzigsten Mal auszuschreiben – fahrt einfach mit der Maus über das Bild, dann seht ihr sie hoffentlich. Gold und flieder sind metallisch (oder auch nur schimmernd, den Unterschied erkenn ich selten), das Rot ist ein Spezialfall und eher leicht glänzend. Oder so.
Swatches der essence pigments "Alice had a vision - again", "Dory in Love", "Little Mermaid" & "Kiss the Frog"Tja, was soll man dazu sagen. Nette kräftige Farben. Das Grün sieht nur deshalb so blass aus, weil es eben ziemlich hell ist (und außerdem jemand beim Auftrag geschludert hat, ich nenn aber keine Namen).
Das tiefdunkle Lila, mit dem ich ja immer noch hadere, sah beim Swatchen dann doch mehr aus wie im Döschen. Als allerdings der Bund? Saum? meines Ärmels einmal ganz leicht darüber fuhr – was den anderen Farben überhaupt nichts ausmachte – war der hellere lila Schein sofort weg und es blieb nur der dunkle Grundton.

Ich als Laiin bin mit den Pigmenten im Großen und Ganzen recht zufrieden. Sie erscheinen mir gut pigmentiert (wär ja auch zu blöd, wenn nicht) und lassen sich gut auftragen und verblenden. Nur verblassen sie ohne Base ziemlich schnell.
Swatches der essence pigments "Alice had a vision - again", "Dory in Love", "Little Mermaid" & "Kiss the Frog" mit BlitzAllen gemeinsam ist außerdem eine Art feiner Holo-Glitzer. Oder mehrfarbiger Glitzer oder wie auch immer. Ganz nett, aber eigentlich unnötig, wie ich finde.
essence pigments Deckelvergleich

Fast gemeinsam, aber eben nur fast, ist ihnen der Siebeinsatz. Sechs meiner sieben Pigmente haben den „Üblichen“, einzig „Kiss the Frog“ fällt raus und hat so ein doofes gewölbtes Ding mit Lasche. Mag ich nicht, weil ich das Pulver nicht so gern aus dem Deckel aufnehme, sondern lieber aus dem Siebeinsatz direkt. Aber es geht natürlich auch so.
Gute Güte, war das informativ und sachlich. Seid ihr auch so irritiert wie ich? Und besitzt ihr welche der essence-„Piggies“, wie der Fachmensch das nennt (und was den Titel erklärt)?

Visionäre A…ubergine

essence pigment "Alice had a vision - again" TragebildDie Vampire sind los! Mal wieder… Seid ihr auch so aufgeregt? Gut, ich auch nicht.
In der unermüdlichen Vermarktungsschlacht – letztens lief mir doch tatsächlich ein Plakat über den Weg, auf dem Bella und Edward fürs Blutspenden warben, ich musste herzlich lachen – hat auch essence sich was überlegt: ‚Ne Limited Edition zum Thema, natürlich. essence pigment "Alice had a vision - again"Obwohl ich nicht wirklich daran geglaubt hatte, dass die kleinen Kreischgören (Vorurteile? Ich? Niemals!) aka Twilightfans irgendetwas vom Aufsteller übrig lassen, war doch noch zumindest eines der Produkte, die mich interessierten*, vorhanden. Danke, kleine Kreischgören. So konnte ich zwar nicht das Goldpigment käuflich erwerben (der Geldbeutel dankt), dafür aber das Violette mit Namen „Alice had a vision – again„.
(*meine innere Therapeutin fand übrigens, dass ich einen großen Fortschritt gemacht habe, mich dem Trotz gegen den Hype zum Trotz mit der LE beschäftigt zu haben – nächstes mal reden wir dann über meine latente Kaufsucht, vielleicht kann ich sie beschwichtigen, wenn ich ihr eine Kleinigkeit kaufe?)

essence pigment "Alice had a vision - again" TragebildWie alle anderen essence-Pigmente, die ich habe (ich glaube es sind 6 an der Zahl, vielleicht schreib ich mal gesammelt darüber), glitzert auch dieses hier leicht holografisch.
Unerwartet ist dann aber die Farbe am Auge: Viel viel dunkler, als ich mir das so gedacht hatte.

Diese KriegsAugenbemalung ist übrigens ein Schnellschuss gewesen, weil ich neugierig war. Zusammen mit einem Goldton aus einem nicht mehr erhältlichen Alverdequattro (sowieso nicht besonders toll, weil schwach pigmentiert) und vermutlich (aber beschwören möcht ich’s nicht) ohne Base drunter.
essence pigment "Alice had a vision - again" Tragebild
Es funktioniert zwar, das Pigment, aber irgendwie ist die Farbe nicht die, die ich dachte, dass sie es wäre. Ich wollte eigentlich ein dunkles mittleres Lila und kein Zucchini Aubergine. Verwenden werd ich’s zwar (hoffentlich – sonst ist die Kaufsucht doch schlimmer als befürchtet), aber nicht mit voller Inbrunst und ständigen „Boah, was für ’ne Farbe!“-Ausrufen (fragt Fräulein Hund, ich kann mich wirklich derart begeistern).

Habt ihr euch was aus der LE gekauft? Und werdet ihr auch manchmal trotzig, wenn irgendwas – vorwiegend von kleinen Mädchen – total bejubelt wird?
(Apropos Jubel: Krieg ich bitte ’nen Applaus, dass ich’s ausnahmsweise mal geschafft habe, rechtzeitig über ein LE-Produkt zu schreiben?)

Mein dunkles Geheimnis

Ich bin ein Fotomessie. Mein Dateiordner für den Blog quilllt nahezu über, weil ich einerseits erheblich mehr „Maniküren“ fotografiere, als ich mit deren Veröffentlichung überhaupt nachkäme. Andererseits mag ich mich von Fotos nicht trennen, wenn sie nicht gerade total verrauscht oder unscharf sind. Ihr wisst schon, „kann man ja vielleicht nochmal gebrauchen“. Und genau das versuche ich heute. (Im Klartext: Achtung, miese Bilder.)
essence "Luxury Secret"Denn um ehrlich zu sein, habe ich keine Lust, den heutigen Lackkandidaten in näherer Zukunft nochmal solo zu tragen. Es handelt sich um „Luxury Secret“ von essence. Ich habe keine Ahnung, ob der es ins neue Sortiment geschafft hat. (Man könnte das natürlich recherchieren… Wie gesagt, könnte.)
Farblich äh irgendwie dunkel-metallisch. „Ominös“ gilt nicht als Farbbezeichnung, oder?
essence "Luxury Secret" TragebildJedenfalls ist das Zeug hochdeckend, eine Schicht reicht problemlos aus. Und damit kommen wir auch dazu, warum ich diesen Lack nicht gerne solo trage, trotzdem aber gern habe: Er ist ideal zum Stampen. Wenn mir silber zu hell wäre, ich’s aber dennoch metallisch haben will, ist das hier mein Kandidat.
Um aber die Farbe richtig zu zeigen, gibt’s ihn also heute mal im Soloauftrag. (Und jetzt kommt der Clou: Das Foto ist überhaupt nicht farbgetreu, juhu. Die Folgenden sind da schon besser.)
essence "Luxury Secret" mit rotem Crackle-Lack
Und weil das so aber nicht richtig meins ist, habe ich noch den roten P2-Crackle drübergeschmissen (Grautöne will ich andauernd mit rot kombinieren, warum auch immer). Nur so als Mittelstreifen. Und das gefiel mir sogar eigentlich ziemlich gut. Wenn, ja wenn ich mir nicht Lücken in den halbfeuchten Lack gehauen hätte. essence "Luxury Secret" mit Doppel-Crackle rot-schwarz

Um die zu übertünchen, kam mein patentiertes Doppel-Crackle-Verfahren (hier schonmal verwendet) mit einer Schicht Schwarzkrakelierung zum Einsatz, an dem sich sicherlich die Geister scheiden werden. Ich finde diese Art der Hässlichkeit aber irgendwie schön.

Beglückwünscht mich zu diesem Rückschritt der Fotoqualität! Und sagt mir: Mögt ihr solche dunkelmetallischen Lacke auf euren Nägeln? And what about se phänomenal Double-Crackle?

Innovation und Reinfall liegen nah beieinander

essence nail fashion stickerVor ewigen Zeiten kaufte ich mir mal diese Nagelsticker. Damit soll man ein hübsches Muster auf die Nägel bringen können, ohne lackieren und damit verbundene Trocknungszeit. Klingt gut, aber ich war immer skeptisch. Bis ich auf mehreren Blogs die erfolgreiche Anwendung solcher Sticker sah. Da dachte ich mir: hey, das probier ich doch auch mal aus!

essence nail fashion sticker in der AnwendungDann wurde es ernst: die richtige Größe für jeden Nagel zu finden, war kein Problem. Auch das Aufkleben ging erstaunlich gut, auch wenn sich ein paar Falten eingeschlichen hatten. Aber dann kam der Knackpunkt: die überstehenden Folienreste zu entfernen. Laut Packung soll man dies per Feile erledigen.
essence nail fashion sticker in der AnwendungUnd an dieser Stelle ging die ganze Angelegenheit gründlich in die Hose, denn. es. funktionierte. einfach. nicht. Die Folie löste sich teilweise vom Nagel und wurde noch faltiger. Außerdem ließ sich stellenweise nur das Muster wegfeilen, nicht die ganze Folie. Anschließend versuchte ich es mit einer Schere, aber da waren die Kanten schon völlig hinüber. Darum weg mit dem Gekröse: das war übrigens tatsächlich so einfach wie versprochen und durch schlichtes Abziehen schnell erledigt.
Also ich weiß nicht, wie Andere das handhaben, aber ich kann aus diesen Teilen nichts Hübsches herausholen. Das war’s wohl erstmal mit Nagelstickern und mir.

Habt ihr solche Sticker schon einmal ausprobiert? War euer Ergebnis ähnlich mies wie bei mir, oder tatsächlich befriedigend?