Rosen auf Weißgold

Schwarzweißgüldene NägelMal wieder so ’ne Art Nail Art. Von irgendwoher inspiriert (ich hab leider keinen blassen Dunst mehr, woher). Weiß geschwämmchent mit Gold (ich glaube, es war einer von Catrice, aber der Name steht ja auf der Flasche, und die Flasche befindet sich derzeit in meiner Wühlkiste – versucht ihr mal, aus 300 kleinen Fläschchen eine bestimmte rauszuwühlen, ein Krampf!). Und dann eine schwarze Schnörkelrose draufgestempelt.
Schwarzweißgüldene Nägel 2Die Vorlage war betitelt mit „orientalisch“. Ob ich das hier jetzt so orientalisch finde, weiß ich nicht. Und irgendwie fand ich’s etwas befremdlich, weil nicht unbedingt mein Stil. Aber schön, nichtsdestotrotz.
Schwarzweißgüldene Nägel 3(Ich bin übrigens gerade schwer neidisch auf meine damalige Nagellänge. Neidisch auf sich selbst sein hat doch auch mal was für sich. Dann kann man den ganzen schönen Konflikt „Möööh, warum hast du so lange Nägel, und ich nicht? *mimimi*“ – „Aber ähm… ich bin doch du.“ – „Das ist doch völlig egal, ich hab jetzt kurze Nägel! Also kann ich dir nichtmal vernünftig die Augen auskratzen, verdammte Hacke! Das Leben ist so gemein.“ ganz mit sich allein ausfechten.)

Hier noch ein kleines „Hinter den Kulissen“. Oder „Wie das praktische Ergebnis nach dem Gedankengang ‚Also Stampinglack ist doch hochdeckend, das müsste doch prima deckendes Weiß abgeben‘ aussieht“:
Stampinglackweiße NägelAuch wenn es einen anderen Eindruck macht: Ich habe kein Tipp-Ex dafür benutzt, ich schwöre!
(„Ausbügeln“ ließ sich das übrigens recht gut mit einer Schicht von mies deckendem Arschlochlack-Weiß.)

Wie gefällt euch das? (Sowohl der TippEx-Look als auch der (vermeintlich) Orientalische?) Habt ihr auch gern so hochgradig geniale Ideen, die sich in der Realität dann als… nicht so toll erweisen? Und stören euch die fehlenden Lacknamenangaben?

Nackt, nackter, kaum zu sehen

So gern ich auch von Lacken berichte, die schön sind und mir einfach nur Freude bereiten, so gibt es doch auch immer wieder Exemplare, die mich ärgern und von denen ich mir wünschte, sie nie gekauft zu haben. Immerhin gibt es diese Plattform, und so kann ich euch vor ähnlicher Schmach vielleicht bewahren.
Catrice "Cotton Candy at Eiffel Tower" Um meinem selbsterwählten Bildungsauftrag genüge zu tun, stelle ich euch heute also einen Arschlochlack vor: „Cotton Candy at Eiffel Tower(Denkt denn bei der Namensgebung niemand an die armen Blogger, die das ausschreiben müssen?) von Catrice. Ich meine mal aufgeschnappt zu haben, dass man solche Farben als „Off-White“ bezeichnen könnte. Wenn man denn Schminksprech als Muttersprache zur Verfügung hat. Ich als Fremdsprachler würde das als „fast-weiß mit Gelb- oder Ockerstich“ bezeichnen. Wie wir sehen, kann ich das mit der Farbbezeichnerei immer noch nicht und sollte es lieber weiterhin bleiben lassen.

So, wenn nicht die Farbe und deren Bezeichnung, was ist denn nun das Problem? Ganz einfach: das Mistding deckt nicht. Gar nicht. Unten seht ihr drei(!) – in Zahlen: 3, in Brüchen: 9/3, auf französisch: trois – Schichten. Und immernoch eingefressene Vorlackreste und Abbruchkanten. Und Bläschen gab’s auch noch gratis dazu. Wenn das so soll, dann… find ich’s immer noch doof.
Catrice "Cotton Candy at Eiffel Tower"
Fazit in zwei Worten: Rausgeschmissenes Geld.

Was meint ihr, ist das Konzept oder einfach ein mieses Produkt? Habt ihr diesen Lack und vielleicht bessere Erfahrungen gemacht? Wo liegt eure Schmerzgrenze in Sachen Deckkraft?

Ja, ist denn heut schon Karneval?

Hallo Leute, es gibt mich noch. Das Bloggen ist zugegebenermaßen etwas in den Hintergrund getreten, aber manchmal ist das eben so. Kein Grund zur Beunruhigung. Niemand hat die Absicht, diesen Blog sterben zu lassen.

L'Oréal Top Coat "Confettis"Und deswegen stelle ich euch einen Neuerwerb vor, the one and only L’Oréal-Lack I own: Den Topcoat „Confettis„. Nie und nimmer wäre ich selbst im Laden darauf aufmerksam geworden, da ich das entsprechende Regal normalerweise nichtmal ansehe. Wäre da nicht Nebo gewesen, die ausgerechnet diesen feuchten Traum aller Schwarzweißliebhaber und/oder passionierter Konfettiwerfer zeigte.

L'Oréal Top Coat "Confettis"

Dass man für gerade mal 5ml auch knapp 5€ löhnen muss, konnte mich als S/W-L&pKW nicht schrecken – zumindest nicht genug, um ihn nicht zu kaufen.
Lackieren ließ er sich ganz ordentlich, auch die Partikel transferierten sich recht mühelos auf den Nagel, kein umständliches Glittergefische nötig. Glücklicherweise weist mein Exemplar nicht die Pinseldeformation auf, mit der sich Nebo konfrontiert sah (ist ja auch eine Frechheit bei dem Preis).

L'Oréal Top Coat "Confettis"Einziges kleines Manko: Der Lack (in dem sich übrigens neben den schwarzen und weißen Plättchen auch winzigste, kaum sichtbare Silberschimmerpartikelchen befinden) trocknet nicht wirklich glänzend. Auch nicht matt, sondern einfach etwas stumpf. Auf obigem Bild seht ihr zu Vergleichszwecken eine Extraschicht Überlack auf dem Ringfinger.
(Blöderweise ist mir entfallen, welcher Lack als Basis herhielt. Ich vermute, es war Mojito Green, sehe mich aber außerstande, Garantien gleich welcher Art darauf zu geben.)

Konfettiert ihr auch schon in schwarz-weiß oder doch lieber in knallbunt? Oder könnt ihr mit solcherlei Effekthascherei rein gar nichts anfangen?

Weißer Rauch in deinen Augen

Mädels, sitzt ihr gut? Haltet eure Gebisse fest, denn ich habe eine Sensation zu verkünden: Ich, ja ich Schminknoob, nehme an Godfrinas Sultry Thursday teil. „Äh… ja und?“, mag jetzt der ein oder andere fragen. Der sollte sich dann mal angucken, was da normalerweise eingereicht wird. Da sind wahre Schminkkünstler am Werk, wie beispielsweise Girl Anachronism oder Touching the Rainbow. Und jetzt eben auch ich. Also nicht in der Liga der Schminkkünstler, aber wenigstens in der Riege der Versucher.
Dies(zwei)wöchiges Thema ist nämlich Weiß. Weiße Smokey Eyes klingt spannend. Absurd, aber spannend.
Und hier kommt, was ich daraus gemacht habe (lustigerweise ausschließlich mit alverde-Produkten, wie mir erst am Ende auffiel):Weiße Smokey Eyes mit alverde
Weiße Smokey Eyes mit alverde
Weiße Smokey Eyes mit alverdeWeiße Smokey Eyes mit alverde
Gar nicht mal so scheiße, oder? Gut, ich hätte das Ganze vielleicht noch ein bisschen höherziehen können, also etwas mehr Fläche bemalen, aber sei’s drum.
Ingredienzen für weiße Smokey EyesZur Anwendung kamen (wie gesagt, alles alverde) der weiße Kajal als Base (das war ein veritabler Gewaltakt, weil das verfluchte Ding so hart ist), dann der erste Ton aus dem „Smokey Eyes„-Quattro überall, zum Schattieren der zweite oder dritte Ton (ich glaub, es war der dritte, weil der zweite doch noch zu hell war – aber ohne Gewähr), als Eyeliner das LE-Ding in „Graphite“ und natürlich Mascara.

Weiße Smokey Eyes mit FarbakzentAls das fertig fotografiert war (ein Akt in fünf Akten übrigens), hab ich noch ein bisschen rumgespielt. Erst harmlos mit blauem Kajal als kleiner Farbakzent.
Später war ich dann in dezenter Amokstimmung und hab das Weiß noch komplett in bunt übermalt. Das sah aber so kacke aus, dass es davon keine Bilder gibt.

Wer Lust gekriegt hat, auch mal weiß zu pinseln, kann noch bis zum 01.11. teilnehmen (geht bei Godfrina gucken, da findet ihr alles Weitere).

Was haltet ihr von (meinen) weißen Smokey Eyes? Und nehmt ihr auch am Sultry Thursday teil?

Pflegebattle of Doom

Lavera Handcremes Basis Sensitiv & Body SPA Bio-WildroseMeine sehr verehrten Damen und verirrten Herren, heute begrüße ich Sie zum Kampf der Giganten Handcremes. Beide tragen, was für ein Zufall, den Vornamen lavera.
In der linken Ecke sehen Sie den Titelverteidiger, Basis Sensitiv. In der rechten Ecke, kleiner, aber schicker zurechtgemacht, den Herausforderer Body SPA Bio Wildrose. Wollen wir doch mal sehen, ob der Underdog den Altmeister schlagen kann oder ob er doch nur durch schönen Schein besticht!

Runde 1: Optik und Inhalt

Basis Sensitiv wirkt im direkten Vergleich etwas spießiger, ist dafür aber auch größer (75 ml) als der Teilnehmer im rosa Tütü (50 ml).
→ Unentschieden, 1:1!

Runde 2: Die inneren Werte

Die Optik des Innenlebens ist bei beiden frappierend ähnlich: weiß und cremig, keine sichtbaren Konsistenzunterschiede. Sind sie etwa Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden?
Nein! Deutlich unterscheiden sie sich im Duft: Während Altmeister BS dezent süßlich daherkommt, verströmt Body SPA einen deutlichen Rosenduft. Leider keinen so betörenden wie beispielsweise die Weleda-Wildrosen-Produkte, sondern eher einen altbackenen, ja, ich möchte schon lapidar „Omamäßigen“ sagen.
→ Punkt für BS, 2:1

Runde 3: Die Schlagkraft Wirkung

Die Runde startet, noch gleichen sich beide wie ein Ei dem Anderen. Aber halt, was ist das? Während BS schnell komplett einzieht (großartige Defensive!), hinterlässt Body SPA einen leichten Film. Hat da etwa jemand zu viel Glyzerin konsumiert? Wir schauen einmal auf die Inhaltsstoffe…Inhaltsstoffe der Lavera Handcremes Basis Sensitiv & Body SPA Bio-Wildrose
In der Tat, Body SPA leidet unter einer Überdosis!
→ Das ist ein weiterer Punkt für Basis Sensitiv, 3:1, und damit klarer Sieger nach Punkten:
Basis Sensitiv!
Wenn Sie ganz persönlich gratulieren oder trösten möchten: Sie finden beide Kontrahenten im Drogeriemarkt Ihres Vertrauens.

Sind Sie möglicherweise ganz anderer Meinung als der Schiedsrichter? Oder haben Sie gar einen komplett ungenannten Favoriten unter den Handcremes?

[Nagellack] Monochrome Schnörkel

Erinnert sich noch jemand an meinen ersten Versuch einer Schwarz-Weiß-Maniküre, das Paradebeispiel meiner Neigung, erst zu handeln und dann zu denken (wenn überhaupt)? Ich jedenfalls schon. Nun habe ich einen zweiten Versuch gestartet und mich – oh Wunder – gleich ein ganzes Stück weniger dämlich angestellt.
Das Ergebnis:
Yeah! (Na gut, nicht ganz sauber und so, aber da ist der Makromodus auch wesentlich ungnädiger als das eigene Alltagsauge.)
Falls es interessiert: der schwarze Lack (sowohl beim Stampen als auch als Basisfarbe) ist „Eternal“ von P2, der weiße Basislack ein RdL-Produkt mit abgerubbelter Nummer und uralt, der weiße Stampinglack der „Stamp me! White“ von essence und die Schablone das Magnonails-XL-Teil mit der Nummer B.
Ich war zufrieden. Vor allem, weil ich mich diesmal weniger blond angestellt habe. Ehre wiederhergestellt. Oder so.

Stellt ihr euch manchmal auch so wahnsinnig *hüstel* „klug und durchdacht“ an, dass ihr selber staunt?

[Nagellack] Gebrochenes Frösteln

Etwas Seltsames ist passiert. Ich hatte Bock auf winterliche Nagelbemalung. Ich!
Also schnappte ich mir „Frozen Queen“ von essence – und stutzte erstmal. Moment mal, der daneben sieht ja fast genau so aus. Der Doppelgänger heißt „Freeze“ und ist von P2. Ich meine sogar, die Beiden beinahe gleichzeitig gekauft zu haben. Na klasse. Aber immerhin kann ich jetzt in bester Beautybloggermanier einen Vergleich anstellen.

 

Erstmal im Fläschchen: Wie man sieht, sieht man nix. Höchstens einen klitzekleinen Hauch mehr blau bei essence. Tolle Wurst.
Àpropos Wurst: Ab auf die Fingerchen damit.

Jetzt ist natürlich völlig klar, dass es sich hier um grundverschiedene Lacke handelt. Nicht.
Beide irgendwie ominös silbrig schimmernd, beide relativ miserabel deckend (3 Schichten hat’s gebraucht, sowas lieb‘ ich ja).
Aaaaber einen Miniminiminiunterschied konnte ich ausmachen – und ihr hoffentlich auf dem folgenden Bild auch (sogar beschriftet, wenn das nicht mal ein Service ist): Nämlich, dass der P2ling einen minimalen Gelbstich hat, während der essenceling einen minimalen Blaustich hat. Seht ihr? (Wenn nicht, plädiere ich dafür, dass ihr mir einfach blind glaubt. Schließlich bin ich die Meisterin der Farbzuordnungen. *hüstel*)

Die Hälfte der Finger wieder abzulackieren und umzustreichen, hab‘ ich gar nicht eingesehen bei so ’nem Minimalunterschied. Aber ich tue mich ja in letzter Zeit ganz besonders schwer damit, Lacke in ihrer ursprünglichen Form auszuführen. Und weil ich’s einfach nicht leid werde: Crackle druff! (Ich bin so P2-beeinflusst, bei mir heißt das immer immer „Crackling Top Coat“, auch wenn andere Firmen da anderer Meinung sind.)

Übrigens als kleine Randnotiz: Ich habe sämtliche P2-Crackle-Lacke, aber nur diesen einen von essence, finde aber, dass sich letzterer besser handhaben lässt. Die P2-Dinger trocknen nämlich derart schnell, dass man schon beim Auftrag mit Pech nur noch Klumpen durch die Gegend schiebt. Das Essence-Teil ist dünnflüssiger und – zumindest für mich – deutlich angenehmer aufzutragen. Man sollte sich dabei zwar auch nicht alle Zeit der Welt nehmen, hat aber wenigstens noch ein paar Sekunden mehr Zeit. Außerdem werden die zusammengezogenen Lackteile nicht so dick, sodass die Oberfläche ebener ist. Dafür ist der Effekt allerdings auch etwas unterschiedlich und wird bei essence eher „streifig“. Matt trocknen tun sie beide.

Bin ich heute informativ unterwegs, der helle Wahnsinn. Jetzt dürft ihr aber mich informieren:
Steht ihr auf solche Eis- und Schneelacke? Oder muss es zurzeit Schimmerrot sein? Oder ganz was Anderes?

[Nagellack] Galaktische Prokrastination

Ich finde, es ist dringend mal wieder an der Zeit für… jawoll, Keratinplattenbemalung. Kennt ihr diesen hübschen Effekt, wenn sich Aufträge/Pflichten usw. stapeln und stapeln und man schier gelähmt ist, überhaupt anzufangen? (Was natürlich Quatsch ist, dadurch wird’s ja nur schlimmer – wir alle wissen das, aber das ändert auch nichts.) So geht’s mir mit dem Nagellackkram. Also wird es höchste Eisenbahn, den Stapel abzuarbeiten.
Ich habe willkürlich in meinen Abarbeitungsordner geklickt und das hier gefunden:
Galactic Black“ von essence. Kein LE-Kram, schlichtes Standardsortiment. Man munkelt allerdings, dass dieser Lack für die Vampir-LE „recyclet“ wurde (Gerücht und Bildbeweis, bitte hier entlang).
Wie dem auch sei, es handelt sich hier – Überraschung! – um schwarzen Lack. Mit subtilem Glitter-/Flake-Gedöns drin. Zu erahnen auch hier:

Ganz nett soweit. Aber es passiert mir immer wieder: Ich kaufe irgendein aufgedonnertes Schwarz, male es auf… und finde die stinknormale „Einfach-nur-schwarz“-Variante doch viel schöner. Ich find‘ mich ja selbst langweilig, aber nichts kann für mich das klassische, glänzende, nichtschimmernde Schwarz schlagen.
Jedenfalls bedurfte dieser Lack für mich einer Veränderung. Ich bediente mich weißen Stampinglacks (auch von essence), der Konad-Schablone m85 und matten Überlackes (schon wieder essence – ja, ich find’s auch langsam langweilig) und fabrizierte dies hier:

Leider beherrsche ich immer noch nicht die saubere Anwendung von mattem Topcoat – ich lasse immer ein paar kleine Stellen unlackiert, die dann weiterhin vor sich hinglänzen, was das Gesamtbild stört. In diesem Fall möchte ich aber das Stamping als Entschuldigung für das Ausbleiben von Verbesserungsversuchen anführen, da ich Angst hatte, die Kreise zu verschmieren. Dann doch lieber ein paar glänzende Stellen.

Was ist eure liebste Schwarzlackvariante? Oder ist euch schwarz auf den Nägeln generell zu abgeschmackt?

[Nagellack] Geblümter Chuck

Ohweh, ich komme kaum noch hinterher mit dem Posten meiner Maniküren, denn trotz gelegentlich auftretender Schreibunlust lackiere ich mir jeden Tag die Nägel. Bei näherer Betrachtung ist das ziemlich erstaunlich, weil ich ja ein ausgemachtes Faultier bin.
Nundenn, kommen wir zu einer meiner Nagelbemalungen der letzten Zeit: Chuck“ von essence. (Ob der tatsächlich noch neu ist, weiß ich nicht. Ich meine, dass er sich schon ein paar Monate in meinem Besitz befindet.)
Unschwer zu erkennen, selbst für Farbbezeichnungsbanausen wie mich: blau. Kein Schimmer, kein Glitzer, kein Schnickschnack („…denn meinen Körper möchte ich mit Schnickschnack nicht belasten.“ Oh, ich Opfer.).
Das ändert sich beim (zweischichtigen) Auftrag freundlicherweise auch nicht. Vollmundige Behauptung, ich weiß, doch ich trete den Beweis an:
Seht ihr? Immer noch blau. (Was da am Zeigefinger los ist, weiß ich nicht mehr. Ich werd‘ wohl irgendeinen Kram (Krümel, Haare, Wattefasern, Tabak, man weiß es nicht) miteinlackiert haben.)
Und obwohl ich dieses Blau durchaus solo hübsch finde, gelüstete es mich nach einer Bestempelung. In weiß (Stampinglack von essence). Und nach einigem Gefrickel (denn das Motiv besteht eigentlich aus zwei Halbblumen) entlockte ich der Konad m54 das:


Okay, man hätte das ordentlicher machen sollen. Aber ich fand den Hang zur Schieferitis in echt nicht so gravierend wie auf den Fotos und habe dieses Disaaain erhobenen Hauptes durch die Gegend getragen.
So, und getz kommt ihr!

[Küchenkosmetik] Natron

In nahezu jedem Haushalt dürfte sich Natron (oder korrekt: Natriumhydrogencarbonat) finden. Sei es als Backpulver, als Bullrichsalz oder in Brausepulver. Das Zeug ist vielseitig. Neben der Verwendung in Lebensmitteln gibt es zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten in Haushalt und Medizin.
Um aber der Rubrik gerecht zu werden, möchte ich hier die kosmetischen Verwendungsmöglichkeiten näher beleuchten:

  • Haarwäsche: Jawohl, richtig gelesen. Offenbar kann man mit dem weißen Pülverchen seine Haare einer Grundreinigung unterziehen. Puristen vermischen dazu Wasser mit Natron, gießen sich das Ganze über den Schopf, lassen es etwas einwirken und spülen es dann mit Wasser aus. Schaumjunkies wie ich vermengen etwas Shampoo mit Natron und verwenden es dann wie normales Shampoo.
    Zweck: Silikone oder sonstigen Dreck aus den Haaren entfernen; Vorbereitung auf eine Coloration
    Risiken: soll austrocknend wirken können, darum wird die anschließende Verwendung einer Kur empfohlen; soll bei Manchen Farbe ziehen, darum Vorsicht bei gefärbten Haaren (bei mir ist da allerdings nie was passiert)
  • als Antitranspirant/Deodorant: sowohl unter den Achseln, als auch an Händen und Füßen (oder wo man sonst halt lustig ist) anwendbar. Dazu in Wasser lösen und die betroffene Stelle darin „einweichen“. Unter den Achseln lässt sich das Pülverchen besser pur anwenden.
    Ich hab’s bisher nur mal im Sommer an den Füßen getestet und da funktionierte es super.
    Zweck: Geruchsvermeidung, Schweißminderung
    Risiken: Keine bekannt (andernfalls korrigiert mich gerne)
  • bei unreiner Haut: entweder mit wenig Wasser vermischt als Peeling anwenden, oder mit mehr Flüssigkeit als Gesichtswasser – hab‘ ich noch nicht getestet, werd‘ ich aber bald tun.
    Zweck: selbsterklärend
    Risiken: jede Haut ist anders, von Erfolg bis zu Unverträglichkeit ist alles möglich

Es werden noch weitere Anwendungsgebiete genannt (u. A. Fußpilz, Schuppen), aber die Obigen scheinen die Haupteinsatzgebiete zu sein. Sich zum Aufhellen der  Zähne dieselbigen damit zu schrubben, soll wohl nicht sehr ratsam sein, weil es angeblich den Zahnschmelz zerstört. Ich selber hab‘ übrigens keine Ahnung und plappere nur den Zahnärzten im Fernsehen nach. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass es bei mir nicht zur Aufhellung der Zähne führt.

Im Haushalt ist das Pulver auch sehr nützlich und wird gern in verschiedenen Bereich der Geruchsbekämpfung eingesetzt (in den Schuhen, im Kühlschrank, im Katzenklo, im Aschenbecher, beim Waschen dem Waschpulver zusetzen (macht die Wäsche zudem heller) etc. pp.). Wenn man es (wie ich desöfteren) schafft, die Töpfe beim Kochen mächtig zu verkohlen, hilft es sehr gut, etwas starke Natronlösung darin zu kochen. Das braucht allerdings je nach Kokelgrad durchaus mal länger, also Geduld.
Laut Internet kann man Natron noch zu drölf Millionen anderen Zwecken verwenden, aber was davon stimmt und was nicht, weiß ich nicht. Vielseitig ist es jedenfalls definitiv (wobei ich das „hilfsbereit“, das auf meinen Tütchen prangt, so nicht unterschreiben kann – wenn ich es vor Verwendung frage, sagt es manchmal nein, funktioniert aber trotzdem).

Wofür verwendet ihr Natron (außer zum Backen)?