[Mach’s dir selbst] Geschenke verpacken für Chaoten

Nachdem ich mich in der Vergangenheit bereits als Geschenkverpackungstrottel geoutet habe (in dem Post taucht auf wundersame Weise auch der verflossene Goldglitzer auf), gibt es heute sogar eine Anleitung (oder Tutorial, wie der Möchtegerncosmopolit sagen würde) dazu.

Schritt 1: Ein Geschenk verpacken wollen und feststellen, dass kein Geschenkpapier auffindbar ist. (Dabei Winkel der Wohnung entdecken, von deren Existenz man zuvor nichts ahnte.)

Schritt 2: Alufolie und Zeitungspapier als Alternativen verwerfen, tolle Bastelidee haben. Sich schonmal die Freude und Anerkennung des Beschenkten ausmalen.

Schritt 3: Zwei Blatt buntes Papier in Streifen schneiden.

Sich dabei nochmal mental auf die Schulter klopfen für die tolle Idee.

Schritt 4: Jene Streifen miteinander verflechten.

Staunen, dass man so originell sein kann.

Schritt 5: Größe abschätzen:

Könnte passen.

Schritt 6: Tut’s aber leider nicht.

Allmählich leicht panisch werden.

Schritt 7: An überstehendem Papier verzweifeln.

Sich innerlich auf den Spott des Beschenkten einstellen. („Hey, ich weiß doch, dass du scheiße im Verpacken bist, du musst das nicht immer wieder beweisen.“)

Schritt 8: Den Tränen nahe alles in eine Geschenktasche stopfen.
Fertig! (Auch mit den Nerven.)

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[ ] In etwa so sehr wie der Hinweis „Nicht zum Verzehr geeignet“ auf Kerzen
[ ] Klar, ich beschenke gerne Leute, die ich nicht leiden kann, und weiß jetzt endlich, wie ich meine Geringschätzung zum Ausdruck bringen kann.

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[Nagellack] Wischi-Waschi

Wow, der letzte Artikel ist aber mal wieder lang her. Was einerseits an der Zeit in meinem seltsamen Kosmos liegt, die schneller vergeht, als ich das bemerke. Und andererseits waren die letzten paar Tage ein ziemliches Durcheinander aus Schlafmangel, liebe Menschen sehen und einem kranken Wuffn, der sich vielleicht einen Schlaganfall oder gar einen Hirntumor eingefangen hat, bestenfalls aber nur irgendeine kleine Infektion.

Nichtsdestotrotz wird es wieder Zeit für ein nageliges Update. Der ein oder andere erinnert sich möglicherweise an meine Neuentdeckung des Lackauftupfens per Schwämmchen (okay okay, auch Anglizismen haben ihre Existenzberechtigung) Sponging – wie „damals“ schon angedroht angekündigt, wollte ich das mal in bunt versuchen. Und fabrizierte eine Batik-Optik in blau-grükis-gelb.

P2 „Gigantic“ (alt) & „Artful“ (aktuell), essence „Sundancer“ (alt)

In den Hauptrollen sehen Sie hier zwei Schätze von P2 und ein schlecht deckendes Kackzeug von essence. Letzteres bedurfte auch tupfenderweise mehrerer Schichten, um einigermaßen sichtbar zu werden.
Weswegen mir das Gesamtergebnis auch nicht so gut gefällt, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte.
Trotzdem war ich durchaus einigermaßen zufrieden.
Zumal es auch ganz wunderbar zum Oberteil des Tages passte.

(Jetztbrauch’icheinganzlangesWort,damitichunterdemBildweiterschreibenkann,doofesWordPress.)
Hat sich jemand von euch auch schon herangewagt an diese relativ grobmotorkompatible Möglichkeit der Nagelverhunzungschönerung?

[Nagellack] Lackierst du noch oder schmeißt du schon Stühle?

Ich hör‘ jetzt einfach mal auf, mich für Nagellackposts zu entschuldigen und knall‘ sie euch um die Augen, wie ich lustig bin. Muss ja keiner lesen. Und überhaupt. (Habt ihr auch regelmäßig Streit mit eurem Über-Ich? Irgendwelche Beziehungstipps oder hilft da doch nur noch Paartherapie?)

Nun aber zum Maniküristischen: Ich erwarb derletzt meinen zweiten gelben Lack: „749(hey, eine durch 10 teilbare Quersummer, toll!) von MNY. Und – Überraschung – er deckt genauso mies wie mein nicht mehr erhältlicher Erstling von essence. Nämlich erst nach drei Schichten haaaaalbwegs annehmbar.
Die Überreste der vorigen Maniküre (ich glaube, es war irgendetwas Flakieartiges, aber wer weiß das heute schon so genau?) waren immer noch gut sichtbar, aber mir ging die Geduld aus.
Also wartete ich bis zum nächsten Tag, bis der Lack wirklich definitiv trocken war und ich wieder meine Nerven halbwegs beisammen hatte, schnappte mir Tesa und blauen Schimmerlack (P2s „So Cool, wer’s genau wissen will) und fabrizierte in „alter“ Streifenmanier folgendes:
Diese Farbkombination war übrigens weder als Werbung für Möbelhäuser oder Discounter noch als sonstige Aussage intendiert – ich mochte sie einfach. Zumindest, bis ich obiges zusammengepfuscht hatte. So schnell kann man sich seine Kombinationspräferenzen zunichte machen. Faszinierend.

Heute gleich ’ne Handvoll Fragen:
1. Gibt’s in irgendeiner deutschen Drogerie einen vernünftig deckenden gelben Lack? (2 Schichten wären ein Traum.)
2. Kombiniert ihr auch gern mal quer durchs Lackregal/Kleiderschrank/Schmuckkästchen? Oder habt ihr’s doch mehr mit „Ton in Ton“?
3. Wie überzeugt man Petrus davon, dass wir keine Minustemperaturen brauchen?

[Nagellack] Sonne an der Hand

Sooo, ihr Lieben. Ich prokrastiniere zwar immer noch äußerst fleißig (haha, paradox), aber es wird doch wirklich mal wieder Zeit für bunte Nägel. Zwar ist das Wetter derzeit ziemlich mild, trotzdem unverkennbar herbstlich – was in mir das große Bedürfnis weckt, dem ganzen Trübsinn und den gedeckten Farben (kriegt noch jemand die Krise, wenn er zurzeit in einen Laden geht und alles ist zwar „bunt“, aber nur in gedeckten Farben? Ich wittere eine Herbstdepressionsverstärkungsverschwörung, unerhört!) gepflegt den Mittelfinger zu zeigen.
Also wurde flugs ein gelb-orange-rotes Trio zusammengestellt, bestehend aus „Sundancer“ von essence (nicht mehr erhältlich, fürchte ich), „Notice me!“ von P2 und „Divalicious Red“ nochmal von essence (zwar für die Füße gedacht, richtet aber auch nichts Böses auf Fingernägeln an).

Und ab damit auf die Nägel:

Alles in zwei Schichten, wobei der Sundancer auch drei hätte gebrauchen können, darauf hatte ich aber keine Lust. Und okay, so wahnsinnig knatschbunt ist es nicht, da es „ähnliche“ Farben sind. Aber mir hat’s Freude gemacht (und ein paar irritierte Blicke eingebracht).

Habt ihr „Gute-Laune-Maniküren“? Wie sehen die aus?