Ein Blumenfeuerwerk

Kinder, wie die Zeit vergeht. Also mal schnell noch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch nachträglich, sowie ein frohes neues Jahr (für meine imaginären chinesischen Leser kommt das gar nicht mal verspätet) gewünscht und flux weiter im Text…

KIKO 333 + Silk TaupeUnd zwar mit einem Neuerwerb einer Schablone (ihr wisst schon, Nägel bestempeln, die Grobmotoriker-/Bastelfreudenmethode zur Nagelverschönerung), auf die ich schon lange ein Auge hatte: Die Konad m64 mit den hübschen Blumen. KIKO 333 + Silk Taupe 2
[Nerdmodus*]Wobei ich mir die natürlich vor allem deshalb gekauft hab, weil’s so ’ne schöne Quadratzahl ist, deren Wurzel dann auch noch 2³ ist. Ein wahrer Mathematikertraum. Dass mir die Motive dann auch noch gefallen, konnte ja keiner ahnen.[/Nerdmodus]
(*man ist ja schließlich keine Tussi, um Himmels Willen!)

Als Testkombination musste ein Klassiker herhalten: Lila – ich krieg einfach zur Zeit nicht genug von dieser Farbe – und natürlich… Holo. Oder wieder in Zahlen: KIKOs „333“ (also nur halb böse, ist doch toll) +  „Silk Taupe aka 399“ [was 732 ergibt, was leider nicht durch 64 teilbar ist, dafür aber immer noch durch 2²].
KIKO 333 + Silk Taupe.pg
Und schon hat man ein Blumengefunkel sondergleichen. (Das war anscheinend meinem „neuen“ Computer zu viel, anders kann ich mir nicht erklären, dass er die Bilder so dunkel gemacht hat. Und ja, das war der Computer, meine Bearbeitung war perfekt und überhaupt nicht zu dunkel, ist ja wohl klar!)

KIKO 333 + Silk Taupe 3

Vermiest euch ein fieser Troll im Computerinneren auch manchmal eure Bilder aus lauter Neid?
Und was haltet ihr von den Funkelblumen? Und lila? Und allen anderen Fragen, die man aus meinem Beitrag nur so ableiten kann?

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Ruinierte Holografie

Meine sehr verehrten Damen und Herren (letztere bitte melden, ich hege Zweifel an Ihrer Existenz),
heute begrüße ich Sie zu einer neuen Ausgabe von „Schlechte Bilder ganz groß„.
KIKO-Holo mit Glitzertopper
Das hier gezeigte Exemplar besticht durch leichte Unschärfe und Kontrastarmut. Das allein reicht aber für unsere schöne Kategorie nicht aus, nein, auch motivseits weiß es durch gekonnte Mangelhaftigkeit zu überzeugen: Da wären neben dem kunstvoll abgebrochenen Zeigefingernagel und der ungleichen Form aller Nägel auch noch der Flusen am Daumen als Highlight zu nennen. Wunderschön scheußlich, nicht wahr?

essence nail art special effect topper "Glorious Aquarius"Was die Fotografin hier zu portraitieren versuchte, war eine Maniküre bestehend aus einem sandfarbenen Hololack als Untergrund, getoppt von einem Glitzerpartikelüberlack. Die Inspiration hierfür solle wohl von Frau Tüdellütti stammen.
Namentlich handele es sich hier um die Lacke „Silk Taupe“ aus dem Hause KIKO und „Glorious Aquarius“ der Firma essence (hier links im Bild). Die Urheberin merkte noch an, sie sei etwas überrascht, dass der Überlack den holografischen Effekt so gänzlich zunichte machte, was ihr bei „normalem“ Überlack so noch nie passiert sei. Sie betont, dass die Nichtsichtbarkeit besagten Effektes nicht lediglich auf ihre fotografischen Unzulänglichkeiten zurückzuführen sei, sondern schlichtweg nicht mehr vorhanden gewesen sei. (Wer’s glaubt…)

KIKO-Holo mit GlitzertopperIm zweiten Anlauf stellte sich unsere MöchtegernHobbyfotografin minimal besser an, weswegen wir das Foto an dieser Stelle – im Sinne unseres Rubriktitels, s.o. – nicht ganz groß zeigen können. Hier fallen lediglich die deutlich sichtbaren Nagelhäute (ein No-Go und immer wieder gern genommener Grund zu ausgiebiger Selbstkritik in Nagelbloggerkreisen) negativ auf. Und der Zeigefingernagel ist natürlich immer noch deformiert.
Dennoch halten wir die Einsenderin der Fotos für durchaus lernfähig. Bis ihre Bilder allerdings ein annehmbares Niveau erreichen können, wird es an dieser Stelle sicher noch einiges zu belächeln präsentieren geben.

Nun, werte Leserschaft, was halten Sie persönlich im Allgemeinen und ganz Speziellen vom hier gezeigten? Missen Sie den holografischen Effekt? Und fühlen Sie sich durch die Fotos visuell belästigt?

Lila Langeweile

Akute Schreibfaulheit hat mich fest im Griff. Da ich aber nach der Abstinenz wieder fleißig lackiere, expandiert der Stapel zu bloggenden Bildmaterials weiter und weiter und weiter und… so weiter. Also lautet die Devise hier wohl erstmal: Lassen wir Bilder sprechen.
P2 "My Place or Yours?"Das hier ist P2s „My Place or Yours?„, ein dunkles Lila mit bläulichem (und auch etwas pinkem) Schimmer…

P2 "My Place or Yours?" Tragebild

…von dem auf dem Nagel allerdings nicht mehr allzu viel übrig bleibt. Nicht gar nichts, aber man muss ihn schon suchen.
Schade, denn die Grundfarbe finde ich jetzt nicht so besonders spannend.

P2 "My Place or Yours?" mit Holo-Stamping

Aber was finde ich einfach immer wieder spannend, und es lässt einfach nicht nach? Vor allem mal Fräulein Hund, aber das mein ich jetzt nicht. Ich meine Hololacke. Und Stamping. Kombiniert ergibt das… na, wer errät’s wohl? Genau – Holo-Stamping.

P2 "My Place or Yours?" mit Holo-Stamping
(Gestempelt habe ich übrigens, man ahnt es schon, mit KIKOs „Steel Grey„. Das Motiv kommt von der Magnonails-XL-Stamping-Plate B.)

Was haltet ihr vom lila Lack? Frustriert euch sich beim Lackieren verflüchtigender Schimmer auch manchmal? Und was sagt ihr zum gestempelten Ausdruck des Holosyndroms?

Kunterdunkle Gratulation

Das ist zwar sonst nicht meine Art, aber ausnahmsweise und weil ich ihren Chaotenblog so mag, ignoriere ich einen feiernden Blog mal nicht. Denn
Nebo aka Kunterdunkle feiert Hundertjähriges! (Was, so alt ist die schon? Hat sich aber gut gehalten!) Achso nein, falsch.

Nebo feiert 66 Leser!

Obwohl ich davon nur feucht träumen kann, gratuliere ich ganz herzlich und vöööööllig neidfrei. *räusper*
Zu diesem feierlichen Anlass (und möglicherweise auch ein bisschen, weil ich was gewinnen will) habe eigens eine fabulöse Nebo-Gedenk-Maniküre ersonnen.
Ich verbinde mit dem Fräulein nämlich vor allem Grün- und Blautöne. Und ein bisschen Glitzer.

Es begann ganz harmlos mit dem türkisgalaktischen Lack aus der „Schieß mich doch zum Mond„-LE von P2. Schon solo ein tolles Teil, weil so strahlend.

Anschließend schwämmchente ich ein dunkles Blau obenauf. Und dann noch einen selbstgerührten hellblauen Hololack zwischen/über türkis und blau. Mit dem Ergebnis, das ihr weiter oben bestaunen dürft. Und anbei gleich nochmal.


Das fand ich eigentlich gut so wie es war, entsann mich dann aber des silbernen Mattierungsüberlackes von P2, den ich mir derletzt (angefixt übrigens von Nebo höchstpersönlich) gekauft hatte. Der musste also natürlich noch drüber…

…was eine reichlich doofe Idee war. Weil das Hologefunkel und – logisch – das Geschimmer der anderen Lacke damit komplett vernichtet wurden. Ein Satz mit X, undsoweiter.
Andererseits passt das ja auch wieder schön zum Thema, Chaotenmaniküre zu Ehren eines Chaotenblogs.

Fräulein Hund wollte/sollte/durfte/wurde gezwungen/konnte (Zutreffendes bitte streichen) übrigens auch gratulieren. Kaum zu glauben, wie gut sie schreiben kann, oder?

Wenn ihr auch gratulieren (und eine von zwei Überraschungsboxen gewinnen wollt), habt ihr noch bis zum 16.12. Zeit. Alles Weitere findet ihr bei Nebo.

Was haltet ihr von der Chaotenmaniküre? Schwämmchent ihr auch gerne mal? Und wer hat noch ein Haustier, das sich ausgesprochen ungern fotografieren lässt?

[Nagellack] Fata Morgana in meinen Händen

KIKO Holo nail lacquer "399 Silk Taupe" Tragebild
KIKO Holo nail lacquer "399 Silk Taupe"Als letzten meiner ganz persönlichen KIKO-Holo-Sammlung (bestehend aus „Peacock Green„, „Steel Grey“ und ebendiesem Lack) zeige ich euch nun endlich – *Trommelwirbel* – „Silk Taupe„. Wie jetzt, „taupe“? War das nicht ein schlammiges Graubraunlilagemisch? Davon seh ich hier nicht viel. Eher so äh… sandfarben? Genau, das passt gut. Sandfarben, jawoll! Es wird mit mir und der großen weiten verwirrenden Welt der Farbzuordnung, hurra! Aber jetzt packen wir das Konfetti erstmal wieder weg – danke danke, zu viel der Ehre – das stört nämlich nur beim Lackieren.
Wie auch bei seinen Geschwistern sollte man sich bemühen, den Lack zügig aufzutragen und möglichst nicht mehrmals über ein und dieselbe Stelle zu pinseln, sonst schiebt man nämlich schnell kleine Klümpchen durch die Gegend. Wenn man das beherzigt, könnte man aufgrund der hervorragenden Deckkraft mit einer Schicht auskommen, der Profi lackiert aber zwei, ihr wisst schon, gibt dem Lack 0,001 mm mehr Dicke Tiefe.
KIKO Holo nail lacquer "399 Silk Taupe" TragebildIn schattigen Lichtverhältnissen ist der Holoeffekt zwar auch schon leicht zu sehen, aber mehr als Ahnung. Das macht dieses Fabrikat für mein Empfinden zu einer Art „schimmeriger Nude-Lack mit Geheimnis“.
Das Geheimnis ist dann schnell gelüftet, sobald ein Sonnenstrahl (oder auch nur helles Kunstlicht) darauf fällt…
KIKO Holo nail lacquer "399 Silk Taupe" Tragebild
Und weil’s so schön ist, noch ein Bildchen.
KIKO Holo nail lacquer "399 Silk Taupe" Tragebild
Ich bin voll deeply in love mit diesem Stück. Und das trotz Unbuntheit der Grundfarbe, skandalös!

Sind weitere (stolze oder auch nicht so stolze) KIKO-Holo-Besitzer unter euch? Oder ist unser erlesener Club nichts für euch Banausen?

[Nagellack] Regenbogen-Grau

KIKO Holographic Nail Lacquer "Steel Grey"Möglicherweise seid ihr schon völlig übersättigt mit Bildern der KIKO-Holos (die es mittlerweile übrigens auch auf der KIKO-Website zu bestellen gibt, guckst du hier), aber ich kann nicht anders, als euch eine weitere dieser Schönheiten zu präsentieren: nämlich „Steel Grey„. Ausnahmsweise passt hier sogar mal der Name, deswegen erspare ich uns weitere Farbbeschreibungen.
Das Tollste an diesem Lack ist freilich der Holo-Effekt, der in der Realität noch um einiges intensiver ist als auf meinen Fotos.
KIKO Holographic Nail Lacquer "Steel Grey" aufgetragen
KIKO Holographic Nail Lacquer "Steel Grey" aufgetragen

KIKO Holographic Nail Lacquer "Steel Grey" aufgetragenZugegeben, dieses Bild ist grottig unscharf, zeigt aber ganz gut die dunkle Grundfarbe. Wie auch schon bei den anderen Exemplaren dieser Reihe reichen zwei Schichten völlig aus. Allerdings trocknen sie allesamt nicht hochglänzend, weswegen ich sie lieber mit Überlack darüber trage.

Ich bin jedenfalls absolut begeistert: richtige Holo-Lacke zu einem bezahlbaren Preis relativ einfach (ohne Bestellungen aus Übersee) zu bekommen. Grandios!

Seid ihr auch infiziert oder geht das Holo-Fieber völlig an euch vorbei?

[Nagellack] Lichtbrechender Pfau

Ich weiß ja nicht, ob Sie’s schon wussten, aber derzeit gibt es (natürlich nur zeitlich begrenzt) echte richtige Holo-Lacke, die man nicht erst aus Amiland oder sonstwo bestellen muss, sondern einfach so im Laden kaufen kann! Gesetzt den Fall, man hat eine KIKO-Filiale in der Nähe. Das ist bei mir nicht der Fall, aber dafür habe ich eine liebe Freundin in der Nähe einer KIKO-Filiale, die sich von meiner Hysterie nicht schrecken ließ und meine Bitte „Kauf – mir – alle – Holos – bis – auf – den – Pinken“ trotz Schnappatmung verstand (tausend Dank nochmal, liebste Melli!). So bin ich nun also stolze Besitzerin gleich dreier neuer Hololacke, die ich zudem für 4,90€ preislich in Ordnung finde (für einen normalen Lack wäre mir das zu teuer, aber… HOLO, Leute, HOLO!).

Beginnen wir also mit der türkisfarbenen Funkelschönheit mit der Nummer „401“ und – laut Frau Shopping – dem Namen „Peacock Green„. Ich lasse Bilder sprechen, bevor ich euch mit weiteren Sprechdurchfallergüssen penetriere:

Eigentlich ist der Holoeffekt noch deutlicher sichtbar, und zwar auch in Schatten und Kunstlicht. Meine fotografischen Fähigkeiten reichen aber nicht einmal annähernd aus, um das auch angemessen festzuhalten – und ich habe mir wahrlich die manikürten Fingerchen wundgeknipst.

Der Effekt lässt wirklich nicht zu wünschen übrig, und ich bin froh, mal einen wirklich farbigen Holo-Nagellack mein Eigen zu nennen (der nicht bloß silbrig mit leicht farbigem Einschlag ist). In zwei Schichten ist das gute Stück deckend, wenn man beachtet, dass man relativ zügig lackieren sollte. Der Lack trocknet nämlich sehr flott an, und wenn man dann ein zweites Mal mit dem Pinsel über eine halbtrockene Stelle geht, hat man sehr schnell eine hübsch kahle Furche im Lack. Kurioserweise dauert das komplette Trocknen dann aber ganz durchschnittlich schnell/langsam.
Ein weiteres kleines Manko: Der Lack trocknet zwar nicht wirklich matt, aber auch nicht wirklich glänzend. Das lässt sich aber mit Überlack leicht korrigieren (und entgegen anderslautender Gerüchte kann ich nicht bestätigen, dass dadurch der holografische Effekt gemindert würde).

Seid ihr auch im Holofieber? Besitzt ihr Lacke dieser LE oder interessiert euch das gar nicht?

[Nagellack] Durchtriebene Bella

Anlässlich seines Rausschmiss‘ stelle ich noch schnell essence‚ „nail art twin Bella“ vor. Ein Cremelack irgendwo zwischen grün und türkis. Also grürkis. Oder türkün? Egal, klingt beides schlimm.

Weswegen ich ihn mir relativ lange nicht gekauft habe (aber dann doch noch vor seiner Reduzierung – ob das jetzt gut oder doof ist, sei mal dahingestellt), ist seine Ähnlichkeit zum P2ling „Artful“ (den ich übrigens hochgradig toll finde). Und weil ich ja sonst nichts zu tun habe, habe ich erneut einen Vergleich angestellt – an der rechten Hand, auch wenn’s etwas weh tut, sie der Öffentlichkeit zu präsentieren.

v.l.n.r. P2, essence, P2, essence

Die Beschriftung im Bild hab‘ ich natürlich vergessen und bin zu faul, sie jetzt nachzuholen.
Wie man aber hoffentlich relativ deutlich erkennt, sind die Beiden sich schon ziemlich ähnlich, P2s „Artful“ ist aber noch einen Tacken grüner, heller und auch knalliger. Wer „Bella“ also gerne hätte, aber nicht mehr erwischen konnte, sollte sich mal an der P2-Theke umschauen.

Jetzt aber nochmal zum essence-Lack:

(Im Nachhinein bin ich übrigens neidisch auf meine eigenen Nägel… Von der Länge kann ich derzeit nur feucht träumen.)
Und dann noch mit nicht ganz gelungenem Holo-Stamping:

Schablone ist mal wieder die Konad m51, der Stampinglack auf jeden Fall Nfu.Oh – aber ob jetzt 61 oder 66 weiß ich nicht mehr (tippe auf 66).

Steht ihr auch so auf dieses Türkün (oder wie nennt ihr das)? Und staunt ihr auch manchmal rückblickend, was für lange Nägel/Haare/krasse Bräune oder sonstwas ihr mal hattet?

[Nagellack] Frank, der Möchtegern

Schon wieder eine Premiere, ein erstmaliges Tun. Ich habe nämlich – Leute, haltet euch fest – gefrankt. Nein, ich habe nichts in einen Frank verwandelt. Das Wörtchen sagt einfach, dass ich diverse Nagellacke zusammengerührt habe, um einen Neuen zu erhalten – klingt aber cooler. Oder so. (Zur Wortherkunft: dieses seltsame Verb kommt wohl von „frankenpolish“ – was, wie ich vermute, eine Anlehnung an „Frankenstein“ sein soll. Das ist aber nur ein Gerücht. Jedenfalls mache ich mich hier der für mein Empfinden schlimmsten Form der Verdenglischung schuldig: der Verbalisierung eines Anglizismus‘ (wie z. B. „haulen“ *grusel*, um mal beim Schminksprech zu bleiben).)
Jeedenfalls hier das Bild meiner Kreation (welches übrigens hochgradig uninformativ ist, weil sich einzelne Vorstadien der fertigen Mischung an den Seiten festgesetzt haben und nicht wirklich einen Blick auf das fertige Meisterwerk erlauben – aber sei’s drum).
Ich nenne sie „Wannabe„, weil ich ursprünglich einen blauen oder violetten Hololack herstellen wollte. Was nicht funktionierte. Und weil’s erst eine kleine Menge und noch viel Platz in der Flasche war, dachte ich mir „jut, kippste halt massenweise schimmerrot und schimmerblau druff, dann kriegste schimmerlila“. Auch das hat nicht geklappt; ich habe jetzt einen „Dirty Berry„-Abklatsch. Aber in schöner, wie ich finde.
Hier lackiert, auf den ersten drei Fingern mein Gepansche, auf dem Ringfinger dann die Drecksbeere zwecks Vergleich:
Tja. Ich bin so semizufrieden. Das Ergebnis gefällt mir besser als das Catrice-Gedöns, aber mich stören tatsächlich die Holopartikel. Weil so ohne den dazugehörigen Regenbogeneffekt mag ich die nicht. Und mir tut die Lackverschwendung etwas leid. Aber es geht noch. Das hier sind übrigens die Ingredienzen:
Es begann ganz harmlos mit den ersten Beiden, dem Nfu.Oh61“ und Essence‚ „Chuck„. Da sich aber kein echter Holoeffekt einstellen wollte, hab‘ ich noch den 62er und den Biocura (Aldi-Eigenmarke) „Fliederzauber“ reingeschüttet. Immer noch nüscht. Tja, und dann hatte ich eine Minipfütze Möchtegern-Holo und versucht, das mit recht großen Mengen von P2s „Charismatic“ und Catrice‚ „Blue out to Sea“ (der von mir ja sehr gern zu Experimentalzwecken eingesetzt wird, dessen Namen ich mir schändlicherweise aber trotzdem nicht merken kann) zu übertünchen.
Merke also: Hololack mischen funktioniert nicht, wenn auch nur ein Bestandteil nicht holografisch ist. Die charakteristischen Partikel lassen sich aber nicht mit anderem Lack überdecken.
Hamwa wieder was gelernt (vom Bernd!)…

Schonmal (Lack) selbst gemischt? Und das erzielt, was ihr wolltet – oder doch nur Material verschwendet?

[Nagellack] Aqua Base – Muss das sein?

Kaum hätte ich es für möglich gehalten, aber ich bin doch tatsächlich fast so was wie konsequent in dem Bestreben, euch diese Plattform als informativen Blog zu verkaufen. Demzufolge informiere ich euch heuer über den Sinn oder Unsinn des Erwerbs der so genannten „Aqua Base“ von Nfu.Oh. Dieser leider ebenfalls ganz schön teure Unterlack (8,95€/17 ml – zumindest in der einzigen mir bekannten deutschen Bezugsquelle) soll die Haltbarkeit und den Effekt der holografischen Lacke derselben Marke verlängern/stärker zum Vorschein bringen. (Es gibt wohl noch mehr Holo-Lacke, die einen ähnlichen Unterlack erfordern (sollen) – die vielseits bekannten und beliebten China-Glaze-Holos beispielsweise kommen auch ohne solchen Schnickschnack aus, sind dafür aber nur schwer (zu halbwegs vertretbaren Preisen) zu bekommen.)

Ich bekam zu Weihnachten drei Exemplare der Nfu.Oh-Holos (namentlich 61, 62 & 66), aber nicht die Aqua Base. Dabei hatte ich oft gelesen, dass die Lacke ohne diese Grundierung quasi unbrauchbar wären. Das wollte ich so nicht glauben und versuchte mich erstmal „pur“ an meinen neuen Farben. Und kann sagen: Es ist möglich, aber „unkomfortabel“ – denn man muss arg aufpassen, bloß nicht zweimal mit dem Pinsel über eine Stelle zu gehen, weil die Partikel doch viel lieber mit dem Pinsel gehen möchten, als auf dem Nagel zu bleiben. Klumpen und kahle Stellen sind das Ergebnis. Außerdem ist mir der Lack trotz vermeintlich sorgfältiger Dosierung bis auf die Nagelhaut gekrochen. Und innerhalb weniger Minuten bis Stunden waren erste Splitter abgeplatzt. Unschön.

Also bestellte ich mir doch noch die Aqua Base hinterher (die meiner Meinung nach übrigens nicht nach Kleber, sondern exakt wie Wandfarbe riecht – diese Randbemerkung ist zwar unwichtig, aber es hat großen Seltenheitswert, dass ich mal einen Geruch identifizieren kann). Der Auftrag darauf war unendlich viel angenehmer, so ziemlich wie bei „ganz normalem“ Nagellack. Außerdem brauchte ich nur noch zwei statt vier Schichten. Erst später las ich, dass der holografische Effekt mit dem Unterlack auch stärker sein solle. Darum habe ich einen Vergleich angestellt und meine Nägel mit der Nr 62, wechselweise über oder ohne Aqua Base, lackiert. (Der Effekt ist übrigens auf allen Nägeln in natura wesentlich stärker, aber für den Vergleich ist das Bildmaterial ausreichend. Hoffe ich.)
Wie man (hoffentlich) sieht, ist der Effekt über der Aqua Base tatsächlich etwas stärker (aber auch ohne wirklich deutlich sichtbar, versprochen) – und der Lack trocknet nicht mehr ganz so matt. Zwar nicht hochglänzend, aber glänzender als ohne Base.

 

 

Nochmal zusammengefasst:

  • der Auftrag ist mit Base erheblich einfacher, der Lack bleibt da, wo ich ihn auftrage -> mit Aqua Base brauche ich zwei Schichten des Hololacks, ohne vier
  • die Haltbarkeit wird tatsächlich deutlich verlängert (von „katastrophal“ ohne Base hin zu normal)
  • die Trockenzeit ohne Base ist allerdings phänomenal (wenige Sekunden!), mit Base langsamer, aber noch völlig normal
  • der Lack trocknet mit Base glänzender, der Holoeffekt ist etwas stärker sichtbar

Fazit:
Notwendig? Nein.
Empfehlenswert? Ja. (Das einzig große Manko ist der Preis.)

 

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