Die Goldene Himbeere 2014

Copper Lining Was macht man am besten mit vielen tollen Pigmenten? Na klar doch, rumspielen!
Was aber, wenn für die Spielstunde nicht viel Zeit (und/oder Lust) da ist? Dann gibt’s eben ’nen Quickie. (Was das jetzt wieder für Suchanfragen bringen wird…) Und zwar mit dem Ombretier, das ja mittlerweile eine riesige Population aufweist und sich in zahlreichen Biotopen heimisch fühlt. So auch neben Nägeln und Haaren auf dem Auge (oder sogar beiden!). Schminkmädchen™ nennen das dann „Gradient Liner“ und benutzen dafür mindestens dreiundsiebzig Farben.
Copper Lining 3

Die Faultierfraktion™ hingegen kommt schon mit zwei Farben aus. In meinem Fall ChriMaLuxe‚ „Copper Shimmer AKA 77“ und „Raspberry AKA 72„.
ChriMaLuxe 77 Copper Shimmer & 72 Raspberry

Als Trägermaterial kamen Lidschattenbase und ein schwarzer, kajalener Lidstrich (beides von alverde) zum Einsatz.
Dem kupfernen Schimmer war das aber, wie ich glaube, reichlich egal, der hätte vermutlich unten ohne genauso geschillert. Und für die Himbeere war eine schwarze Basis zwar nicht die allerbrillanteste Wahl, aber auch nicht die schlimmste.

Copper Lining 2

 

 

Schnelle Sache, netter Effekt. Finde ich wenigstens.

Und ihr so? Habt ihr schonmal eure Augenlider mit einem Farbverlauf liniert? Und wenn ja, mit wievielen (und welchen) Farben?

Mutproben

Kupfer-grün-lila Augenbemalung
Wenn ich nicht grade versuche, mich in Stürmen und Tsunamis auf einem wahnwitzig schwankenden kleinen Roller zu halten, um Menschen in Pyjamas Pizza zu liefern, oder in den gleichermaßen ranzigmuffigen Klassenräumen „wie früher“ die Schulbank drücke, dann:
spiele ich nach wie vor mit Farben. Und dann IN YOUR FACE (also „my“, also ihr wisst schon).Kupfer-grün-lila Augenbemalung 4
Zum Beispiel kupfer, grün und lila. Von denen die beiden ersten (hier schonmal gezeigt) von ChriMaLuxe sind und „77“ (ehemals Copper Shimmer) sowie „95“ (früher Green Velvet) heißen.
Das Grün ist übrigens in der Realität kräftiger und vor allem nicht so durchscheinend (der Blitz, wie immer…). Vielleicht kann ich dafür eines fernen und schönen Tages tatsächlich mal den Bildbeweis antreten. (Wenn der Papst und Lady Gaga schmusen, und die Hölle zugefroren ist, bin ich nämlich auch ’ne Topfotografin.)
Das Violett ist hier in letzter Zeit schon fast überrepräsentiert, es handelt sich nämlich um das dunkle Lila aus dem „Mauve Sensation„-Quattro von alverde.
Und jetzt sagen die Hauptdarsteller mal „Cheeeeese“:
Kupfer-grün-lila Augenbemalung Protagonisten
Nicht im Bild und doch ganz vorn mit dabei, war noch die Lidschattenbasis von alverde. Die Gute bleibt halt lieber im Hintergrund. Aber ohne sie wäre das Ganze absolut nicht möglich gewesen, darum ein herzliches Dankeschön nochmal an dieser Stelle von allen Beteiligten.

Kupfer-grün-lila 2Nun, so sah das also aus. Mir hat’s gefallen.

Und euch? Was haltet ihr von der Kombination?
Könnt ihr das alverde-Lila noch sehen oder seid ihr langsam übersättigt?

Ein Feuerwerk aus der Ideenschmiede

„Ein Feuerwerk aus der Ideenschmiede“ ist ganz klar ein kackendreister Euphemismus. Ehrlicher heißt das dann: Ein Sammelsurium aus Bildern, die ich nicht anderweitig zu verwenden wusste (aber sowas klickt doch keiner, oder?). Sei es, weil es nur ein vernünftiges Foto (wenn überhaupt) der Maniküre gab, sei es, weil ich keinen blassen Dunst mehr habe, was da zur Verwendung kam.

Beginnen wir mit etwas entfernt Halloweenartigem (jaja, die Party ist vorbei, ich weiß – aber ich pupse gepflegt auf Tagesaktualität), einer Doppelcrackelei in schwarz und dann weiß über orange.Doppelcrackle orange schwarz weißDann gab’s da noch ein Stamping über meinem liebsten Lieblingsblau.
Blau mit metallischem StampingDesweiteren ein Stamping in silbern auf violettem Grund (diese Kombination fabrizier ich andauernd, ich muss mich schwer zusammenreißen, das nicht wöchentlich zu tun).
Lila mit silbernem StampingSchon wieder Doppelcrackelung, ich kann’s einfach nicht lassen.
Doppelcrackle in rot-schwarzAnother stamping bites the dust… Leomuster, auch so ’ne Sache, die ich nahezu täglich stempeln würde, wenn ich mich nicht zu Abwechslung zwingen würd.
Leo-Stamping in Orange
Miserables NageldesignNeben der stark schwankenden Fotoqualität (bitte nicht beachten – das wird sicher sowas von funktionieren…) fällt vermutlich auf, das ich immer wieder Ähnliches mit meinen Nägeln anstelle. Das liegt unter Anderem daran, dass meine Gehversuche in Richtung „mal voll was Originelles machen!“ nicht selten so enden wie hier rechts im Bild: In einem tragischen „Wie zum Geier kam ich bitte auf die Idee, dass das gut aussehen könnte?
Tja, und so lande ich eben immer wieder bei Althergebrachtem. Super Ausrede, oder?

Ist hier was dabei, das euch gefällt? Wie kreativ (oder eben nicht) seid ihr, wenn’s um eure Nägel geht? (Und wer von euch hat die Fotos qualitativ miteinander verglichen?)

[Nagellack] Das Violila-Dilemma und eine schöne Sauerei

KIKO nail lacquer "333 Viola Brillante"Es gibt zwei Farben, von denen ich nicht genug bekommen kann: Grün und grün. Und lila (oder violett? wenn mir jemand den Unterschied erklären kann, immer raus damit). Um Letzteres geht es heute. In Form eines wunderschönen KIKO-Nagellacks mit der fast ebenso schönen Nummer „333“ (und dem Namen „Viola Brillante„).
Blöderweise interpretiert meine Kamera Lilatöne grundsätzlich anders als ich und lässt sich von mir auch nicht umstimmen. Darum weise ich darauf hin, dass ich der Meinung bin, dass dieser Lack in der Realität ein bisschen heller und ein bisschen weniger dunkelblau ist.

Decken tut das Schätzchen ganz hervorragend, und zwar schon nach einer (!) Schicht. Zum Teil seht ihr hier trotzdem zwei, weil ich ja immer und überall Macken reinhaue.
KIKO nail lacquer "333 Viola Brillante" aufgetragen/SwatchSo weit, so schön. Allerdings erinnerte mich die Farbe sehr stark einen anderen in meinem Besitz befindlichen Lack, nämlich essence‚ „Passion for Fashion“ (gibt’s den noch? Klärt mich gerne auf), den ich euch an anderer Stelle schonmal komplett farbverfälscht gezeigt habe – ein Hoch auf die Informativität meines Blogs!
Jedenfalls drängte sich ein Vergleich auf, den ich an der rechten Hand vornahm (ganz recht, da lackiere ich noch schlimmer als an der Linken):
Vergleich KIKO nail lacquer "333 Viola Brillante" & essence "Passion for Fashion"Ich behaupte, dass sich „Pashion for Fashion“ auf dem kleinen und dem Mittelfinger befindet, könnte das aber nicht beschwören. Auf dem Foto kann ich für meinen Teil mal so gar keinen Unterschied erkennen, in der Realität hatte ich den Eindruck, dass der essenceling eine Idee (aber auch wirklich nur eine Idee) heller sei als der KIKO.
Darum wage ich zu behaupten: Wer einen der beiden besitzt, braucht den anderen nicht. Wer aber keinen der beiden besitzt und die Farbe mag, dem rate ich eher zum KIKO, da dieser deckender ist als der essence-Lack (der ist aber dann auch in zwei Schichten deckend und damit nicht überdurchschnittlich schlecht).

Nailart-Utensil FrischhaltefolieDamit aber nicht genug, aus unerfindlichen Gründen wollte ich meine Maniküre noch weiter verschlimmbessern, denn ich hatte bei Candy Glaze eine ziemlich spannende Nagelverschönerungsmethode entdeckt, die dazu noch idiotenfreundlich wirkte. Kurz gesagt: Man nehme ein Stück Frischhaltefolie, zerknülle es, gebe Lack darauf und tupfe sich das dann auf die Nägel.
Klingt simpel. Und das Beste: das ist es auch. Das kleine Manko ist, dass man sich dabei auch die Haut um den Nagel kräftig einsauen kann, weswegen zumindest ich zum Entfernen der Patzer gefühlt dreimal so lang gebraucht habe wie für die eigentliche Methode. (Ich hatte zwar eine halbe Minute zuvor die vielversprechende Idee, jene Haut mit etwas Öl zu präparieren, damit der Lack dort nicht haftet – aber mein Eintagsfliegengedächtnis hatte das sofort im Anschluss schon wieder vergessen.)
Genug gelabert, hier seht ihr, was ich (unter Zuhilfenahme von essence‘ „Be Optimistic!„) fabriziert habe:
KIKO nail lacquer "333 Viola Brillante" mit Nail ArtGanz schön schön, oder? Also mir gefällt es sehr, und ich werde das sicher noch mit anderen Farbkombinationen (und Öl – falls ich denn dran denke) ausprobieren.

Leidet ihr auch unter blitzartigem Gedächtnisschwund? Besitzt ihr einen der beiden lila Lacke? Und was meint ihr zur Frischhaltefolienmethode?

Sonnenuntergangsauge

Leute, ich muss ein Geständnis ablegen: ich bin stolz. Demut ist eine Zierde, Eigenlob stinkt, Hochmut kommt vor dem Fall, bla bla bla. Drauf gepupst. Man muss sich auch mal selber auf die Schulter klopfen dürfen. Bevor das hier aber in reine Selbstbeweihräucherung ausartet, zeige ich euch noch, was mich denn eigentlich stolz gemacht hat. Nämlich das hier:
Augenbemalung in orange-rot
Ich trage zwar immer noch ziemlich selten Lidschatten im Alltag, aber ich übe mehr und mehr. Und eines dieser Experimente seht ihr hier. Wenn man sowieso nur rumspielt, kann man auch gleich zu „fiesen“ Farben greifen. Und völlig wider Erwarten sah das Ergebnis erstaunlich wenig nach Augenentzündung aus. Zumindest für mein Empfinden.
Augenbemalung in orange-rotAugenbemalung in orange-rot

Verwendet habe ich übrigens
– einen LE-Lidschattenstift in Gold von alverde als Base, anfZutaten für Augenbemalung in orange-rotangs noch
– das Orange aus dem Uralt-Lidschattenduo „Sweet Melon“ (auch alverde), weil zu schwach habe ich dann aber noch
– den Orangeton aus einer essence-Palette (ebenfalls LE, Legends of the Sky) drübergepinselt. Dazu noch
– ein urururalter H&M-Lidschatten in rot und
– den ausgelisteten „Carbon Black„-Lidschatten (schon wieder alverde) als Lidstrich.
(Lest ihr auch nur noch „Lid-“ und „alverde“? Kleiner Wortoverkill…)

Was meint ihr, ist das nun augenentzündungsverdächtig oder nicht? Wären die Farben etwas für euch oder wär euch das doch zu bunt?

[Nagellack] Ich kann zaubern! Nicht…

Weeeer ist mit kleinkindlicher Begeisterung dabei, wenn’s um Nagellack mit Spezialeffekt geht? Ihich, ihich!
Darum musste ich mir selbstverständlich einen Lack aus der neuen „Colour and Change„-Reihe von essence zulegen. Diese Lacke verändern ihre Farbe da, wo man Überlack aufträgt (essence bietet natürlich einen Extralack dafür an, aber ich habe da mal den Bloggern vertraut, dass es auch stinknormaler Überlack tut – der von essence hat allerdings einen dünneren Pinsel für filigranere Malereien). Mein Erstling aus dieser Reihe heißt „Kind of Magic“ und hat eine ocker- oder senfgelbe (oder so) schimmernde Grundfarbe.

Ohne Überlack sieht das (nach einer Schicht, schonmal Daumen hoch für die Deckkraft!) dann so aus:

Etwas seltsame Farbe, aber immerhin eine, die ich so noch nicht habe.

Nun aber zum spannenden Teil, der Spielerei mit Überlack…

Hmmm… Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Der Effekt ist auf jeden Fall sichtbar, klare Sache, aber gucken wir uns nochmal die Kappe an…
Danach gehend habe ich mir doch einen deutlich stärkeren Kontrast erhofft. (Eine zweite Schicht Überlack hat übrigens exakt nichts bewirkt – ein Foto davon gibt es zwar, aber da das so aussieht wie oben, ist’s wohl überflüssig.)

Wegen dieser Enttäuschung, und weil ich noch irgendwas Haariges einlackiert hatte (das laste ich dem Lack aber ausnahmsweise nicht an), habe ich noch eine Schicht drüberlackiert, und nach langer Zeit mal wieder meine Stampingutensilien bemüht (die Schablone m82 von Konad und einen uralten braunen Lack) und eine 70er-Jahre-Gedenkmaniküre fabriziert – was natürlich meine volle Absicht war *hust*.

Wie der aufmerksame Leser schon erahnt, habe ich hier wieder Überlack bemüht (weil mir das Stamping ohne zu matt war). Wunderschön zu sehen ist hier, wie ungleichmäßig der „magische“ Effekt zutage tritt… Und meine kleinkindliche Begeisterung ist dahin.
(Ich habe noch ein zweites Exemplar dieser Lackreihe hier und werde es auf jeden Fall noch testen – aber erst, wenn meine Tränen der Enttäuschung getrocknet sind und ich diesen Fehlschlag psychologisch aufgearbeitet habe.)

Seid ihr auch leicht zu fangen mit solchen Spielereien oder interessiert euch das gar nicht? Wenn ihr solch einen Lack habt: War der Effekt wie erwartet oder eher enttäuschend?

[Nagellack] Märchenhaft von gestern

Aloha, ihr Lieben!
Nach zwei Wochen fantastischstem Wetter (aber trotzdem ohne Sonnenbrand, ich bin mächtig stolz), Strandgegammel und der Erfahrung, dass Wandern und ich keine Freunde werden, bin ich zurück – offensichtlich. Möglicherweise folgt noch ein Urlaubsbericht, aber dafür gilt es erst einmal, sämtliche Fotos sämtlicher anwesender Kameras zu sammeln und zu sichten. Und wenn das dann geschehen ist, ist es wahrscheinlich schon Oktober und der ganze schöne Bericht hinfällig. Wir werden sehen.

Nun aber zurück zum Tagesgeschäft. Da ich hier auf meinem Ersatzbetriebssystem keine vernünftige Fotosoftware habe und wahrlich nicht den Nerv, mit Paint herumzupimmeln, muss ich auf die „Ich hab‘ da mal was vorbereitet…“-Kiste zurückgreifen und präsentiere einen Lack, den es höchstwahrscheinlich gar nicht mehr zu kaufen gibt: Ein kräftiges Orange mit dem Namen „Doc“ aus der essenceschen „Snow White„-LE.
Der Flaschenvergleich zeigt, dass dieser Farbton quasi ein kräftigeres „Notice Me!“ (von P2) ist und meilenweit von „Wake Up!“ von essence entfernt liegt. Da kann ich mir doch beruhigt den Angstschweiß von der Stirn wischen, so einzigartig ist der Neuling in meiner Sammlung.
Jetzt aber zum Wichtigstem: Dem Lack in Äkschn!

Zwei Schichten machen aus deinen Nägeln einen Vogelbeerenverschnitt, der der Welt laut „Vorsicht, giftig!“ entgegenbrüllt. (Oder auch nur: „Um aufzufallen, ist mir nix zu doof.“)
Abgesehen von meiner hanebüchenen Interpretation möchte ich zu dem Fazit kommen, dass ich diesen Lack ausgesprochen schön finde, mir aber gut vorstellen kann, dass es nicht jedem so geht.

Ist das ein Lack nach eurem Gusto oder eher nicht? Habt ihr ihn oder etwas Anderes aus der Schneewittchen-LE gekauft? Und gibt es überhaupt die Vogelbeere oder heißt das Pflänzchen ganz anders?

(Eure Kommentare habe ich selbstverfreilich nicht übersehen und freue mich sehr darüber, brauche aber in gewohnter Schluffimanier noch ein Weilchen, um sie zu beantworten.)

[Nagellack] Anziehungskummer und die Verdunkelungstaktik

essence hat einen „Liebestrank“ gebraut. Da dieser aus der „nail art magnetics„-Reihe, sprich magnetisch, ist, wollen wir mal wohlwollend den Namen als passend deklarieren (Magnetismus -> Anziehungskraft -> Liebe). Einzig das Ausrufezeichen in „Love Potion!“ erschließt sich mir nicht. Zur Einordnung in meine Sammlung: Ich finde, er liegt farblich ziemlich genau zwischen „Just in Case“ und „Be Optimistic!“ (beide auch von essence).

Wer nicht weiß, was es mit magnetischen Lacken auf sich hat: Man trägt den Lack auf einen Nagel auf und hält sofort einen (meist separat zu erwerbenden) Magneten für mindestens dreißig Sekunden so dicht wie möglich drüber, woraufhin sich ein hübsches, fast schon dreidimensionales Motiv quasi aus dem Nichts materialisiert. (Zum Beispiel hier zu sehen.) Wichtig dabei: Jeden Nagel einzeln bearbeiten, also nicht erst alle lackieren und dann nacheinander magnetisieren. Ein Heidenspaß. Erstens braucht es dafür Geduld, zweitens eine sehr ruhige Hand, da man sonst sehr schnell den Magneten in den Nagellack tunkt.
Glücklicherweise sind bei mir beide Voraussetzungen sowas von nicht erfüllt, und so erzielte ich folgendes Resultat:
Ein Satz mit X, das war wohl nix… Wie immer, wenn ich mit Magneten rummache. Einzig am Daumen kann man erahnen, was passieren sollte, aber ansonsten – bäh. Dabei hab‘ ich schon in jeden Nagel 45 Sekunden und mehr investiert, und ganz ganz ganz nah am Lack befand sich der Magnet auch. Grmpf.
Was ich noch erwähnen sollte, ist, dass dieser Magnetlack weniger Deckkraft als seine älteren magnetischen Geschwister aufweist. Deshalb fand ich es sinnvoll, erst eine Schicht „normal“ zu lackieren und trocknen zu lassen und dann erst das (etwas frustrierende) Magnetisierungsprozedere durchzuführen.

Da ich nun aber nach der ganzen Arbeit keine Lust hatte, direkt alles wieder zu entfernen, warf ich flugs einen Neukauf (ja, „neu“, denn gewisse IhrPlätze fungieren netterweise als LE-Archiv) darüber, namentlich „Punk Royal“ aus der Rebels-LE. An sich hätte mich der nicht weiter interessiert, denn reine Verdunklung ist für mich unattraktiv. Aber dank des weltweiten Netzes erfuhr ich, dass auch große schwarze Glitzerpartikel enthalten sind. Sowas wollte ich schon lange!

Und, tadaaa:

Schon besser, findet mein müdes Auge. Na gut, Glitzerpartikelpositionierung muss ich noch üben, aber meine Feinmotorik erschöpfte sich im Magnetdebakel (es gibt keine Ausreden, es gibt nur Perspektivenvariabilität).
Habt ihr schon Lacke magnetisiert? Wenn ja, wart ihr erfolgreicher als ich oder habt ihr frustriert nach zwei Nägeln aufgegeben?
Und was haltet ihr von verdunkelnden Überlacken – Cool oder Quatsch?

[Mach’s dir selbst] Geschenke verpacken für Chaoten

Nachdem ich mich in der Vergangenheit bereits als Geschenkverpackungstrottel geoutet habe (in dem Post taucht auf wundersame Weise auch der verflossene Goldglitzer auf), gibt es heute sogar eine Anleitung (oder Tutorial, wie der Möchtegerncosmopolit sagen würde) dazu.

Schritt 1: Ein Geschenk verpacken wollen und feststellen, dass kein Geschenkpapier auffindbar ist. (Dabei Winkel der Wohnung entdecken, von deren Existenz man zuvor nichts ahnte.)

Schritt 2: Alufolie und Zeitungspapier als Alternativen verwerfen, tolle Bastelidee haben. Sich schonmal die Freude und Anerkennung des Beschenkten ausmalen.

Schritt 3: Zwei Blatt buntes Papier in Streifen schneiden.

Sich dabei nochmal mental auf die Schulter klopfen für die tolle Idee.

Schritt 4: Jene Streifen miteinander verflechten.

Staunen, dass man so originell sein kann.

Schritt 5: Größe abschätzen:

Könnte passen.

Schritt 6: Tut’s aber leider nicht.

Allmählich leicht panisch werden.

Schritt 7: An überstehendem Papier verzweifeln.

Sich innerlich auf den Spott des Beschenkten einstellen. („Hey, ich weiß doch, dass du scheiße im Verpacken bist, du musst das nicht immer wieder beweisen.“)

Schritt 8: Den Tränen nahe alles in eine Geschenktasche stopfen.
Fertig! (Auch mit den Nerven.)

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[ ] In etwa so sehr wie der Hinweis „Nicht zum Verzehr geeignet“ auf Kerzen
[ ] Klar, ich beschenke gerne Leute, die ich nicht leiden kann, und weiß jetzt endlich, wie ich meine Geringschätzung zum Ausdruck bringen kann.

[Nagellack] Krachender Betrug

Ich bin verwirrt. Wie kommt das, dass immer so viele Tage zwischen den einzelnen Posts liegen? Irgendwie scheinen sich die gefühlten zwei Tage Abstand unkontrolliert zu dehnen. Eigenartiges Phänomen.
Nunja. Heute zu einem Popoloch* von einem Lack (*erst war’s ein Arschloch, hat sich aber etwas rehabilitieren können): Dem KIKO Rock-Top in „602 True Red„. Es gibt noch einige richtig schön bunte KIKO-Crackles mehr (die derzeit übrigens auf der Website grad mal 2,50€ kosten – ich hab‘ in Dresden fast 5 Euronen gezahlt und bin leicht pikiert), ich besitze ansonsten noch den Grünen, mit dem ich sehr zufrieden bin, aber den stelle ich euch noch gesondert vor (ihr wisst schon – irgendwann…).
Dieses knallrote Etwas jedenfalls ließ mich schon von tollen, kontrastreichen Kombinationsmöglichkeiten schwärmen und wurde zunächst von mir über einem schimmernden Dunkelgrau („Must-Have“ von essence, schon länger nicht mehr erhältlich) aufgetragen. Dabei schwante mir schon Böses, denn der Lack schien recht schwach pigmentiert zu sein. Und in der Tat – obwohl ich schon so viel roten Lack wie nur möglich auf die Nägel patschte, erreichte ich nur…
…eine Art Rostbeschichtung (links im Urzustand, rechts mit Überlack zwecks Glanz). Zwar finde ich diese Optik durchaus auch gelungen – aaaaaber vom erhofften, auch über schwarz noch intensiven Knallrot ist es eben meilenweit entfernt.
Es folgten Schimpftiraden, durchweinte Nächte und immenser Trostschokoladenkonsum.

Nachdem ich aber den ersten Frust überwunden hatte, gab ich dem überhaupt nicht wahren Rot doch noch mal eine Chance und ihn über schimmerndes Orange (auch nicht mehr erhältlich – P2-LE von irgendwann)… Und ja, dort kommt ersiees dem erhofften Farbton ein ganzes Stück näher. (Auf Zeigefinger und Daumen übrigens noch ohne Überlack – wie ich das von anderen Cracklelacken gewohnt bin, trocknet auch der KIKO matt.)
Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, denn eigentlich wollte ich das Rot gern auf dunkleren Tönen tragen – und da taugt es dann nur für eine (zugegebenermaßen auch recht interessante) Rost-Optik.

Seid ihr schon wieder völlig gelangweilt von der Crackelei, ist eine Farbenpracht wie bei KIKO dann doch wieder interessant, oder sammelt ihr euch crackletechnisch eh durch den ganzen Regenbogen?