Die Goldene Himbeere 2014

Copper Lining Was macht man am besten mit vielen tollen Pigmenten? Na klar doch, rumspielen!
Was aber, wenn für die Spielstunde nicht viel Zeit (und/oder Lust) da ist? Dann gibt’s eben ’nen Quickie. (Was das jetzt wieder für Suchanfragen bringen wird…) Und zwar mit dem Ombretier, das ja mittlerweile eine riesige Population aufweist und sich in zahlreichen Biotopen heimisch fühlt. So auch neben Nägeln und Haaren auf dem Auge (oder sogar beiden!). Schminkmädchen™ nennen das dann „Gradient Liner“ und benutzen dafür mindestens dreiundsiebzig Farben.
Copper Lining 3

Die Faultierfraktion™ hingegen kommt schon mit zwei Farben aus. In meinem Fall ChriMaLuxe‚ „Copper Shimmer AKA 77“ und „Raspberry AKA 72„.
ChriMaLuxe 77 Copper Shimmer & 72 Raspberry

Als Trägermaterial kamen Lidschattenbase und ein schwarzer, kajalener Lidstrich (beides von alverde) zum Einsatz.
Dem kupfernen Schimmer war das aber, wie ich glaube, reichlich egal, der hätte vermutlich unten ohne genauso geschillert. Und für die Himbeere war eine schwarze Basis zwar nicht die allerbrillanteste Wahl, aber auch nicht die schlimmste.

Copper Lining 2

 

 

Schnelle Sache, netter Effekt. Finde ich wenigstens.

Und ihr so? Habt ihr schonmal eure Augenlider mit einem Farbverlauf liniert? Und wenn ja, mit wievielen (und welchen) Farben?

[Mach’s dir selbst – oder besser doch nicht?] Ganznagelsticker

Ich weiß ja nicht, ob ihr’s noch wisst, aber vor einiger Zeit hatte ich mal ein deprimierendes Erlebnis mit diesen hippen Ganznagelstickern, die’s mittlerweile überall gibt. Ich bin immer noch sauer auf die Rotzdinger und boykottiere sie nach wie vor. Leider finde ich die zugrunde liegende Idee, sich quasi eine fertige Maniküre auf die Nägel zu pappen und die miese Trocknungszeit und ähnliche Umstände schlicht zu umgehen, dennoch reizvoll.

Glücklicherweise haben viele Nagelblogger viele originelle Einfälle, und so stieß ich irgendwann mal über eine Anleitung zum Selberbasteln. Exakt diese Anleitung konnte ich leider nicht mehr finden, aber sie ist auch simpel und schnell wiedergegeben:
DIY GanznagelstickerMan nehme dickere Plastikfolie, wie z. B. einen Gefrierbeutel, und pinsele darauf in der gewünschten Grundfarbe ein größeres Rechteck (halt ungefähr so, dass man am Ende genug Fläche für zehn Nägel hat, logisch). Dieses lasse man dann trocknen und verziere es anschließend in gewünschter Weise. Sodann schneide man es – nach erneuter Trocknungszeit, versteht sich – in zehn Stücke und diese dann optional nochmal etwas in Form, bevor man sie sich auf die Fingernägel klebt (wie genau das vonstatten zu gehen hat, darüber gibt es verschiedene Meinungen: entweder mit Klarlack darunter oder darüber. Auf unlackierten Nägeln würde ich zu Variante eins raten.) Das mit der nichtvorhandenen Trocknungszeit ist dann natürlich nicht mehr gegeben, aber die ist immer noch erheblich kürzer, als wenn man das ganze Brimborium direkt auf dem Nagel veranstaltet hätte.

Ich habe mich dabei für den Klassiker Schwarz als Basis entschieden, und dann Schimmerrot und Silber per Strohhalm aufgepustet, weil das beim ersten Versuch so mies in die Hose gegangen ist. Und dann hab ich mich gefreut, weil ich ja jetzt viel weniger Rumgespritze von meinen Fingern entfernen muss. Hach, was war das mal wieder schlau von mir!DIY Ganznagelsticker

Nicht. Denn statt Rumgespritze musste ich natürlich endlos viel schwarzen Lack an den Rändern entfernen (trotz vorherigen ungefähren Zuschnittes). Und wenn irgendeine Lackfarbe sich beim Korrigieren wie ein Arschloch verhält, dann mein ansonsten so hochgeschätztes Schwarz! Dauernd kriecht einem die schwärzliche Suppe unter-über-um Nagelhaut und Nagelränder. Es ist ein wahres Schmutzfest. Und die Ränder fransen mir auch grundsätzlich aus. Immer.
DIY Ganznagelsticker

Irgendwann habe ich resigniert und mir mantra-artig vorgebetet, das fiele ja gar nicht so auf und ach guck mal, wie hübsch das Muster ist!

DIY GanznagelstickerAm Ende war ich aber doch nur mittelmäßig zufrieden, und vor allem hege ich immense Zweifel daran, dass diese Methode weniger aufwendig gewesen wäre als die „Klassische“. Insbesondere mit dem von mir so heißgeliebten elendigen Rumgeschmierekorrigiere.

Nichtsdestotrotz wird das nicht mein letzter Versuch gewesen sein, da ich bei meiner Anleitungssuche auf ein paar äußerst faszinierende Varianten gestoßen bin, die des Nachmachens harren.

Habt ihr schon mal solche „Sticker“ selbst gebastelt, und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Und wer kriegt beim Korrigieren von (insbesondere schwarzem) Lack noch regelmäßig mittelschwere Krisen?

Die pigmentierte Unvernunft

ChriMaLuxe Pigmente 89, 79, 95, 77, 86, 97, 05, 72
Ich glaube, ich muss nochmal was zum Thema Irrationales Kaufverhalten loswerden. Oder auch „Ego und Lidschatten, eine komplizierte Beziehung“. So seht ihr ja hier immer wieder Augenbemalungen (von denen es in nächster Zeit vermutlich mehr geben wird als Nagelbepinselungen, man lese und staune!). Man könnte also meinen, ich würde regelmäßig Lidschatten tragen. Im Gesicht und nach draußen. Ersteres stimmt, letzteres… gar nicht. In Wirklichkeit trägt es sich folgendermaßen zu: Ego sitzt zu Hause rum, und kriegt, aus welchen Gründen auch immer, Lust, irgendwelche Farben zu kombinieren. Möglichst in Augennähe. Und das grundsätzlich abends (weil das Licht ja dann so toll ist -.-). Also wird da fleißig rumgepanscht geübt, anstatt ins Bett zu gehen, mit den Ergebnissen, die ihr hier ja regelmäßig bewundern begutachten dürft.

Und in meinem unbändigen Hunger nach Farben schaffe ich mir immer wieder neues Material an. Zum Beispiel wunderschöne Pigmente von ChriMaLuxe Minerals, deren es einige gibt. (Irrationalität Nr. 2: Eigentlich wollte ich mir da nur Foundation bestellt haben. Öhöm.) In Anbetracht der großen Auswahl ist mein Bestand von acht Probegrößen ja dann doch eigentlich gar nicht mehr so übertrieben üppig (Ausredenalarm!). Und damit sich diese Investitionen so richtig gelohnt haben, werd ich jetzt mal ganz informativ und stelle euch die schillernden Schönheiten vor.
ChriMaLuxe Pigmente 79, 89, 95, 77
Hier haben wir von links nach rechts die Nummer 79 (früher bekannt als „Dark Russet„), die 89 („Deep Blue„), 95 („Green Velvet„) und 77 („Copper Shimmer„).
Im Handrückenkontext (oben mit Base, unten ohne) stellen sie sich wie folgt dar:
ChriMaLuxe Pigmente 79, 89, 95, 77 Swatches
(Hier habe ich, wie man wohl unschwer erkennen kann, Dark Russet und Deep Blue „verwechselt“ in Bezug aufs Döschenfoto.)

Ich verweigere mich übrigens der unschönen Idee, die Namen durch Nummern zu ersetzen. Mir ist schleierhaft, wie man darauf gekommen ist. Von mir aus ja noch Nummer und Name, wie allgemein üblich, aber kein Name mehr? Ich möchte fast wetten, dass das auch werbepsychologisch nicht klug ist.

ChriMaLuxe Pigmente 86, 97, 05, 72
Und das hier sind 86 („Purple to Gold„), 97 („Emerald Fire„), 05 („Easter„) und 72 („Raspberry„).
Und wieder handrückengeuhrt, wieder oben mit Base, unten ohne:ChriMaLuxe Pigmente 86, 97, 05, 72 Swatches

Was nahezu allen Pigmenten gut tut, ist eine Lidschattenbasis darunter. Ohne halten die meisten kaum bzw. sind sehr blass. Einzig Dark Russet und Copper Shimmer kommen, zumindest auf dem Handrücken, auch genauso gut ohne klar.

Das einzig matte Exemplar ist Easter, was auch mein kleines Problemkind ist, da ich noch nicht wirklich raushabe, wie man dieses schöne Milkalila satt und ohne Flecken ans Auge bekommt. Dazu aber ein andermal mehr.
Dark Russet besitze ich schon länger und hab ihn schon am häufigsten probegepinselt, weswegen das Döschen so leer erscheint. Obwohl es ja zu meinem Austragungsverhalten so gar nicht passt, steh ich voll auf rote Augen. Also, so lidschattentechnisch. (Notfalls auch von ’nem Heulkrampf oder ’ner Allergie, wenn man nichts anderes zur Hand hat.)
Grün musste natürlich sein, wobei Emerald Fire mich irgendwie an den After-Eight-Lack erinnert (den ich nicht leiden konnte, das potenziell ähnliche Pigment hingegen finde ich hübsch). Green Velvet ist (auf entsprechender Grundierung, wir erinnern uns) übrigens nicht so durchscheinend, wie das Foto vermutet lässt, das liegt nur am Blitz .
Ganz besonders fasziniert bin ich aber vom im Döschen recht unscheinbaren Purple to Gold: blasslila Basis mit güldenem Schimmer. Ich möchte das schon fast als duochrom bezeichnen (und da bin ich ja immer dabei).  Das musste also direkt zu einer Augenbemalung verwurstet* werden.
*)Darf man das eigentlich als Vegetarier?
Purple to Gold to Copper - und Alice 3
Purple to Gold to Copper - und Alice 2
Offenbar hab ich beim Bilder-zurecht-friemeln irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen. Oder so. Jedenfalls kamen die mir vorhin nicht annähernd so duster vor. O.ô
Purple to Gold to Copper - und Alice
InSchrägstrichÜber die Lidfalte kam übrigens Dark Russet. Und dann, weil mir das doch etwas zu kontrastarm war, noch Alice had a Vision – Again (von essence) in die Lidfalte höchstselbst. Das war mir dann unglücklicherweise zu kontrastreich, weswegen ich das Dilemma wieder mit Purple to Gold überstrich. Damit hatte ich zwar viele Umstände, aber dann am Ende doch genau die richtige Abdunklung.
Als Lidstrich kam (über schwarzem Kajal) wieder die visionäre Alice zum Einsatz. Wovon man – erneut ein Hoch auf die Fotografin! – praktisch nichts sieht. Also von der Alice. Vom Kajal schon eher.

Die Protagonisten nochmal alleine…
Purple to Gold to Copper - und Alice Zutaten
…und dann gehen wir endlich schlafen. (Oder doch nochmal irgendwas bemalen?)

Kennt ihr ChriMaLuxe (die ich übrigens für den „Unübersichtlichstes Shoppingerlebnis“-Preis nominieren möchte)? Wenn ja, besitzt ihr Pigmente oder MF? Könnt ihr generell mit Pigmenten was anfangen oder ist euch das dann doch zu staubig?

Fortgeschrittener frisurieller Vandalismus

Ich hab euch ja neulich schon vom Ombretier erzählt. Was ich euch noch nicht erzählt habe: Wenn euch das Ombretier einmal befallen hat, macht es nicht nur eure Fingernägel, sondern im fortgeschrittenen Stadium sogar die Haarfrisur (wie eine Freundin zu sagen pflegt) unsicher.
Und das Ergebnis kann dann so aussehen:
Ombrekopp mittendrin

Und hier eine Anleitung zum Nachbasteln dieses stylishen Ombrelooks:

  1. Man nehme einen straßenköterblonden Naturschopf als Basis.
  2. Man behandle selbigen über Jahre hinweg mit roten Haarfarben (1. Monat Chemiehaarfarbe, 2. & 3. Pflanzenhaarfarbe, und dann wieder von vorn).
  3. Zwischendurch verfalle man auf die kongeniale Idee eines zweifarbigen Schopfes und färbe sich die Unterwolle (die aufm Kopp, bitte) schwarz (1x mit Chemie, 1x mit Indigo).

Das Ergebnis dürfte dann etwa so aussehen (nachdem man zum Schluss ein paar Monate Färbepause gemacht hat, um rekordverdächtige Ansätze zu erzielen):
Ombrekopp vorherOmbrekopp vorher2

(Wer sich über meine Gesichtsfarbe im rechten Bild wundert: Danke, mir geht’s gut, ich hab nur an den Farbreglern gespielt, weil im Original die Haarfarbe zu kräftig ausfiel.)

  1. Sodann nehme man den stärksten Aufheller, den man in der Drogerie finden kann und bearbeite die Haare damit (versuchsweise unter Auslassung des Haaransatzes).
  2. Jetzt hat man schonmal einen Farbverlauf von dunkelblond zu platinblond und orange (in der Unterwolle ein undefinierbares Rot-/Dunkelbraungemisch).

Ombrekopp mittendrin2Ombrekopp mittendrin

(Da ich ja unter chronischer Geschmacksverirrung leide, hat mir das – bis auf den dunklen Ansatz – sogar irgendwie zugesagt, und ich hab mich ein bisschen verflucht, die Ansätze nicht mitblondiert zu haben.)

  1. Als nächstes behandle man die (seltsam bröselig strohigen) Haare mit dunkelblonder Haarfarbe (und bete zu Udo Walz, dass einem der Schopf nicht auf Ohrlänge einfach abbricht).
  2. Und schon hat man einen etwas dezenteren Verlauf von (gefühlt eher mittel- als dunkel-)blond zu einem hübschen Apricot mit roten und braunen Spitzen.

Ombrekopp nachherOmbrekopp nachher2

(Die Ansätze sind übrigens nicht wirklich dunkler als der Rest, das liegt nur am Blitz.)

(Derart brutal verrauschte Bilder wie rechts (bei Tageslicht und voller Innenbeleuchtung!) kriegt man übrigens mit der… einzigartigen Canon PowerShot SX120 IS – also wer drauf steht: Kaufempfehlung!)

Mein Plan war übrigens eigentlich, aus Ansatzmüdigkeit (ich färbe mir die Haare jetzt seit über zehn Jahren) wieder dunkelblond zu werden, und, weil mir das allein aber viel zu langweilig ist, die Spitzen dann lila zu färben. Da es jetzt doch nicht so naturhaarfarben geworden ist, wie ich das gehofft hatte (rot ist ja nun auch die fieseste Haarfarbe, wenn man sie wieder loswerden will), bin ich bezüglich der lila Spitzen allerdings etwas unschlüssig. Ich könnte natürlich die Schritte 4-7 wiederholen, aber ich glaube, meine geplagten Fusseln brauchen erstmal ein Päuschen. Irgendwie gefällt’s mir auch so, wie’s jetzt ist.

(Ich hege ja den Verdacht, dass ich meine Haarfarbe(n) am liebsten mag, wenn sie jeden Farbtypenberater am meisten entsetzen würde(n) von wegen „passend zum Hautton“ etc. Àpropos, würde euch so ’ne Art Frisur-/Haarfarbenhistorie interessieren, oder ist das eher langweilig?)

Was haltet ihr von den Auswirkungen des Ombretieres auf Haarschöpfe? Und welche Färbeanschläge habt ihr schon auf euch selbst vorgenommen?

[Mach’s dir selbst] Flüssige Schwarzkirsche

Aloha, werte Freunde der GeistesumNachtung, der Winterschlaf hat ein Ende. Vorerst.

Offenbar hat die Kosmetikwelt sich auch ohne mich weitergedreht – eine himmelschreiende Unverschämtheit übrigens! – und eine Vielzahl an überflüssigem Krempel begehrenswerten Konsumgütern hervorgebracht. Die ich euch heute gesammelt swatchen und ausführlich reviewen werde. Macht euch auf Picspam und Eyecandy gefasst!!!11elfelf
Nee, is klar.
Frankenlack SchwarzkirscheStattdessen im Angebot: Ein Selbstmachrezept für schwarzkirschigen Nagellack. Oder tiefdunkles Schimmerrot, wem die Essensassoziation zu blumig ist. Sowas wollte ich nämlich schon länger mal in/auf die Finger bekommen, konnte aber keines solchen Lackes habhaft werden. Bis, ja bis mir die fabulöse Idee kam, meines eigenen Glückes Schmied(in – wir sind ja schließlich emanzipiert und müssen das auch kundtun) zu werden und mir die Pampe einfach selbst zu rühren meinen Wunschlack selbst zu mixen, ähm, zu franken, wie das in Schminksprech heißt.

Frankenlack Schwarzkirsche

Es müssen unbedingt diese beiden Lacke sein, alle anderen Mischungen werden explodieren/euch Haarausfall bescheren/für den Tod süßer Babykaninchen verantwortlich sein.

Die Zutatenliste ist so überschaubar wie simpel und besteht lediglich aus zwei Lacken, die sich auch in der kleinsten Sammlung befinden dürften: Schwarz und Schimmerrot. Je nachdem, wie es um den Füllstand der Fläschchen bestellt ist, wird noch ein leeres benötigt. Und dann einfach peu à peu rot zu schwarz kippen (zwischendurch rühren – nicht schütteln), bis der gewünschte Farbton erreicht ist.
Et voilà: Schwarzkirsche prêt-à-porter!
Frankenlack Schwarzkirsche

Was haltet ihr von Schwarzrot? Wie sind eure Lackselbstrührerfahrungen? Und welche neue Errungenschaft der Lack- und Kosmetikwelt brauche ich am dringendsten nicht?

{Farbe} All you need is Aluminiumfolie

Allyouneed1Och ne, nicht schon wieder..

Zufällig war ich heute beim DM (ehrlich. Der Tee war leer. Alnatura Sweet Chai? Ohne den geht’s momentan leider nicht..) und was sahen meine gnadenlos übermüdeten Augen? Schon wieder ne‘ neue LE. Diesmal von P2. Kreativerweise heißt sie „All you need is.. love & joy“, was ja irgendwie so gar nicht in Verbindung mit der gegenwärtigen Weihnachtszeit steht, oder? Diese Kreativität!

Normalerweise rausche ich an sowas mit erhobenem Riesenzinken vorbei, ohne Rücksicht auf etwaige Dinge die ich (nicht) brauche. Aber diesmal war alles anders.

Es glitzerte. Und funkelte. Es weihnachtete sehr. Und ich suche seit Wochen einen flittrigen silbernen Topcoat. Vorgestern erst habe ich bei DM danach gesucht! Und jetzt gibt es einen! Hört P2 etwa meine Nagllackgeifergedanken ab? Sitzt eine Wanze in meinem Kopf? Entschuldigt mich eine Moment, ich muss mal eben schnell meine Wohnung mit Aluminiumfolie tapezieren..

Schaut euch doch solange die Probeflecken an. Weil auf meinen Nägeln noch „Welcome to Rosywood“ vom KatzenReis (aka CatRice) vor sich hin bröckelt nur die Papierversion. Ist aber auch in Ordnung, oder?

Allyouneedswatch^Einmal nur das schöne Rot..

Allyouneedswatch2

Und einmal mit einem Klecks Silber obendrauf. Ist das nicht weihnachtlich? Schön.

Bezahlt habe ich für den Topcoat 1,95 Taler und für den roten Lack 2,25 Taler. Wenn man bedenkt, dass das Essie-Set mit rot und silber beinahe 15 Taler kostet und meine Gelüste nun erstmal befriedigt sind – gar nicht so schrecklich.

Übrigens, habt ihr noch Aluminiumfolie? Meine Packung ist gerade leer geworden, und mir fehlt noch das Badezimmer..

*Fayet

{Farbe} Have you been wicked lately?

1

Winter. Graues Wetter. Dunkelheit. Finstere Gestalten schleichen ums Eck. Grauenvolles passiert in den Kinos.

Seit Vampire glitzern ist das ja so eine Sache mit der Boshaftigkeit. Einfach zu erreichen war sie noch nie.. (auch wenn man sich jetzt einfach eine Dose Glitzerpuder über den Kopf kippen und damit garantiert innerhalb von fünf Minuten zum Schwarm aller Teenies unter 14, oder 26, wird).

Essie hilft da ein bißchen. „Wicked“ heißt dieses wunderschöne Ding in der Farbe von frisch verklumptem Hämoglobin. Hach. Wer wollte nicht Nägel haben die aussehen, als hätte man eben noch in den Eingeweiden des Aldi-Verkäufers gewühlt, der einem dermaßen schnell die Ware in den Wagen wirft, das die Eier alle platzen? In diesem Winter niemand.

Daneben ist es auch noch ein Dupe für Cartice „The Devil wears red“, was so lange meine Signaturenagelfarbe war, bis meine Mitbewohnerin sich erdreistet hat beim Auszug ihre Nagellacksammlung mitzunehmen. Unverschämt. Jetzt aber habe ich es gefunden, das perfekte Dupe. (Über die Hirnrissigkeit einen 2,49 Taler Lack mit einem 8 Euro-Geschoss zu dupen schweigen wir hier beschämt.)

Lackiert ist das gute Stück übrigens weniger bräunlich, sondern eben ein richtig schönes blutrot. Weil ich aber nicht anständig lackieren kann, und meine Finger in der Nahaufnahme wie Leberwürste aussehen (was mir als Vegetarier beinahe eine Persönlichkeitspsychose ausgelöst hätte), müsst ihr euch mit dem Fläschchen begnügen. Auf meinen Bildschirm war das Bild auch noch scharf. Jetzt echt, you guys.

So.. have YOU been wicked lately?

*Fayet

SwatchWicked

Edit vom 5. Dezember 2012: Wiegewünscht hier das Wurstfingerbild des Grauens, aka.. der „Swatch“. Urghs. Aber vielleichts hilfts ja..? Euer Wille sei mir Befehl!

Alle meine Schweinchen

essence pigments "Be my Brightsmaid", "Paparedzzi", "Blueberry Muffin", "Alice had a vision - again", "Dory in Love", "Little Mermaid", "Kiss the Frog"Das sind alle meine essence-Pigmente bis jetzt. Ein hübscher kleiner Regenbogen, wie ich finde. Namentlich handelt es sich um „Be my Brightsmaid“ (gold), „Paparedzzi“ (rot), „Blueberry Muffin“ (lila/flieder), „Alice had a Vision – again“ aus der Breaking-Dawn-LE (dunkellila), „Dory in Love“ (blau), „Little Mermaid“ (türkis) und „Kiss the Frog“ (grün).
Bis auf das Dunkellila in der Mitte sind alle im Standardsortiment – aber leider nur bei Müller, da es nur dort das komplette essence-Sortiment gibt. Was auch erklärt, warum meine Sammlung so schnell gewachsen ist: Bin ich einmal in einem Müller, setzt sofort ein fast schon hysterischer Bunkerreflex ein, weil „man weiß ja nie, wann man mal wieder die Gelegenheit bekommt“. (Und jetzt nicken bitte alle zustimmend mit dem Kopf, weil sie das ja so gut verstehen können.) Ähmja.
Zwei Exemplare habe ich euch ja bereits in Aktion gezeigt, trotzdem gibt’s jetzt einfach mal von allen Handrückenaufschmierungen Swatches, übrigens pur, also ohne Base.
Swatches der essence pigments "Be my Brightsmaid", "Paparedzzi" & "Blueberry Muffin"Die ersten drei. Asche auf mein Haupt, aber ich bin jetzt wirklich wirklich zu faul, die Namen zum drölfzigsten Mal auszuschreiben – fahrt einfach mit der Maus über das Bild, dann seht ihr sie hoffentlich. Gold und flieder sind metallisch (oder auch nur schimmernd, den Unterschied erkenn ich selten), das Rot ist ein Spezialfall und eher leicht glänzend. Oder so.
Swatches der essence pigments "Alice had a vision - again", "Dory in Love", "Little Mermaid" & "Kiss the Frog"Tja, was soll man dazu sagen. Nette kräftige Farben. Das Grün sieht nur deshalb so blass aus, weil es eben ziemlich hell ist (und außerdem jemand beim Auftrag geschludert hat, ich nenn aber keine Namen).
Das tiefdunkle Lila, mit dem ich ja immer noch hadere, sah beim Swatchen dann doch mehr aus wie im Döschen. Als allerdings der Bund? Saum? meines Ärmels einmal ganz leicht darüber fuhr – was den anderen Farben überhaupt nichts ausmachte – war der hellere lila Schein sofort weg und es blieb nur der dunkle Grundton.

Ich als Laiin bin mit den Pigmenten im Großen und Ganzen recht zufrieden. Sie erscheinen mir gut pigmentiert (wär ja auch zu blöd, wenn nicht) und lassen sich gut auftragen und verblenden. Nur verblassen sie ohne Base ziemlich schnell.
Swatches der essence pigments "Alice had a vision - again", "Dory in Love", "Little Mermaid" & "Kiss the Frog" mit BlitzAllen gemeinsam ist außerdem eine Art feiner Holo-Glitzer. Oder mehrfarbiger Glitzer oder wie auch immer. Ganz nett, aber eigentlich unnötig, wie ich finde.
essence pigments Deckelvergleich

Fast gemeinsam, aber eben nur fast, ist ihnen der Siebeinsatz. Sechs meiner sieben Pigmente haben den „Üblichen“, einzig „Kiss the Frog“ fällt raus und hat so ein doofes gewölbtes Ding mit Lasche. Mag ich nicht, weil ich das Pulver nicht so gern aus dem Deckel aufnehme, sondern lieber aus dem Siebeinsatz direkt. Aber es geht natürlich auch so.
Gute Güte, war das informativ und sachlich. Seid ihr auch so irritiert wie ich? Und besitzt ihr welche der essence-„Piggies“, wie der Fachmensch das nennt (und was den Titel erklärt)?

So’n Mistgeschick

KIKO "224 Dark Pearly Copper" Tragebild

Kea, mir ist da letztens ’ne Dummheit passiert, das glaubste nich. Ich dacht so bei mir „Trägste mal einen von deinen noch nicht getragenen KIKOs, öh, welchen denn? Achja, den Roten da„. KIKO "224 Dark Pearly Copper"„Der Rote da“ heißt offiziell 224 oder auch „Dark Pearly Copper„. Könnwa jetzt lang drüber streiten, ob das nun mehr Kupfer oder mehr rot ist, ich find ja mehr rot, aber der eine sacht so, der andere so. So. Darum geht’s auch eigentlich gar nicht, geht um… KIKO "224 Dark Pearly Copper" TragebildAlso ich lackier da so geschmeidig vor mich hin, eine Schicht, noch ’ne Schicht, alles schön. Bisschen edel vielleicht, nicht ganz mein Stil vielleicht, aber schon gut.

So und getz kommt’s: Ich denk dann so bei mir „Ochjoa, ist schon in Ordnung, aber stempelste mal wieder, haste ja lange nich mehr„. Jo, gedacht, getan, ich also mein Lieblingsmotiv rausgekramt und druffgestempelt. Und wat is?
KIKO "224 Dark Pearly Copper" mit StampingJa scheiß die Wand an, Weihnachten is. Wollt ich aber gar nich, bin doch nich bekloppt, Ende Oktober mit dem Weihnachtskack anzufangen. Hätt ich auch ma vorher draufkommen können, rot und gold, das is gefährlich, weiß doch jeder. Aber nu, jetz isses schonma da, dann kann man’s auch lassen, war ja auch Arbeit, ne.

Aber ich muss schon sagen, ohne Stamping und dafür mit Hund sah der Kram doch besser aus.
Hund und Nagellack, eine famose KombinationErkennste zwar nix vonne Maniküre, aber vom Hund. Und der is schön. Vor allem schön unweihnachtlich.

Wat sacht ihr? Mögt ihr so’n „Kupfer“? Und wat haltet ihr von so Feiertagshysterie?

Informativität? Sorry, da seh ich schwarz.

Augenmakeup rot-schwarz
Dies kommt dabei raus, wenn dem Fräulein Ego ein bisschen gruftig zumute ist. Augenmakeup rot-schwarzIntensive Farbe nach Wahl (grün und lila waren auch im Rennen) mit schwarz kombiniert. Was gar nicht mal so einfach war, zumindest nicht für mich. Weil starke Kontraste = schwieriger, als ähnliche Farben aufs Auge zu bringen. Hat aber doch relativ gut geklappt – zum Teil hab ich die Form etwas verhunzt, aber alles noch im Rahmen für mein Empfinden. (Und ich beginne zu lernen, wie viel man so manches durch das Fotografieren aus der „richtigen“ Perspektive kaschieren kann. Spannende Sache das!)Augenmakeup rot-schwarz
Das Rot ist übrigens ein Uraltlidschatten aus längst vergessenen Zeiten, der, soweit ich weiß, nie wirklich benutzt, dafür aber schlecht behandelt wurde: Er ist nämlich komplett zerbröselt. Ich wollte ihn erst wegwerfen, bis mir auffiel, dass er doch ganz ordentlich funktioniert. Also durfte er hierfür endlich – *dramatische Stille* – Augenmakeup rot-schwarzaus dem Schatten ins Licht treten! (Ich hab ihm dann auch pflichtbewusst applaudiert, aber das hat ihn vermutlich weniger interessiert als mich.)
Als ich dann damit fertig war, mich um die Gefühle jedes verwendeten Produkts (das Schwarz glaubte beispielsweise, ich hielte es für völlig selbstverständlich, das Ärmste! Wir konnten das aber klären.), habe ich noch ein paar wunder*hust**röchel*schöne Poserfotos für euch gemacht, jaja, dankt mir später.
Guckt mal, wie böse ich gucken kannRote Augen und Bullenring in der Nase: Ich fand, das Imitieren eines Stiers war geradezu zwingend erforderlich. Stellt euch noch ein bisschen Dampf vor, der mir aus der Nase quillt (meine Bildbearbeitungs-fähigkeiten reichen für sowas nicht aus, da ist eure Fantasie gefragt) und fertig ist dastier.Knautschgesicht

Und um nicht einen gar so bösen letzten Eindruck zu hinterlassen, gibt’s noch ein harmloseres, wenn auch nicht weniger verknautschtes Portrait (hach, bin ich nicht fürsorglich?).

So, und nun sagt mir, liebe Kinder: Traut ihr gewissen Gegenständen auch ein Gefühlsleben zu, oder seid ihr da ganz kaltherzig vernünftig?
Und zur Schminksektion: Was haltet ihr von nicht körpereigenem Rot am Auge?