Eine verhinderte Konversion

essie "Butler Please"Auf anderen Blogs ward ich nicht müde zu betonen, dass ich vom Hype um die Marke „essie“ maximal peripher tangiert werde. Zu teuer und eine Farbauswahl, die mich nicht gerade vom Hocker reißt.
Nun begab es sich aber, dass meine hochverehrte Fayet zielsicher eine der wenigen Wow-Farben aus dem Sortiment herausgriff und mir schenkte. Einfach so. (Milliardenfachen Dank nochmal dafür!) Und diese eine seltene Wow-Farbe heißt „Butler Please„. (Was ich äußerst spät begriff und mich nach den ersten zehn Mal Lesens beständig wunderte, wieso man einen blauen Lack nach Butter benennen sollte.)

essie "Butler Please" VergleichMich beschlich die leise Sorge, dass ich diesen Farbton bereits mein Eigen nennen könnte, sodass ich prompt die möglichen Verwandten zum Vergleich heranzog. Von links nach rechts sind das P2s „Gigantic“ (der Klick führt euch zu einem Beitrag mit beeindruckend schlechten Fotos – positiv gesehen kann man aber wohl festhalten, dass ich mich dahingehend weiterentwickelt habe, think pink und so), „Magnificent Blue“ (ebenfalls P2, LE von vor langer Zeit) und essence‚ „Chuck„. Die letzten beiden Kandidaten unterscheiden sich (in natura noch wesentlich mehr als auf dem Foto) deutlich vom Referenzbutler. „Gigantic“ scheint aber recht nah dran zu sein, weswegen er im Folgenden zu Vergleichszwecken meinen Ringfinger ziert.

essie "Butler Please" vs P2 "Gigantic" TragebildUnd wie wir sehen, sehen wir, dass „Gigantic“ einen Hauch dunkler zu sein scheint als „Butler Please„. Augenfälliger finde ich allerdings das ziemlich unterschiedliche Finnisch: während der P2ling glänzt wie frisch gewienert (und jetzt überlegen wir mal kurz, wo P2 seinen Firmensitz hat…), mutet das Fabrikat der Marke essie matter, geradezu wie gummiert, an. Was ich durchaus interessant finde. Wen es stört, der kann das aber selbstverfreilich leicht mit einer Schicht Überlack korrigieren.
essie "Butler Please" vs P2 "Gigantic" Tragebild
Fazit: Farblich sehr ähnlich, aber nicht ganz gleich. (Puh, Glück gehabt.) Weiters mag ich zwar diesen Lack sehr gern, bin aber keinesfalls zum essie-Jünger mutiert. (Nach allem, was man so liest, hätte ich beim Lackieren ja beinahe eine Art Offenbarung erwartet, Einsichten in kosmische Zusammenhänge und einen tiefen inneren Frieden. Ich bin aber noch ganz die Alte. Glaube ich. Darf ich euch alle mal knuddeln? Spürt ihr die Liebe?)

Wie steht ihr zu essie? Begeisterter Anhänger oder eher gleichgültig? Und welche Art Blau (hell, dunkel, Pastell, Neon) ist euch das Liebste?

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Kunterdunkle Gratulation

Das ist zwar sonst nicht meine Art, aber ausnahmsweise und weil ich ihren Chaotenblog so mag, ignoriere ich einen feiernden Blog mal nicht. Denn
Nebo aka Kunterdunkle feiert Hundertjähriges! (Was, so alt ist die schon? Hat sich aber gut gehalten!) Achso nein, falsch.

Nebo feiert 66 Leser!

Obwohl ich davon nur feucht träumen kann, gratuliere ich ganz herzlich und vöööööllig neidfrei. *räusper*
Zu diesem feierlichen Anlass (und möglicherweise auch ein bisschen, weil ich was gewinnen will) habe eigens eine fabulöse Nebo-Gedenk-Maniküre ersonnen.
Ich verbinde mit dem Fräulein nämlich vor allem Grün- und Blautöne. Und ein bisschen Glitzer.

Es begann ganz harmlos mit dem türkisgalaktischen Lack aus der „Schieß mich doch zum Mond„-LE von P2. Schon solo ein tolles Teil, weil so strahlend.

Anschließend schwämmchente ich ein dunkles Blau obenauf. Und dann noch einen selbstgerührten hellblauen Hololack zwischen/über türkis und blau. Mit dem Ergebnis, das ihr weiter oben bestaunen dürft. Und anbei gleich nochmal.


Das fand ich eigentlich gut so wie es war, entsann mich dann aber des silbernen Mattierungsüberlackes von P2, den ich mir derletzt (angefixt übrigens von Nebo höchstpersönlich) gekauft hatte. Der musste also natürlich noch drüber…

…was eine reichlich doofe Idee war. Weil das Hologefunkel und – logisch – das Geschimmer der anderen Lacke damit komplett vernichtet wurden. Ein Satz mit X, undsoweiter.
Andererseits passt das ja auch wieder schön zum Thema, Chaotenmaniküre zu Ehren eines Chaotenblogs.

Fräulein Hund wollte/sollte/durfte/wurde gezwungen/konnte (Zutreffendes bitte streichen) übrigens auch gratulieren. Kaum zu glauben, wie gut sie schreiben kann, oder?

Wenn ihr auch gratulieren (und eine von zwei Überraschungsboxen gewinnen wollt), habt ihr noch bis zum 16.12. Zeit. Alles Weitere findet ihr bei Nebo.

Was haltet ihr von der Chaotenmaniküre? Schwämmchent ihr auch gerne mal? Und wer hat noch ein Haustier, das sich ausgesprochen ungern fotografieren lässt?

Ein Feuerwerk aus der Ideenschmiede

„Ein Feuerwerk aus der Ideenschmiede“ ist ganz klar ein kackendreister Euphemismus. Ehrlicher heißt das dann: Ein Sammelsurium aus Bildern, die ich nicht anderweitig zu verwenden wusste (aber sowas klickt doch keiner, oder?). Sei es, weil es nur ein vernünftiges Foto (wenn überhaupt) der Maniküre gab, sei es, weil ich keinen blassen Dunst mehr habe, was da zur Verwendung kam.

Beginnen wir mit etwas entfernt Halloweenartigem (jaja, die Party ist vorbei, ich weiß – aber ich pupse gepflegt auf Tagesaktualität), einer Doppelcrackelei in schwarz und dann weiß über orange.Doppelcrackle orange schwarz weißDann gab’s da noch ein Stamping über meinem liebsten Lieblingsblau.
Blau mit metallischem StampingDesweiteren ein Stamping in silbern auf violettem Grund (diese Kombination fabrizier ich andauernd, ich muss mich schwer zusammenreißen, das nicht wöchentlich zu tun).
Lila mit silbernem StampingSchon wieder Doppelcrackelung, ich kann’s einfach nicht lassen.
Doppelcrackle in rot-schwarzAnother stamping bites the dust… Leomuster, auch so ’ne Sache, die ich nahezu täglich stempeln würde, wenn ich mich nicht zu Abwechslung zwingen würd.
Leo-Stamping in Orange
Miserables NageldesignNeben der stark schwankenden Fotoqualität (bitte nicht beachten – das wird sicher sowas von funktionieren…) fällt vermutlich auf, das ich immer wieder Ähnliches mit meinen Nägeln anstelle. Das liegt unter Anderem daran, dass meine Gehversuche in Richtung „mal voll was Originelles machen!“ nicht selten so enden wie hier rechts im Bild: In einem tragischen „Wie zum Geier kam ich bitte auf die Idee, dass das gut aussehen könnte?
Tja, und so lande ich eben immer wieder bei Althergebrachtem. Super Ausrede, oder?

Ist hier was dabei, das euch gefällt? Wie kreativ (oder eben nicht) seid ihr, wenn’s um eure Nägel geht? (Und wer von euch hat die Fotos qualitativ miteinander verglichen?)

Seelenstahlumformung

Catrice "Steel My Soul"Vermutlich hat sie jeder schon gesehen und womöglich auch gekauft, denn die Neugier scheint groß: Catrice‚ „Brushed Metal Effect„-Lacke, die ins neue Sortiment eingezogen sind. Diese Firma ist einfach unvermüdlich in ihrem Bestreben, fürs gleiche Finish andauernd neue Namen zu erfinden. Altmodische Menschen wie ich würden das nämlich schlicht und ergreifend „matt“ oder „satiniert“ (= fast matt, aber eben nicht zu 100%) nennen. Sei’s drum, auch ich erlag der Neugier und kaufte unter Anderem diesen Lack mit dem Namen „Steel My Soul„. Ein angegrautes Lila mit haufenweise goldenen Partikelchen. Unfarbe, jawohl, aber durch das Gold wieder interessant.
Genug der Worte, lassen wir Bilder folgen:
Catrice "Steel My Soul" TragebildNicht unübel, einzig mir ging der Goldschimmer zu sehr unter. Weswegen ich dann doch noch klaren Überlack darüberstrich – was selbstverfreilich die halbmatte Optik zerstörte, dafür aber den Goldpartikeln zu neuem Glanz (haha!) verhalf.
Catrice "Steel My Soul" Tragebild(Die Farbe hat sich natürlich nicht verändert, die Kamera wollte nur nicht wie ich (es ist immer die Kamera, niemals die Fotografin!) und hat sie jedes mal anders abgelichtet. Die Wahrheit liegt also irgendwo in der Mitte.)
Ich für meinen Teil kann mich nicht recht entscheiden, welche Version mir nun besser gefällt. So haben sie für mich beide ihre Existenzberechtigung.

Was gefällt euch besser – matt oder glänzend? Seid ihr auch im Besitz eines der „Brushed Metal“-Lacke? Und wer ist noch der Meinung, dass gebürstetes Metall doch irgendwie anders aussieht?

[Nagellack] Wolkenbrüchig

KIKO rock top nail lacquer "608 Light Blue"Im Rahmen meiner unermüdlichen (öhöm) Bestrebungen, euch mal endlich meine zahlreichen KIKO-Schätzchen – insbesondere jene, die nur begrenzte Zeit erhältlich sind – präsentiert zu haben, gibt’s heuer wieder Crackle-Gedöns auf die Ohren Augen Hände. Und zwar hellblau/türkis mit dem Namen „Light Blue“ und der Nummer 608. Der Spaß ist zumindest auf der Website immer noch erhältlich.
Eigentlich ist der Krakelierungskram ein alter Hut und für viele Nagellackfetischistinnen mittlerweile sterbenslangweilig. Meine Begeisterung für diesen spannenden Effekt hingegen will einfach nicht nachlassen. Insbesondere, wenn es solcherlei ChemieMagie – wie eben derzeit von KIKO – in hübsch bunt gibt. Uuuund dann auch noch in gut deckend (ja, auch Crackle-Lacke können zu transparent sein)…
KIKO rock top nail lacquer "608 Light Blue"KIKO rock top nail lacquer "608 Light Blue"Hier seht ihr die Effekthascherei auf Catrice‚ „In the Bronx“ – ein Lack, den ich solo getragen quasi gar nicht mag (güldene Nägel sind selbst mir meist zu speziell), der aber hervorragend zu allem möglichen kombinierbar ist.
Unüblicherweise habe ich hier mal auf den sonst obligatorischen Glanzüberlack verzichtet, weil ich gerade den Kontrast zwischen glänzendem Gold und mattem Blau so spannend fand.

Die übliche Fragestunde zum Schluss: Krakeliert ihr gern? Oder seid ihr zu sehr Kontrollfreaks?
Und begegnet ihr der drohenden Winterdepression auch gern mit bunten Farben?

Lindtschatten für Anfänger

Wenn man ein Augenbemalungshorst wie ich ist, empfiehlt es sich möglicherweise, die wunderschönen knallfarbigen Lidschatten erst einmal beiseite zu lassen und mit dezenten KackErdtönen zu beginnen. Aus diesem ganz untypisch vernünftigen Grund erwarb ich letztens ein braunes Farbquattro von alverde mit dem nicht unbedingt originellen, aber doch passenden Namen „Chocolate“ (zumindest wenn man zu braun nicht ständig unflätige Assoziationen im Kopf hat). An den Preis erinnere ich mich nicht mehr, bin mir aber ziemlich sicher, dass er zwischen 3 und 5€ lag.
Enthalten sind 3 matte und 1 schimmernder Lischatten (der unten links, nennen wir ihn C). Auf dem Handswotsch stellt sich das falsch dar, da ich im unteren Bereich eine Base (übrigens von Manhattan und übelriechend) verwendet habe, die frecherweise leicht schimmert und damit die Optik der Pülverchen etwas verfälscht. Intensivieren tut sie aber immerhin doch, wie sie soll.

Wenn man jetzt noch davon absieht, dass der Naturkosmetikcharakter der Lidschatten quasi für den Allerwertesten ist, wenn man sie auf eine Chemobombe aufträgt, können wir uns dem eigentlichen Zweck widmen: Der Augenbemalung.

Wo sich auf den Lidern was befindet, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich aber noch, dass ich es irgendwie geschafft habe, alle vier Farben unterzubringen. Angesichts der eher kleinen zu bemalenden Fläche hat mich das nämlich stolz gemacht, und sowas fördert das Erinnerungsvermögen ja doch erheblich.

Obwohl das nun eigentlich so gar nicht mein Farbschema ist, bin ich mit dieser Minipalette doch recht zufrieden und kann mir gut vorstellen, sie ob ihrer Dezenz (tolles Wort, gibt’s wahrscheinlich gar nicht) öfter einzusetzen.

Setzt ihr bei der Augenbemalung gern auf braun, oder habt ihr’s doch lieber bunt? (Die Ganz-Nackig-Fraktion darf sich auch gern zu Wort melden.)

[Nagellack] Noch mehr Arbeiterglamour

Spät, aber hoffentlich nicht zu spät (in „meinem“ DM steht noch der relativ abgegraste und mit Glitzerpuder besprenkelte Aufsteller): Der graue Schönling aus der ziemlich gelungenen „Denim Delight„-LE von P2 mit dem wenig originellen, aber treffenden Namen „Grey Denim„. Wie sein Geschwisterchen „Navy Washed Denim“ enthält er Glitzer-/Schimmerpartikelchen, die ich weder als eindeutig silbern noch als gold bezeichnen mag.
Die Deckkraft ist auch hier wieder sehr gut – wenn man sich geschickt anstellt, kann man mit einer Schicht auskommen. Da ich aber nicht geschickt bin und ein paar kahle Stellen und ähnliche Makel in Schicht 1 fabriziert habe, trug ich doch lieber zwei Schichten auf – die auch hier wieder matt trocknen, was die Jeansoptik noch unterstützt.


Weil mein Gedächtnis so mies ist, dachte ich kurz, dass farblich kein großer Unterschied zwischen den beiden hellen Denimlacken bestünde. Aber wie wir hier sehen, sehen wir, dass die Differenz doch ziemlich eindeutig den Kauf Beider rechtfertigt.

 

Gibt’s die LE bei euch noch? Oder ist es euch wurscht, weil ihr sie entweder schon leergekauft habt oder euch einfach nichts daraus interessiert?

[Nagellack] Krachender Betrug

Ich bin verwirrt. Wie kommt das, dass immer so viele Tage zwischen den einzelnen Posts liegen? Irgendwie scheinen sich die gefühlten zwei Tage Abstand unkontrolliert zu dehnen. Eigenartiges Phänomen.
Nunja. Heute zu einem Popoloch* von einem Lack (*erst war’s ein Arschloch, hat sich aber etwas rehabilitieren können): Dem KIKO Rock-Top in „602 True Red„. Es gibt noch einige richtig schön bunte KIKO-Crackles mehr (die derzeit übrigens auf der Website grad mal 2,50€ kosten – ich hab‘ in Dresden fast 5 Euronen gezahlt und bin leicht pikiert), ich besitze ansonsten noch den Grünen, mit dem ich sehr zufrieden bin, aber den stelle ich euch noch gesondert vor (ihr wisst schon – irgendwann…).
Dieses knallrote Etwas jedenfalls ließ mich schon von tollen, kontrastreichen Kombinationsmöglichkeiten schwärmen und wurde zunächst von mir über einem schimmernden Dunkelgrau („Must-Have“ von essence, schon länger nicht mehr erhältlich) aufgetragen. Dabei schwante mir schon Böses, denn der Lack schien recht schwach pigmentiert zu sein. Und in der Tat – obwohl ich schon so viel roten Lack wie nur möglich auf die Nägel patschte, erreichte ich nur…
…eine Art Rostbeschichtung (links im Urzustand, rechts mit Überlack zwecks Glanz). Zwar finde ich diese Optik durchaus auch gelungen – aaaaaber vom erhofften, auch über schwarz noch intensiven Knallrot ist es eben meilenweit entfernt.
Es folgten Schimpftiraden, durchweinte Nächte und immenser Trostschokoladenkonsum.

Nachdem ich aber den ersten Frust überwunden hatte, gab ich dem überhaupt nicht wahren Rot doch noch mal eine Chance und ihn über schimmerndes Orange (auch nicht mehr erhältlich – P2-LE von irgendwann)… Und ja, dort kommt ersiees dem erhofften Farbton ein ganzes Stück näher. (Auf Zeigefinger und Daumen übrigens noch ohne Überlack – wie ich das von anderen Cracklelacken gewohnt bin, trocknet auch der KIKO matt.)
Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, denn eigentlich wollte ich das Rot gern auf dunkleren Tönen tragen – und da taugt es dann nur für eine (zugegebenermaßen auch recht interessante) Rost-Optik.

Seid ihr schon wieder völlig gelangweilt von der Crackelei, ist eine Farbenpracht wie bei KIKO dann doch wieder interessant, oder sammelt ihr euch crackletechnisch eh durch den ganzen Regenbogen?

[Nagellack] Arbeiterglamour und Schubladisierungsschwierigkeiten

Nachdem ich mich vor wenigen Tagen fragte, ob man sich zum Zwecke des Nageldesigns nicht eigentlich auch mal Stoff auf die Finger kleben könnte (was ich aufgrund von Faulheit und akutem Grobmotor erstmal auf „irgendwann“ verschob), schien mir beim heutigen DM-Besuch, als würde P2 mir diese Last abnehmen wollen, indem er/sie/es mir Jeans-Lacke präsentierte. (Derart lange Sätze sind als Einleitung eher suboptimal, kann das sein?) Genauer gesagt eine ganze Limitied Edition zur Hosenthematik, mich interessierten aber nur die Lacke. Mitgenommen und sofort getestet wurde dann „Navy Washed Denim„, ein hellblaues Etwas mit silbrigen Partikeln.
Diese Partikel sorgen zwar für die Existenzberechtigung in meiner Sammlung, bereiten mir bei der Beschreibung aber Probleme: Um sie „Schimmer“ zu nennen, sind sie zu groß – bei „Glitzer“ denke ich aber sofort an noch größere Partikel. Also bleibe ich wohl bei der Bezeichnung „Partikel“. Auch farblich weiß ich sie nicht so recht einzuordnen: Besagte Partikel sind nämlich irgendwie nicht nur silbern, sondern erscheinen manchmal auch leicht golden. Also quasi eine silberne Basis mit goldenem Touch? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall interessant, das ganze Gemisch.

Beim Auftragen erwarteten mich dann zweierlei Überraschungen: Erstens die gute Deckkraft (vorsichtshalber rechne ich grundsätzlich mit schlechter Deckkraft) – ihr seht hier nur eine (zugegeben etwas dickere) Schicht!

Und zweitens das „Finish“ (deutsche Alternativvorschläge bitte!): Weder glänzend noch matt (auf den Fotos wirkt der Lack glänzender, als er ist, weil er noch nicht gänzlich trocken war). Wobei… Beim näheren Beglubschen meiner Nägel würde ich ihn sogar mehr in der matten Ecke ansiedeln.


Ob mir das Finish (Ende? Abschluss? Appretierung? Alles Käse!) so recht gefällt, weiß ich noch nicht, finde es aber zum Thema passend, weil mich der Lack so noch mehr an Jeans erinnert. (Glitzernde Exemplare dieser Gattung haben sich – zu Recht, wie ich finde – nicht durchgesetzt.)

Habt ihr euch schonmal Stoff auf die Nägel geklebt? Und was haltet ihr von schwieriger Schubladisierung einzelner Produkte im Rahmen von Beschreibungszwängen?

[Nagellack] Schockierende Neuheiten

Als ich derletzt in „meinem“ DM war, in dem noch weit und breit nichts von der Catrice-Theke zu sehen war, erblickte ich einen kleinen, aber feinen Aufsteller. Mit einer Catrice-LE namens „FeMALE“ (die mich aufgrund des Titels und der Aufmachung mit burschikosen Mädchen direkt an unsere Schönheits-/Androgynitätsdiskussion erinnerte – liest Cosnova hier etwa mit? *Paranoia-Alarm!*), deren Ankündigung ich offenbar verpasst habe. Vor lauter Schreck wollte ich am liebsten den gesamten Aufsteller leerkaufen, entdeckte aber nicht wirklich viel Schönes.
Bis auf einen Lack mit dem Namen „Who Are Blue?“ (Catrice‘ Wortspiele weiß ich oft zu schätzen, dieses hier verstehe ich aber nicht. Soll das von „Who Are You?“ herrühren?), den ich mal ganz selbstbewusst als fliederfarben zu deklarieren wage.
Beim Auftragen gesellten sich zur Überraschung über seine Existenz noch zwei weitere Schocks:
Erstens der monströse Gigant von einem Riesenpinsel, der meinen Kleinen-Fingernagel ganz mühelos komplett bedeckt. Hier im Vergleich zum Standard-Essence-Lack-Pinsel:

Meine erste Reaktion war von Begeisterung weit entfernt, da ich für gewöhnlich mit kleiner ausfallenden Pinseln besser klarkomme (die P2-Pinsel beispielsweise lassen mich manchmal nahezu verzweifeln, weil ich damit nicht ohne Sauerei nah genug an die Nagelhaut herankomme). Da dieser Pinsel aber abgerundet ist, trat das Nagelhautlückenproblem nicht zu Tage und mein Schock war schnell überwunden.
Doch der zweite Schock folgte sogleich, denn der Lack trocknet… seltsam. Weder matt noch glänzend, sondern irgendwas dazwischen. Der Text auf dem Fläschchen bezeichnet das als „Soft Touch“. Ahja. Ganz schön innovativ (und sachlich falsch, denn die Oberfläche fühlt sich ganz normal und nicht weich an *stänker*). Sei’s drum, hier geht’s ja um die Optik, und ich muss sagen: Ich mag’s nicht, zumindest nicht bei dieser Farbe (das Foto zeigt übrigens die oft präsentierte Zweischichtigkeit – und Georg lebt wieder, juhu!).
Das ist aber auch kein echtes Problem, schließlich gibt es Überlack. Und mit solchem darüber gefällt mir der Lack gleich eine ganze Ecke besser.
Und jetzt kann ich auch endlich die schöne Farbe genießen, von der ich durch die sonstigen Eigenarten ziemlich abgelenkt war. (Zumal ich den auf dem Foto sehr auffälligen Lackierfehler am Zeigefinger in natura mit der Lupe suchen muss. O.ô)

Was für Pinsel habt ihr am liebsten/findet ihr am schrecklichsten? Und was haltet ihr vom „Soft Touch“-Finish, das keines ist?